Das kranke Gefühl heizt seine heutigen Workouts an, die von morgen und alle anderen, die noch folgen werden, bevor er das nächste Mal auf die Bühne der Orleans Arena tritt. Trotzdem: Wenn alles, woran Sie sich in Bezug auf Flex Lewis´ Auftritte 2011 erinnern, sein umstrittener zweiter Platz hinter Kevin English beim Olympia 202 Showdown ist, übersehen Sie seine Leistungen in den Monaten davor, als sich der 165 cm große Waliser als echter „Gigantentöter“ etablierte. Ein Triumph beim O war ihm zwar nicht vergönnt, aber dafür schaffte er es in beiden offenen Wettkämpfen, an denen er teilnahm, ins Posedown und schlug dabei fünf Mr. Olympia-Wettkämpfer, von denen zwei (Toney Freeman, Hide Yamagishi) sich sogar in die Top 10 vorschoben. Ja, es war ein bedeutsames Jahr für den Waliser Drachen.
Die Konstante, nicht nur in diesem und im letzten Jahr, sondern seit mittlerweile mehr als sieben Jahren, ist Lewis´ Trainer/ Ernährungsberater Neil Hill, ebenfalls in Wales geboren und ebenfalls 165 cm groß. Yoda beschränkt sich nicht darauf, seine Yedi-Ritter in den Kampf zu führen, er schwingt auch selbst das Laserschwert. Hill, ein ehemaliger IFBB-Profi, trainiert gemeinsam mit seinen Klienten, absolviert dieselben Übungen in derselben Weise mit (wenn möglich) demselben Gewicht. Siehe der folgende Schulter-Schocker, bei dem wir anwesend waren, ein hochgradig intensives, hochgradig schmerzvolles Kanonenfeuer aus Supersätzen,
statischem Halten, Reduktionssätzen und Vorerschöpfung, darauf ausgerichtet, Lewis´ Legende als Goliath-Killer in offenen Wettkämpfen künftig noch zu untermauern und zu verhindern, dass ihn in der 212-Kategorie, die dieses Jahr beim O ihr Debüt feiert, erneut dieses leere Gefühl erwartet. Der ungekrönte Champion des Olympia 202 Showdown schwört, niemals den Augenblick zu vergessen, als der Name des anderen Kerls genannt wurde statt seinem. Während er sich dem Ziel verschrieben hat, der erste Olympia 212 Showdown Champion zu werden, ist es diese Erinnerung, die jedes seiner Workouts antreibt.