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Hast du von Anfang an mit schweren Gewichten trainiert? Habe ich, ja, und das war völlig verkehrt. Ich schlug ein Magazin auf, um zu sehen, wer was machte und für wie viele Wh. Es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass superschweres Training das absolut Falsche für mich war. Im ersten Jahr war mein Training total verrückt, aber dann fing ich an, mir mehr Gedanken zu machen über das, was ich tat. Und dann traf ich John Brown.


Was für einen Einfluss hatte die Begegnung mit John Brown auf dich? Einen starken, aber keinen guten. Es war um ´85 herum, als ich in Kalifornien mit ihm trainierte. Er verwendete schwere Gewichte bei seinem Bankdrücken und auf dem Rückweg nach Hause dachte ich, nicht zum Bodybuilder geschaffen zu sein, weil ich einfach nicht so schwer trainieren konnte. Doch dann traf ich den Entschluss, zur Basis zurückzukehren. All die wissenschaftlichen Argumente für Hochintensitätstraining plus Negative, das ganze Zeug, zu vergessen und die Basics in meinem Training großzuschreiben.


Wie definierst du Basics? Nun, man wird mich nie bei erzwungenen Wh oder Negativen oder irgendeiner Art von isome- trischen Bewegung erleben. Für diejenigen, die das Gefühl haben, dieses Zeug zu brauchen, ist es in Ordnung. All meine Bewegungen sind langsam und konzentriert, so haben wir schließlich alle angefangen. Wir alle haben ganz am Anfang die Basisprinzipien beherzigt.


Was war dein Gewicht beim Mr. Olympia in Rimini?


Ich glaube, 94,5, beim offiziellen Wiegen bei meiner Ankunft in Rimini am Dienstag waren es nämlich 95,5 kg. Für die Vorentscheidung am Freitagabend wollte ich noch ein Kilo loswerden.


Du kannst neben massiveren Athleten wie Haney und Christian absolut bestehen, obwohl sie an die 110 kg auf die Waage bringen. Hast du das Gefühl, dass deine überragende Muskulosität, ausgezeichnete Muskelform und kleinen Gelenke hauptverantwortlich hierfür sind? Das sagt man mir jedenfalls! Ich muss gestehen, dass ich es wirklich nicht weiß. Für mein Leben gern würde ich mir selbst vom Zuschauersaal aus zusehen, wie ich gegen die massiven Jungs kämpfe. Dann hätte ich sehr viel mehr Selbstvertrauen in meinem Sport, so viel ist sicher.


142 FLEX


Wie sieht eine typische Trainingswoche bei dir aus? Welche Körperpartien fasst du zu Gruppen zusammen?


Offseason ist mein Trainingsplan derselbe wie in der Vorbereitung – ich stelle ihn nicht um. Ich trainiere von Montag bis Samstag und ruhe mich am Sonntag aus. Brust trainieren wir montags gegen 17.30 Uhr und donnerstags nach Arbeitsschluss. Wir machen ein paar Aufwärmsätze von einigen der Übungen in unserem Programm, bevor wir mit Bankdrü- cken starten. Der erste Satz ist ein Aufwärm- satz mit 12 Wh, wir trainieren mit einer Olympic-Hantel und zwei 20er-Scheiben (Gesamtgewicht 60 kg). Dann fügen wir zwei 20er hinzu (Gesamtgewicht 100 kg) und strengen uns maximal an für mindestens 12 Wh. Mein Trainingspartner Del Johnson macht seinen Satz, worauf ich schnell einen zweiten Satz mit demselben Gewicht mache. Wir erhöhen das Gewicht erneut und absolvieren wieder 2 Sätze à 8-12 Wh jeweils. Auf die Art erhöhen wir das Gewicht viermal, so dass wir insgesamt 12 Sätze bzw. sechs Doppelsätze ausführen.


Wieso absolvierst du zwei Sätze mit jedem neuen Gewicht? Die meisten machen nur einen. Ich bin der Meinung, dass die Mehrheit, die das Pyramidensystem anwendet, zu schnell vorgeht. Wenn ich mit jedem schwereren Gewicht zwei Sätze ausführe, werden meine Muskelfasern und Kraftkapazität meiner Meinung nach etwas besser trainiert, was für die Resultate einen Riesenunterschied ausmachen könnte. Ich schlüpfe in die Rolle der Schildkröte, mache aber eine Menge Boden gut!


Was kommt nach Bankdrücken? Nach dem Bankdrücken gehe ich für Fliegende rüber zur Schrägbank. Die Bank ist irgendwo zwischen flach und einem Winkel von nur fünf Grad eingestellt, weil ich immer noch nach einem Weg suche, meine obere Brust voranzubringen. Endlich glaube ich, die richtige Methode gefunden zu haben, weshalb ich mehr und mehr auf Kurzhanteln setze. Die Kurzhanteln halte ich aber nicht fixiert, weil das nicht anderes wäre als mit der Langhantel. Nein, ich drehe sie, je nachdem wie sich die Übung anfühlt und wie effektiv sie scheint, nach außen oder nach innen. Allerdings bringen meine Handgelenke mich bei Kurzhanteln, die schwerer als 5 kg sind, schier um!


Wir halten uns erneut an die sechs Doppelsätze mit langsam gesteigerten


Gewichten, wie beim Bankdrücken. Nach den Fliegenden folgt meist etwas Schrägbank- Langhanteldrücken, vorausgesetzt, ich finde die richtige Bank, um es auszuführen. Wenn der Winkel nicht richtig ist, wird es für meine Schultern nämlich schnell zur Qual. Das Schlusslicht sind in der Regel Kurzhantel- Überzüge.


Woher weißt du, wann ein Muskel hart genug trainiert wurde? Der Pump allein ist kein Indikator, zumal der sich früher einstellt. Für mich ist es ein Gefühl, als würde sich der Muskel quasi selbst formen. Dieses Gefühl kann man nur selbst haben, eine andere Person kann es nicht nachvollziehen. Übrigens gibt es eine Menge Trainierende, die nicht zwischen einem Pump und einem Brennen unterscheiden können, was traurig ist. Ich höre oft Kerle im Studio rufen: „Komm schon, hol dir das Brennen!“ Dann frage ich mich immer, ob die auch nur einen Schimmer haben, wovon sie reden?


Beziehst du manchmal an Parallelholmen ausgeführte Dips in dein Brusttraining ein? In der Vorbereitung auf meinen Sieg der NPC Nationals habe ich ein paar Wochen lang Dips ausgeführt, was meinen Ellbogen schlimm zusetzte. Bis zum Tag des Wettkampfs machte mir die Tendinitis zu schaffen und ich schwöre, dass ich nie wieder auch nur einen einzigen Dip an Parallelholmen ausführen werde.


Was trainierst du nach Brust? Schultern. Und bei Schultern ist die Acht meine Zauberzahl. Egal, wie die Dinge an dem Tag gelaufen sind oder wie müde ich bin, ich packe acht Wh in all meine Schultersätze. Sechs Doppelsätze à acht Wh. Denn für acht Wh bringt man immer irgendwie genügend Energie und Enthusiasmus auf. Bei 12 bis 15 Wh sieht es unter Umständen schon anders aus. Die schafft man nicht immer.


Meine erste Übung ist Nackendrücken mit einer Langhantel. Daran schließe ich sitzendes Kurzhanteldrücken an, das ich mit jeweils nur einem Arm oder mit beiden Armen gleichzeitig ausführe. Eine richtig tolle Bewegung ist das. Ich ziehe es vor, Drückbewegungen für die Schultern sitzend auszuführen, weil sie, wenn man nicht vorsichtig ist, den Rücken leicht in Mitleidenschaft ziehen können. Mein Kurzhanteldrücken ist eine Rotationsbewe- gung, wodurch die Schultergelenke weniger belastet werden. Ich verwende eher leichte Gewichte für die Übung, im letzten Satz normalerweise ein Paar 35er oder 40er. Falls ich jedoch Mühe hatte, bei den anderen Sätzen


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