Glückwunsch zu deinem Vertrag mit Weider/AMI. Damit wird sicher ein T raum für dich wahr und deine Karriere bekommt einen Riesenschub. Was ist es für ein Gefühl, Mitglied der Weider- Familie zu sein? Fantastisch! In diese Familie aufgenommen zu werden, damit wird auf alle Fälle ein Traum für mich wahr. Das ist schließlich die Schmiede, in der Legenden geschaffen werden. Ich erinnere mich, als ich mit Bodybuilding anfing, waren die besten Bodybuilder der Welt bei Weider unter Vertrag. Ich beeilte mich, ans Kiosk zu kommen und die Magazine zu kaufen, um Athleten wie Flex Wheeler, Shawn Ray, Andreas Münzer, Momo Benaziza und viele andere zu sehen. Von ihnen klaute ich Workout- und Diät-Tipps und hielt mich auf dem Laufenden, wer welchen Wettkampf gewonnen hatte. Es ist ein tolles Gefühl, jetzt selbst einer dieser Kerle zu sein, zu dem andere aufsehen können.
Deine Geschichte klingt wie aus einem Hollywood-Drehbuch. Sieben Jahre lang nicht zu trainieren und dann so schnell nach deiner Rückkehr eine Profilizenz zu ergattern – das ist besser als die Rocky Story. Warum hast du damals das Studio aufgegeben und warum bist du zurückgekehrt? Mein Vater Lloyd wurde sehr krank und ich war oft beim Arzt mit ihm, fuhr ihn zu seiner Chemotherapie. Das ging ungefähr ein Jahr lang so, dann starb er. Ich hatte keine Lust aufs Studio. Ich wollte etwas anderes mit meinem Leben ausprobieren. Mein Dad war erst 57. Das Leben ist zu kurz, um sich Gedanken über sein Aussehen zu machen. Außerdem wollte ich das Geschäft meines Vaters übernehmen, mich darum kümmern, dass es erfolgreich blieb und all seine harte Arbeit nicht umsonst war. Ins Studio zu gehen, war das Letzte, das mich interessierte. Erst Ende 2008 – ich sah mir mit meinem
Cousin einen Bodybuildingwettkampf an – realisierte ich, was ich vermisst hatte. Viele der Kerle auf der Bühne kannte ich und sie sahen nicht wesentlich massiver aus als vor sieben Jahren. Ich wusste, ich könnte sie schlagen. Das erzählte ich meinem Cousin, worauf er laut loslachte. Also schlossen wir eine Wette ab. Danke, Kumpel.