In deinen Videos habe ich gesehen, dass du mit Flex Wheeler trainierst. Was sind ein paar der wichtigsten Lektionen, die du von dem Hall of Fame-Mitglied gelernt hast? Flex hat alles auf den Kopf gestellt. Die Ernährung war der Eckpfeiler des Programms. Während ich früher meine Kalorien in der Vorbereitung verringert habe, erhöhte Flex meine Kalorien und die Häufigkeit meiner Mahlzeiten. Natürlich nahm auch unser Trainingsvolumen so zu, dass wir in der Lage waren, alles zu verwerten, aber das Plus an Nahrung und die zusätzlichen Mahlzeiten erlaubten es mir, mehr Muskelnmasse zu bewahren, meinen Stoffwechsel dadurch auf hohen Touren zu halten und mehr Fett zu verbrennen. Shakes wurden gestrichen, nur feste Nahrung war zulässig. In fast jeder Mahlzeit aß ich mageres Steak und trimmte meinen Körper nach und nach darauf, mit mehr Mahlzeiten und mehr Nahrung zurechtzukommen. Flex fing mit sechs Mahlzeiten am Tag an, in denen ich jeweils
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175-225 Gramm Fleisch und eine Portion Kohlenhydrate verzehrte. Anfangs kam mir das viel vor, aber nach 10 bis 14 Tagen wurde ich wieder hungrig, und Flex erhöhte die Portionsgrößen auf 225-285 Gramm Fleisch und eineinhalb Portionen Kohlenhydrate pro Mahlzeit. Auch bei diesem Plan fühlte ich mich anfangs absolut satt, aber als ich nach zwei Wochen wieder mehr Hunger verspürte, ergänzte er eine siebte Mahlzeit. Zwei Wochen später war ich bei 285-240 Gramm Fleisch und zwei Portionen Kohlenhydrate pro Mahlzeit angekommen und wieder zwei Wochen später folgte dann Mahlzeit Nummer 8. So gewöhnte er meinen Stoffwechsel nach und nach daran, mehr Nahrung zu tolerieren, was die Geschwindigkeit, mit der dieser arbeitete, rasant nach oben jagte und es mir erlaubte, an meiner Muskelmasse festzuhal- ten. Wenn du als Bankdrücker 90 kg wiegst, kannst du nicht ins Studio gehen, einfach 180 auf die Hantel packen und loslegen. So ist es auch bei diesem Mahlzeitenplan. Der Körper
muss sich allmählich auf das Nahrungsvolu- men einstellen können und Disziplin lernen. Hätte ich versucht, von Anfang an acht Mahlzeiten am Tag mit 340 Gramm Steak und zwei Kohlenhydratportionen zu verdrücken, wäre mir schlecht geworden und mein Körper hätte die Nahrung nicht verwerten können. Mein Training wurde umgestellt, indem ich
anfing, mit mehr Volumen und mehr Wh zu trainieren, um mehr Blut in meine Muskeln zu schicken und den Blutfluss zu verbessern, und indem meine Arbeitslast erhöht wurde, damit ich durch Gewichtstraining Körperfett abbauen konnte, statt zu Cardio gezwungen zu sein, das mich unweigerlich auch Muskelmasse gekostet hätte. Ein starkes Fundament hatte ich dank meinem Powerlifting-Hintergrund bereits, aber es fehlte meinen Muskeln an Volumen – sie waren schlank und stark. Flex erhöhte meine Wh, so dass mehr Blut in die Muskeln gepumpt wurde. Anfangs sank mein Kraftniveau, doch dann waren wir, je mehr ich mich an das Training gewöhnte, in der Lage, über viele Wochen hinweg die Gewichte schrittweise zu erhöhen. Zuerst hatte ich Mühe mit vier Sätzen à 20 Wh Beinpressen mit acht Scheiben auf einer Seite und 90-Sekun- den-Pausen, aber nach vier bis sechs Wochen hatten wir uns auf 20 Wh mit 14 Scheiben auf einer Seite bei 90-Sekunden-Pausen gesteigert. Meine Beine haben sich deutlich verbessert und bei den Masters Nationals