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Proteinreiche/kohlenhydratarme/fettreiche Diäten
könnten Immunfunktion beeinträchtigen Viele Bodybuilder halten sich mit dem Näherrücken eines Wettkampfs an kohlenhydratarme Diäten. Laut neueren Studien könnten proteinreiche/ kohlenhydratarme/fettreiche Diäten allerdings die Immunfunktion beeinträchtigen. Eine vor kurzem mit Verbrennungsopfern durchgeführte Studie berichtete, dass diejenigen, die eine solche Diät befolgten, mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Lungenentzündung entwickelten als jene Patienten, die sich proteinreich, kohlenhydratreich und fettarm ernährten. Zwar betrachtete die Studie Verbrennungsopfer, zeigt aber, dass Bodybuilder, während sie sich kohlenhydratarm ernähren, eventuell ein Ergänzungsmittel zur Verbesserung der Immunabwehr nehmen sollten.
QUELLE: B. Masters et al., Cochrane Database Syst Rev., 2012.
KIWIS FÜR EINEN BESSEREN PUMP?
Mit Trockeneiweiß ergänzen, um Muskelmasse zu steigern D
er Konsum von Protein ist, wie
unzählige Studien bewiesen haben, eine effektive Methode zur Steigerung der Muskelproteinsyn- these, von der sowohl die Muskelhypertro- phie als auch die Kraft profitieren können. Nun wurde nachge- wiesen, dass eine Proteinergänzung vor dem Workout auch die Muskelmasse steigern kann. Wie japanische Forscher berichteten, leistet der Verzehr
180 FLEX
eines proteinreichen Snacks vor dem Widerstandstraining genau das. Im Verlauf der fünfwöchigen Studie konsumierten die Probanden täglich nach dem Frühstück einen proteinreichen Snack (ein Getränk mit Trockeneiweiß, das 13 Gramm Protein lieferte), bevor sie 30-60 Minuten lang Kurzhantelübungen absolvierten. Das Timing des Trainings – 30-60 Minuten nach dem Konsum der
Proteinergänzugn – wurde mit Absicht so gewählt, weil die Aminosäuremenge im Blut um diesen Zeitpunkt herum am höchsten ist. Interessanterweise verbuchte die Gruppe, die ohne Eiweißergän- zung trainierte, nur Kraftzunahmen, während die Gruppe, die trainierte und mit Eiweiß ergänzte, Kraft und Muskelmasse aufbaute. Denkbar ist, dass die aufgrund des Konsums der
Eiweißergänzung gesteigerte Menge assimilierter Aminosäuren einen höheren Aminosäure- transport zu den Muskelgeweben zur Folge hat und mehr davon in die Muskelzellen aufgenommen wird, was in einer Steigerung von Muskelmasse und Kraft resultiert.
Y. Kato et al., J Nutr Sci Vitaminol. (Tokyo), 57(3):233–8, 2011
Kiwis sind toll und wie es jetzt aussieht, schmecken sie offenbar nicht nur gut, sondern können obendrein den Muskelpump verbessern, indem sie den Blutdruck senken. Wie Forscher im Journal of Human Hypertension berichteten, übt die Kiwifrucht einen positiven Einfluss aus, indem sie den Blutdruck senkt und nützlich auf die Blutvisko- sität (Zähflüssigkeit des Bluts) wirkt. Acht Wochen lang erhielten die Studienteilneh- mer (alle Raucher) dreimal täglich eine Kiwi oder wurden auf eine Diät gesetzt, die reich an Antioxidanzien war. Am Ende der Studie wurde bei der Kiwi-Gruppe eine ähnliche Blutdrucksenkung gemessen wie bei der Gruppe mit der Antioxidanzien-Diät, doch die Kiwi-Diät entfaltete zusätzli- che Nutzen. Bei der Kiwi- Gruppe verringerte sich die Aggregation der Blutkörperch- en (Zähflüssigkeit) um 15% und das Angiotensin-konver- tierende Enzym (ACE, ein blutdrucksteigerndes Enzym) ging um 11% zurück. In der Antioxidanzien-Gruppe wurden diese Wirkungen nicht festgestellt. Die Botschaft für Bodybuilder ist, dass Kiwis den Blutdruck senken und das Blut weniger zähflüssig machen können, wovon unter Um- ständen die Vaskularitätsreak- tion – sprich: der Pump – profitiert.
A. Karlsen et al., J Hum Hypertens., [Epub ahead of print], 2012.