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(Sieger) teilnahmen, Neunter wurde. Posing hatte ebenfalls Priorität für


Flex. Die letzten 30 Tage vor dem Wettkampf machten wir jeden Abend 30 Minuten lang sehr hartes Posing, wodurch ich meine Posen auf der Bühne bequem halten und meinen Körper bestmöglich präsentieren konnte. Flex ist ein legendärer Poser, weil er häufig und hart übt. Er ließ mich schuften, bis ich in einer Schweißlache stand, und wir haben im letzten Monat jede Vierteldre- hung und jede Pose Hunderte von Malen geübt.


2009 brachte ich die beste Kombination aus Masse und Konditionierung auf die Bühne – die Früchte des Trainings mit Flex. Ich sollte erwähnen, dass ich nach meinem


Training mit Flex für die Masters Nationals 2009 zum Wettkampf-Powerlifting zurückkehrte und wieder in meine alten Gewohnheiten verfiel, die für das Powerlifting gut funktionierten – ich stellte zwei Weltrekorde auf -, aber ich schaffte es nicht, für die Phoenix Pro 2010 und die Europa Show of Champions wieder auf Flex´ Programm umzuschalten. Nicht nur trainierte ich wieder mit schweren Gewichten, ich hielt mein Gewicht auch zu lang bei fast 130 kg, so dass ich in den letzten vier Wochen vor der Phoenix Pro Kalorien strich und viel Cardio machte, um in Form zu kommen, und dann einen katastrophalen Auftritt hatte. Meine Beine waren schmaler, meine Konditionie- rung schlimmer und ich wurde geröstet. Eine herbe Lektion, nach der ich mich


wieder auf meinen früheren Ansatz besann und für die Flex Pro 2011 erneut mit Flex Wheeler arbeitete. Ich blieb näher an meinem Wettkampfgewicht, verwendete Voluminisie- rungstechniken, ließ das Cardio komplett wegfallen und feuerte meinen Stoffwechsel über häufige Mahlzeiten und Volumen an. Ich konnte an meine Konditionierung von ´09 anknüpfen und zeigte meine bisher beste Leistung im Bodybuilding, als ich in einem Profiwettkampf, an dem unter anderem auch Dexter Jackson, Dennis Wolf, Fouad Abiad, Ben Pakulski, Ben White und Evan Centopani


Was hältst du davon, wenn Bodybuilder mit ultrahohen Wh-Zahlen (25-50 Wh) trainieren, um massivere Beine zu bekommen? Meinst du, das ist sinnvoll für den Aufbau von Beinmasse? Ich wurde angewiesen, 6-8 Wh für Masse und 12-15 Wh für Konditionierung zu machen. Ich bin ein glühender Befürworter davon, mit schweren Basisübungen ein Fundament aufzubauen. Im College fing ich mit 65 kg an und wäre nie in der Lage gewesen, meinem Körper die Gesamt- dichte zu geben, die ich brauchte, um auf Profi-Ebene zu bestehen, hätte ich nicht jahrelang Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken mit schweren Gewichten gemacht. Das hat mir geholfen, Dichte am ganzen Körper aufzubauen, dichte Muskeln und einen starken, muskulösen Kern. Früher oder später muss jedoch jeder Bodybuilder kritisch betrachten, wo seine Schwächen liegen, und einen Weg finden, seinen Körper so zu stimulieren,


dass diese ausgemerzt werden. Jeder ist anders, jeder hat seine eigenen Schwächen und Stärken. Jeder hat eine andere Muskelzusammenset- zung, ein anderes Verhältnis von Slow-Twitch- zu Fast-Twitch-Muskelfasern, so dass das, was für den einen funktioniert, für den anderen noch lange nicht funktionieren muss. In meinem Fall hatte ich alles aus schwerem Training mit niedrigen Wh-Zahlen herausgeholt, was herauszuholen war, und obwohl ich weiter an Kraft hinzugewann, wurden meine Beine nicht massiver. Das Gros der Belastung verlagerte sich auf Gesäß und Rücken, statt sich an die Quadrizeps zu richten. Meine Quadrizeps waren darüber hinaus schweres Training inzwischen gewohnt, so dass sie auf diesen Wh-Bereich mit keinem Wachstum mehr reagierten. Flex führte ein höheres Volumen in mein Training ein, das ich in der Vergangenheit nicht benutzt hatte und das mehr Blut in meine Muskeln pumpen, auf diese Weise die Fasern stimulieren sollte. Die Muskeln der Beine sind so groß und so dicht,


dass die zusätzlichen Wh mehr Muskelgewebe stimulieren helfen. Ich glaube auch, dass die Aktivität auf Molekularebene im Innern der Muskelzellen und metabolisch für den gesamten Körper angekurbelt wird. Was sich mit volumenreichem Beintraining bewerkstelligen lässt, sofern man den Schmerzen aushält, dafür sind Tom Platz und Rich Gaspari gute Beispiele.


Der Körper eines Wettkampf-Powerlifters wird heftig in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe Videos gesehen, in denen du Kreuzhe- ben mit fast 320 kg machst. Was tust du, um dich von solchen Workouts zu erholen? Ich weiß, dass das zentrale Nervensystem, wenn ich Powerlifting mache, wahnsinnig gefordert wird, was nur mit guter Ernährung und viel Ruhe ausgeglichen werden kann. Ich habe immer gesagt, dass man im Studio nicht wächst, sondern nur Muskelgewebe aufspaltet, und jedes Mal, wenn ich nach einem abgehobenen, neuen Trainingsprogramm gefragt werde, antworte ich, dass das Programm keine Rolle spielt: Trainiert hart, aber esst und schlaft, um massiver und stärker zu werden. Wenn ich also dermaßen


„JEDER BODYBUILDER MUSS KRITISCH


BETRACHTEN, WO SEINE SCHWÄCHEN LIEGEN.“


schwer trainiere, nehme ich mir hinterher mehrere Tage frei, schlafe mehr, esse mehr und trinke mehr Wasser. Selbst die Wirkung von Massagen, Eisbädern und anderen therapeutischen Maßnahmen ist begrenzt. Natürlich sind Verletzungen und Verletzungsprävention eine andere Geschichte, wenn Eis und Tiefengewebs- massagen lindernd auf Entzündungen und Narbengewebe wirken, so dass das Blut wieder ungehinderter in den betroffenen Bereich hineinfließen und den Körper heilen kann. Aber Fazit bleibt letztlich, dass man essen und schlafen muss für ein Wachstum, und hierauf verwende ich den Löwenanteil meiner Disziplin und Beständigkeit, denn hier werden die Resultate geerntet. Ich nehme ein Multivitamin sowie essenzielle


Fettsäuren und ein paar Aminos, während ich auf Diät bin, aber die sind nur ein Auffangnetz. Mir ist klar, dass ein Vitaminmangel leistungsmindernd wirken kann, aber umgekehrt bringt die Mega-Dosierung von Vitaminen keine zusätzli- chen Nutzen. Nach dem Workout konsumiere ich ein Molkepulver und Kohlenhydrate, um einen Katabolismus abzuwehren, und esse eine Stunde später eine Mahlzeit. FLEX


FLEX 169


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