Der ehemalige Landeshauptmann (in Deutschland vergleichbar mit Ministerpräsident) Joschi Krainer ließ es sich nicht nehmen, seinen Freund Arnold im Museum in Thal zu besuchen, und zufällig schoss ich vor dem für ihn gestalteten Plakat dieses Foto als er gerade Arnold, dem Hausherrn Christian Blaha und Museums-Geschäftsführer Peter Urdl eine seiner berühmten Anekdoten erzählte.
Dieses Plakat hängt im gerade eröffneten „Arnold Schwarzenegger Museum“ in Thal bei Graz. Auf humorvolle Weise wurde hier in den neunziger Jahren Arnolds Unterstützung für seinen Freund und früheren Landeshauptmann der Steiermark, Joschi Krainer, dokumentiert. 2011 stellen sich diese Frage sicher viele seiner Fans.
SCHWARZENEGGER 2.011 WIE GEHT’S ARNOLD?
VON ALBERT BUSEK, CHEFREDAKTEUR FOTOS: ALBERT BUSEK
K 16
urz nachdem Arnold Schwarzenegger 2003 zum Gouverneur von Kalifornien gewählt wurde erschien erstmals der Begriff „2.0“
im Internet als Schlagwort in Anlehnung an die Versionsnummern von Software- produkten zur Abgrenzung älterer Nutzungsarten. „2.0“ steht seither für das absolut Neue. Aber wie alles Neue ist es irgendwann überholt. Inzwischen gibt es mit dem „JailbreakMe“ für das iPad2 auch schon eine Version „3.0“! In Anlehnung an diese Entwicklung und im Rückblick auf die seit Mai 2011 weltweit veröffentlichen Schlagzeilen in allen Medien zum Thema „Familie Schwarzenegger“ habe ich dieses Editorial mit „Schwarzenegger 2.011“ überschrieben – der Titel steht für Aktualität in dem Bereich, wofür „2.0“ eigentlich gedacht war: „Social Media“. Nun, von „sozial“ eingestellten Medien
kann man in diesem Zusammenhang bestimmt nicht sprechen. Eher davon, dass bei Personen der Zeitgeschichte jedwede Rücksicht auf das Privatleben total ignoriert und jeden Tag eine weitere
MUSCLE&FITNESS
Sau durchs Dorf getrieben wird, wie es im märkischen Volksmund heißt. Zu allem was in der „Privatsache Familie Schwarzenegger“ in den letzten Monaten veröffentlicht wurde kann man in einem Punkt voll und ganz zustimmen – es ist Privatsache. Auch auf meinem Monitor und in meinem Briefkasten landeten dubiose Fragen, die von Suggestion nur so trieften. Eine einzige habe ich beant- wortet und musste danach erklären warum ich Arnold Schwarzenegger für einen „Gentleman im besten Sinne des Wortes“ halte. Nun, ich kenne Arnold seit 46 Jahren
und war einer der „Ushers“ bei seiner Hochzeit mit Maria Shriver 1986. „Gentleman“ bedeutet für mich, dass man sich vor allem in schwierigen Situationen fair, tolerant, hilfsbereit und großzügig verhält. Auf Arnold Schwarzenegger trifft dies sicher zu. Dass er Fehler macht und alles andere als ein Heiliger, ist wissen Freunde, Familie und auch seine Fans. Als ich am 21. Juni 2011 erstmals und zunächst alleine das nun fertiggestellte Arnold Schwarzenegger Museum betrat
(Bericht darüber in dieser Ausgabe) war ich im ersten Stock wie vom Donner gerührt, als ich ein altes österreichisches Werbeposter mit der Überschrift „Wie geht’s Arnold“ las. Eine Frage, die ich mir selbst in den
Wochen davor immer wieder stellte und die sich bestimmt auch viele seiner Fans gestellt haben. Wenige Stunden vorher wurde mir diese Frage in typischer Arnold-Manier in Wien beantwortet – mit „action“. Als Hauptredner beim „Vienna Energy Forum 2011“ im Red- outensaal der Hofburg in Wien setzte er sich ebenso vehement wie kompetent für die weltweite Anerkennung und Unterstützung erneuerbarer Energien ein. Für diese großartige Rede war ihm der Beifall der etwa 1000 Delegierten aus allen Kontinenten sicher. Den Beginn seiner Rede hielt Arnold in deutscher Sprache, wobei er die Gelegen- heit vor allem dazu nutzte, sich zu bedanken. Hier einige Auszüge daraus: „Für mich war es schön, wieder einmal
in Österreich aufwachen zu können. Ich freue mich riesig, hier zu sein. Amerika ist zwar das Land der unbegrenzten Mögli-