M&F: Was ist das Wichtigste bei der Vorbereitung und was fällt Dir am schwersten? SB: Das Wichtigste ist die Motivation, Disziplin und Organisation, um eine Vorbereitung erfolgreich durchzuziehen. Der Rest ist angeeignetes Wissen und Erfahrung, die konsequent umgesetzt werden. Am schwersten fällt mir der Verzicht auf Süßigkeiten und Käse – da sind wir wieder bei der Disziplin.
M&F: Verwendest Du Nahrungsergänzungsmittel und wenn ja welche und warum? SB: Proteinkonzentrate, um meinen Eiweiß- bedarf zu decken und den Muskelaufbau zu fördern. In der Offseason genügt Wheykonzen- trat. In der Vorbereitung verwende ich Wheyisolat und Eggprotein, um Wasserspei- cherungen zu vermeiden. BCAAs um Muskelabbauprozesse zu unterbinden (früh morgens und beim Training) und um den Körper in einen anabolen Zustand zu versetzen. L-Glutamin zur Förderung der Regeneration und zur Stärkung des Immunsystems, sowie zur Maximierung des Zellvolumens. Fischöl, denn eine regelmäßige Einnahme führt zu einem reduzierten Körperfettanteil, gesteigerter Leistungsfähigkeit, verkürzten Regenerationszeiten und weniger Muskelkater, gesteigerter Sauerstoffverwertung, verbes- serter Verwertung anderer Nährstoffe und zu einem allgemein verbesserten Gesund- heitszustand. Fischöl ist für mich die Nummer 1 der Nahrungsergänzungen. Zink als wichtiges Mineral, welches an
der Produktion von Testosteron beteiligt ist. Zudem stärkt es die Abwehrkräfte und kann das Hautbild verfeinern.
M&F: Welches Trainingssystem bevorzugst Du und warum? SB: Ich vertrete den Ansatz: Weniger Volumen und dafür größtmögliche Intensität. In jedem Satz gehe ich bis zum Muskelversagen und trainiere nach der umgekehrten Pyramide. Das heißt, ich beginne mit dem schwersten Trainingsgewicht im ersten Satz. Die Wiederholungszahlen liegen meist im Bereich von 8 bis 15. Um die Intensität noch etwas zu steigern, trainiere ich auch sehr gern mit Super- und/ oder Reduktionssätzen. Mit diesem System setze ich schon mit relativ kurzen Einheiten starke Trainingsreize. Eine Trainingseinheit dauert ca. 45 – 60 Min. Wenn ich länger als eine Stunde brauche, habe ich irgendetwas falsch gemacht…zumal nach einer Stunde Training der Cortisolspiegel sehr stark ansteigt und die Regeneration beeinträchtigt. Wenn ich merke, dass ich ins Übertraining
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Sebastian debütierte bei der Int. DM 2001 mit einem Sieg (Junioren).
komme, weiche ich auch mal vom Trainings- plan ab und mache für ein paar Wochen Training nach Lust und Laune. Hier gehe ich dann nicht zwingend bis zum Muskelversagen.
M&F: Bist Du verletzungsanfällig? SB: Von kleineren Zipperlein in der rechten Schulter mal abgesehen, bin ich bisher von größeren Verletzungen verschont geblieben.
M&F: Was war Dein glücklichster Moment im Sport? SB: Ganz klar der Moment als der Zweitplatzi- erte bei der DM 2011 ausgerufen wurde und es diesmal nicht mein Name war. Damit stand ich als Sieger der DM 2011 im Classic Bodybuilding fest, ein unbeschreibliches Gefühl.
M&F: Was bedeutet Bodybuilding für Dich generell? SB: Fitness bzw. Bodybuilding ist ein fantastischer Sport, um sich selbst zu verwirkli- chen. Gleichzeitig ist es die beste Gesundheits- prophylaxe überhaupt und praktisch für Jedermann geeignet. Ich fühle mich durch den Sport stärker, gesünder, ausgeglichener und gehe selbstbewusster durch das Leben. Ich möchte nie darauf verzichten müssen!
M&F: Wo siehst Du Dich in den kom- menden Jahren? SB: Sportlich hoffe ich im Finale einer EM oder WM stehen zu dürfen. Beruflich habe ich hoffentlich meine Probezeit ohne Komplika-
LIEBLINGS- REZEPT IN DER VORBE- REITUNGSZEIT
EIKLAR-OMELETT
300 g Eiklar 50 g Harzer Käse (in kleinen Stückchen) 300 g Broccoli Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zwiebeln
Broccoli kurz aufkochen und anschließend in einer Pfanne anbraten, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Knoblauch zugeben. Danach Eiklar übergießen und Käsestückchen darüber streuen. Dann einen Glasdeckel auf die Pfanne und solange braten bis das Eiklar auf der Oberseite fest wird. Jetzt noch einmal vorsichtig wenden und ca. eine Minute von der anderen Seite braten.
tionen hinter mich gebracht und bin in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen worden. Im privaten Bereich wird sich in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich Nachwuchs ankündigen.