Sebastian Backstage mit Ronnie Coleman bei der Int. Bayerischen Meisterschaft 2007.
Sebastian Vetters mit seiner langjährigen Partnerin Anne nach der Siegerehrung zum Deutschen Meister 2011 in der Klasse Classic Bodybuilding.
Siegerfoto auf der Deutschen Meisterschaft 2011: Sebastian Vetters mit dem 1.Vorsitzenden des Berliner Landesverbandes, Stefan Zetzsche (links), und dem 2. Vorsitzenden Michael Williams (rechts).
Jahres werde ich meinen Dienst in einer geschlossen Polizeieinheit antreten. Es bleibt abzuwarten, wann mein nächster Start sein wird. Auf jeden Fall wird es ein internationaler Event werden.
SEBASTIAN VETTERS IM INTERVIEW M&F: Wie hast Du die Frühjahrssaison 2011 erlebt? SEBASTIAN VETTERS: Was soll ich sagen? Jede Meisterschaft ist anders. Auf jeden Fall ist es für mich immer wieder ein spannendes Erlebnis, egal ob es eine Deutsche oder „nur“ eine regionale Meisterschaft ist. Ein beson- deres Erlebnis, neben dem Gewinn der beiden Deutschen Meisterschaften, war die Int. Bayerische Meisterschaft 2007 als ich Ronnie Coleman live erleben durfte. Diese gewaltige Muskelmasse war doch sehr beeindruckend.
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M&F: Wie war die Stimmung im neuen Team? SB: Bisher bin ich ja immer für Brandenburg gestartet und das Team bestand in der Regel aus einem Athleten (mir) und meinem Betreuer. Daher musste ich mich um alles selbst kümmern. Dieses Jahr bin ich das erste Mal für den Berliner Verband gestartet und ich muss sagen, es war echt klasse. Der Verband hat alles organisiert und sich toll um einen gekümmert. An der Stelle möchte ich mich nochmals bei Michael Williams bedanken, der alle Berliner Athleten bei der Deutschen super betreut hat. Zudem war es für mich mal angenehm, mit so netten Leuten im Team bei einer DM anzutreten anstatt wieder als „Einzelkämpfer“.
M&F: Wie bist Du überhaupt zum Bodybuilding gekommen?
SB: Den Entschluss traf ich selbst, weil ich sportlicher werden und etwas am Bauch abnehmen wollte. Mittlerweile bin ich nun schon über 13 Jahre mit Begeisterung am Eisen. M&F: Wie nimmt Dein unmittelbares Umfeld Deine „Classic“-Aktivitäten auf? SB: Meine Eltern akzeptieren meinen Sport und freuen sich mit mir, wenn ich Meister- schaften gewinne. Auf der anderen Seite wäre es ihnen lieber, würde ich den Sport nicht mehr auf Wettkampfniveau betreiben. Sie bekommen in jeder Vorbereitung mit, wie sehr ich mich für den Erfolg quäle, und machen sich Sorgen. Meine Freundin sieht es ähnlich, aber sie weiß, wie wichtig die Wettkämpfe für mich sind, und hat sich mittlerweile mit den Vorbereitungen arrangiert (solange ich nicht jede Saison starte). Aber sie ist auch jedes Mal froh, wenn eine Saison vorbei ist und der Sport nicht mehr allerhöchste Priorität hat.
M&F: Wann und warum ist die Entscheidung für Wettkämpfe gefallen? SB: Der Entschluss fiel im Sommer 2001. Ich hatte für mich selbst das erste Mal richtig Diät gemacht und das Ergebnis war ganz passabel, so dass der Studiobesitzer einfach ein paar Bilder von mir dem Landesverband Branden- burg zukommen ließ. Der Verbandsvorsitzende meinte nur: „Der Kerl muss auf die Bühne“. Ich hatte ja nichts zu verlieren, also wagte ich den Versuch und bin noch im selben Jahr in der Juniorenklasse bis 80kg angetreten. Mit durchschlagendem Erfolg. Ich gewann auf Anhieb den Titel „Int. Deutscher Junioren- meister“.