Der Waliser Drache hat damit gerechnet, den Namen „Flex Lewis“ nach den Worten „auf dem ersten Platz“ zu hören. Fast jeder schien damit gerechnet zu haben. Beim Olympia 202 Showdown war er einer der zwei Athleten, die zum Schluss auf der Bühne standen. Nachdem er 2010 eine Wettkampfpause eingelegt hatte, um mehr Masse aufzubauen, war er letztes Jahr mit Macht zurückgekehrt. Er gewann einen 202-Wettkampf, schaffte es in beiden offenen Wettkämpfen, an denen er teilnahm, ins Posedown und setzte sich gegen zwei Athleten – Toney Freeman und Hide Yamagishi – durch, die beide beim Mr. O 2011 einen Top 10-Platz belegten. Und dann stand er dort, in der Form seines Lebens, und wartete darauf, dass sein Name fiel. Seine Arme waren in sieben Jahren von einer großen Schwäche zu einer wahnsinnigen Stärke mutiert. Rücken und Gesäß hatten mehr Details als die aller anderen Olympia-Teilnehmer der 202- oder der offenen Klasse. „Kevin English!“ Lewis´ Kinn sank auf seine Brust.
90 FLEX
mir oft Powerlifter als Partner gesucht, weil mich ihre Intensität ansteckt und ich jemanden will, der mich kraftmäßig herausfordert.“ Oberstes Gebot: jemanden zu finden, der zuverlässig ist und kompetent Hilfestellung leisten kann. Außerdem ist es ideal, wenn die Person ein vergleichbares Kraftniveau hat und mit ähnlicher Intensität trainiert. Vor schweren Übungen legt der sonst lebhafte Lewis Wert auf einen Moment der Stille, um sich mental auf das Metall zu fokussieren, aber auch die richtigen Worte der Aufmunterung bringen ihn in Fahrt.
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PARTNER „Gewöhnlich trainiere ich mit ein oder zwei Partnern“, sagt er. „Ich habe
„ICH HABE MIR OFT POWERLIFTER ALS PARTNER GESUCHT, WEIL MICH IHRE INTENSITÄT ANSTECKT UND ICH JEMANDEN WILL, DER MICH KRAFTMÄSSIG HERAUSFORDERT.“
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MOTIVATION „Für Kreuzheben putsche ich mich mental dermaßen auf, dass ich eine Weile brauche, um
wieder runterzukommen“, kommentierte er 2009 sein Rack-Kreuzheben mit über 300 kg. „Die Gedanken sind ein unglaubliches Werkzeug. Ich denke an all die Dinge, von