Die Redaktionszentrale der FLEX ist von Woodland Hills (wo wir das Magazin vor
fast 30 Jahren starteten) nach New York City umgezogen. Der Standortwechsel fand im letzten Jahr statt, und Sie können sich vorstellen, dass es schwierig für mich war, mitanzusehen, wie das Magazin aus der Erwin Street auszog, weg aus den Räumlichkeiten, die ich so liebe und immer noch regelmäßig besuche. Die Muscle & Fitness war schon vorher nach New York umgezogen, so dass ich das Ganze zum zweiten Mal durchmachte. Diese Situation führte mir vor Augen, dass es zwar hart ist (und einem sogar das Herz brechen kann), aber dass man trotzdem manchmal aufbrechen, sich zu einem Tapetenwechsel entschließen muss. Ich wünschte, ich könnte weiterhin das
Gebäude in Woodland Hills aufsuchen und dort das Redaktionsteam sowohl der FLEX als auch der Muscle & Fitness bei der Arbeit antreffen, aber New York als Mittelpunkt des amerikanischen Zeitschriftenverlagswesens ist für beide Magazine zweifellos der beste Standort. Waren Sie schon mal in einer solchen Situation? Bezogen auf Ihr Privatleben meine ich, nicht auf Zeitschriften? Haben Sie je einen Ort verlassen, der sehr lange Ihre Heimat war, und unter der „Trennung“ gelitten? Wahrscheinlich haben Sie das. Aber was Sie im Nachhinein wahrscheinlich auch gemerkt haben, ist, dass Ihnen der Wegzug, das Verlassen Ihrer Komfortzone geholfen haben, eine „rundere“ Persönlichkeit zu werden. Dieses Gefühl habe ich, wenn ich an die FLEX und M&F denke. Obwohl es schwer war, sie von dannen ziehen zu sehen, war es letztlich doch das Beste und ich glaube, die Magazine haben davon profitiert.
26 FLEX Manchmal muss man es einfach wagen, seine
Komfortzone zu verlassen. Diesen Ratschlag gebe ich so oft ich kann, denn ich bin fest von seinem Wert überzeugt. Es ist leicht, es sich in einem Umfeld bequem einzurichten und weiter das zu machen, was man immer gemacht hat, über Jahre oder sogar über Jahrzehnte hinweg. Für viele ist das okay, andere fangen an, zu merken, dass sie bei aller Gemütlichkeit längst auf Autopilot geschaltet haben und sich nicht so nach vorn entwickeln wie sie es sollten. In diesem Fall ist eine Veränderung notwendig, um ein anhaltendes Wachstum sicherzustellen. Treten Sie also einen Schritt nach hinten und werfen Sie einen Blick auf Ihr Leben – Ihren Job, Ihre Lebenssituation, auch auf Ihr Trainingsprogramm. Spulen Sie all diese Dinge mechanisch ab? Brauchen Sie eine Veränderung und eine neue Herausforderung im Job oder im Studio oder bei beidem? Verlassen Sie
Weider und seine Assistentinnen Celia Gigliotti (l.) und Peggy Sukawaty (r.)
Ihre Komfortzone. Treten Sie in Aktion, auch wenn der Schritt gewagt ist. Natürlich müssen Sie zuerst die Pros und Contras abwägen, aber sofern er Ihnen grundsätzlich offensteht, sollten Sie einen Tapetenwechsel ernsthaft in Erwägung ziehen. Es war schwer für mich, die FLEX ins ferne New
York abwandern zu sehen, aber es zeichnet sich schon jetzt ab, dass das Magazin von der neuen Perspektive profitiert. Ich schlage nicht vor, dass jeder einfach die Koffer packt und schon morgen seiner alten Umgebung den Rücken zukehrt. Aber wenn Sie in Ihrem Herzen spüren, dass Sie einen Tapetenwechsel nötig haben, eine neue Perspektive, sollten Sie zumindest ernsthaft darüber nachdenken. FLEX