mein Kreuzheben dieses Jahr eingeschränkt habe, beeinträchtigt es mein Quadrizepsworkout nicht, dass es so nah an meinen Beinen liegt. An der Ernährungsfront ist alles auf eine
Vorbereitungsdiät ausgerichtet. Ich wiege nach wie vor 125 kg, bin ich also nicht viel schwerer als bei der Arnold (etwa 18-21 Pfund). Ich bin zu der Schluss- folgerung gelangt, normalerweise meine besten Zuwächse während meiner Vorbereitungsdiät zu erzielen. Damit meine ich, dass das die Zeit ist, wenn ich am härtesten trainiere und am besten auf eine strikte Diät fokussiert bin. Warum sollte ich dann einen Haufen Mist mit in den Topf werfen, der mich vom Kurs abbringt? Meine Kalorienzahl habe ich verdoppelt und ein paar gesündere Sachen (wie Obst und Gemüse) einbezogen, von denen ich glaube, dass mein Körper sie gut gebrauchen kann. In dieser Phase werde ich sehen, wie gut das funktioniert. Ich habe auch beschlossen, mein Cardio
in künftigen Jahren weiter nach oben zu klettern. Da die Beine mein Fokus sind, habe ich ihnen einen eigenen Trainingstag gewidmet und ihn zwischen zwei Ruhetage gepackt. Mein Torso ist die stärkste Partie meines Körpers,
weshalb ich Rücken, Brust und Schultern alle an nur zwei Tagen trainierte. Daran schloss ich einen Ruhetag an, um sicherzustellen, dass ich gut erholt war für das Training von Armen und Quadrizeps, die ich bis zum nächsten Jahr ebenfalls gern massiver machen würde.
beizubehalten, um meine Beine locker und meinen Stoffwechsel auf Touren zu halten. Meinem Gefühl nach trägt das Cardio sehr zur Erholung meiner Beine bei und zu meinem gesamten Wohlbefinden. Kann sein, dass ich hier etwas langsamer treten werde, wenn ich erst tiefer in der Offseason stecke, aber komplett streichen werde ich es nie. Ich bin der festen Überzeugung, Cardio sollte bei allen, die Probleme mit dem Essen oder mit dem Aufbau ihrer Beine haben, ein fester Bestandteil der Offseason sein. Ich weiß, manche werden sagen, dass das,
was ich mache, nicht gerade nach einem Rezept klingt, um riesig zu werden! Ich widerspreche.
Für meinen Körper ist es meiner Meinung nach nicht nötig, sehr massiv und dick zu werden. Versteht mich nicht falsch, ab und zu über die Stränge zu schlagen, zum Beispiel mit Junk Food, ist, denke ich, für den Körper zu verkraften, aber ich will mein Fettprozent dieses Jahr, während ich mein eigenes Ding drehe, niedrig halten. Auf die Art weiß ich, was für mich am besten funktioniert, wenn ich definiert werden will, und außerdem, wie mein Körper aussieht und wo er Muskeln aufbaut. Ich werde das solange durchziehen wie ich glaube, dass es funktioniert, und wenn ich eine neue Phase starte,werde ich euch auf dem Laufenden halten, was funktioniert und für wie lange. Was mich persönlich betrifft, war ich im April
endlich in Deutschland auf der FIBO! Es hat mich unheimlich gefreut, meine Unterstützer auf der anderen Seite des Teichs zu treffen. Scitec Nutrition hatte mich vor nicht allzu langer Zeit nach Paris fliegen lassen, aber die FIBO war zehnmal größer und damit, um es gelinde auszudrücken, ziemlich umwerfend. So ätzend ich es fand, 10 Stunden im Flugzeug sitzen zu müssen, war es die Sache doch wert, den vielen tollen Fans zu begegnen und zum ersten Mal Deutschland zu erleben. Bevor ich zum Abschluss komme, möchte ich
mich bei all meinen Unterstützern entschuldigen, die gehofft haben, mich dieses Jahr noch einmal auf der Bühne zu sehen. Ich hatte ursrünglich überlegt, die Chicago Pro im Juli zu machen, aber nachdem ich mit vielen Leuten gesprochen habe, die, hoffe ich, meine besten Interessen im Sinn haben, werde ich es nun doch bleiben lassen. Der einfache Grund ist der, dass ich mich meiner Meinung nach an einem Scheideweg stehe: entweder einer der Top-Kerle des Sports werden oder ein Durchschnittsbodybuil- der bleiben. Klar könnte ich in Chicago eventuell gewinnen, aber für meine langfristige Karriere wäre dieser Sieg nicht sehr bedeutungsvoll. Mein Ziel ist, beim Olympia 2013 die Top Sechs zu knacken, und mit 114 kg Wettkampfgewicht würde ich das kaum schaffen. Wenn ich dagegen mit 118 oder 120 kg auf die Bühne trete, bin ich in meinen Augen schwerer zu schlagen und schwerer zu übersehen. Bei denjenigen FLEX-Lesern, die meine Entschei- dung verstehen, bedanke ich mich, dass sie mir treu bleiben; den anderen werde ich nächstes Jahr beweisen, dass es eine gute Entscheidung war, wenn meine Faust zum Sieg in die Luft gereckt sein wird! FLEX