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MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON ANN FREDERICKS (2)


gesamten Körpers bearbeitet. „Sie werden alle massiert“, sagt Chris


Frederick, „aber man kann die Gelenkkap- sel nicht mit den Händen berühren, weil sie zu tief liegt. Diese Methode kann es. Wir ‚lösen Verklebungen’ in den Hüften aus der tiefsten Ebene, indem der Muskel um die Gelenkkapsel herum lockerlassen kann.“


Dieses „Entkleben“ ist zum größten Teil eine neurologische Reaktion. Anstatt das zentrale Nervensystem (ZNS) eines Athleten mit aggressivem, statischem Dehnen zu attackieren, „versöhnen“ die Fredericks das System - beruhigen es und bewirken, dass die Muskeln und Bindege- webe entspannen und sich lockern.


FOOTBALL-SPEZIFISCH Jedes Programm, das die Fredericks erstellen, ist speziell auf die körperlichen Anforderungen der individuellen Position eines Spiels ausgerichtet. Ein älterer Quarterback wie McNabb, der eher am Ende seiner Karriere steht, wird ganz andere Bedürfnisse haben als ein junger Running Back wie Hightower. „Wenn man ihren individuellen Bedarf


betrachtet“, sagt Ann Frederick, „muss man beachten, wo sie verspannter sind. Beim Football sind es die Hüftbeuger, weil so viele Positionen aus einer gebeugten Position beginnen, wo sie starten müssen. Ich interessiere mich nur dafür, was auf dem Feld passiert.“


ANAMNESE Selbst der Prozess, den die Fredericks nutzen, um den individuellen Bedarf eines Athleten herauszufinden, ist sportspezi- fisch. Die Hauptidee ist, zu sehen, wie leicht sich Spieler in und aus ihren Footballpositionen bewegen können - und dann ihre Flexibilität so sehr zu verbes- sern, dass sie das Gefühl haben, als ob ihre einschränkende „Handbremse“ gelöst wurde. „Wir werden sie im Stehen und bei Kniebeugen betrachten“, sagt Chris Frederick. „Sie werden ihre Position einnehmen, ob eine Drei-Punkte-Stellung oder etwas anderes, und wir können direkt vom Start eine Einschätzung vornehmen.“ Sobald ein Athlet auf einem Tisch liegt, suchen die Fredericks nach jeglicher Diskrepanz bei der Beinlänge, achten genau auf die Bewegung des Hüftge- lenks, um zu sehen, ob eine Seite des Beckens verglichen mit der anderen


gekippt ist. „Wir achten auf die Arten von Asymmetrie, die ihnen Probleme machen werden“, sagt Chris Frederick.


INDIVIDUALISIERUNG Eine Beschwerde, die man oft von Footballtrainern hört, ist, dass ein Spieler „seine Hüften nicht öffnen kann.“ Dieser Mangel wird fast immer mit schlechter Genetik erklärt, laut Frederick eine Fehleinschätzung, denn sie hält das Problem für korrigierbar. „Defensive Backs werden im Laufe der


Zeit so steif in ihren Hüften“, sagt Ann Frederick, „dass sie die Fähigkeit verlieren, ihre Schrittlänge zu öffnen. Da unsere Technik von der Gelenkkapsel nach außen arbeitet, sind wir in der Lage, tief genug einzugreifen und ihre Hüften zu öffnen. Ich nenne es ‚Entfesseln der Power des Gesäßes.’“ Ann Frederick sagt, dass die Muskula-


tur von Positionsspielern wie Defensive Backs und Wide Receivers dazu neigen, vorrangig schnell zuckend zu sein, im Gegensatz zu Linemen, die eher endomorph sind. Mit anderen Worten, eine Dehnung passt nicht für alle Spieler. „Man kann für einen Offensive Lineman nicht dasselbe machen wie für einen Wide Receiver“, sagt Chris Frederick, „und dort müssen die Parameter für Stretching angepasst werden, so wie das auch bei anderen Aspekten des Trainings ist.“ M&F


3 SCHNELLE TIPPS Sie sind vielleicht nicht in der Lage, für eine Einschätzung durch die Fredericks nach Arizona zu fliegen, aber Sie können ihre Ratschlage nutzen. Hier sind drei Dinge, die Sie vor Ihrer nächsten Trainingseinheit tun sollten:


1. Öffnen Sie Ihre Hüften: Bevor Sie Kniebeugen machen oder laufen, dehnen Sie Ihre Hüftbeuger, Gesäß- muskeln, Quadratus lumborum- und Latissimus dorsi-Muskeln - die Gruppe, die Ann Frederick die „core four“ nennt.


2. Dehnen Sie vom Kern aus: Dehnen Sie die Bereiche, die der Mitte Ihres Körpers am nächsten sind, gehen Sie dann nach außen zu Ihren Extremitäten. Das wird Ihre Kernregi- onen zuerst lockern und Ihnen Bewegung ermöglichen.


3. Dehnen Sie warm: Steigern Sie die Kerntemperatur Ihres Körpers, indem Sie in einer warmen Umgebung dehnen. Wärme stimuliert den Blutfluss und das Schwitzen, und es entspannt den Körper und verbessert Ihre Reaktion auf das Stretching.


Übernommen aus dem Buch Stretch to Win von den Fredericks (Human Kinetics, 2006)


Für die 1,57 m große Ann Frederick geht es bei Flexibilität um Hebelkraft.


„SIE KÖNNEN FÜR EINEN


OFFENSIVE LINEMAN NICHT DASSELBE MACHEN WIE FÜR EINEN WIDE RECEIVER.“


MUSCLE&FITNESS 179


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