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Diät zu planen, aber denken selten darüber nach, wo sie all das ihrer Hoffnung nach hinführen soll.


V


iele Profi-Bodybuilder haben eine klare Strategie für ihr Training, aber nicht für ihr Leben. Sie verbringen das ganze Jahr damit, sorgfältig ihre Workouts, ihr Cardio und ihre


SCHNAPPSCHUSS


NAME: Dan Hill


GEBURTSDATUM: 21. Februar 1986


GEBURTSORT: Frankfurt/Main, Deutschland


LEBT IN: Frankfurt/Main und Los Angeles


GRÖSSE: 181 cm


GEWICHT: 116 kg Wettkampfgewicht; 129 kg offseason


WETTKAMPFHÖHEPUNKTE:


Dreifacher Deutscher Gesamtsieger der Junioren; Junioren-Weltmeister 2010


AMBITION:


Einen guten Lebensunterhalt aus dem Bodybuilding zu erzielen.


TRAININGSRAT: Es geht nur um den Fokus - nicht um das Gewicht. Sie müssen die Kopf-Muskel-Verbindung herstellen.


SPONSOR: Multipower Professional


KONTAKT: www.bigdanhill.tv


Sie glauben, dass Erfolg auf der Bühne seine Belohnungen bringen wird, aber das ist nur selten der Fall. Die kalte Wahrheit ist, es gibt dort draußen mehr gute Körper als der Sport unterhalten kann, und nur sehr wenige Bodybuilder verdienen, selbst auf höchstem Niveau, einen guten Lebensunterhalt. Was diejenigen, die es tun, von den anderen unterscheidet, sind nicht nur Muskeln - es ist Marketing. Dan Hill versteht das. Dan, 25, ist nicht nur einer der jüngsten IFBB-Profis, er ist wohl auch einer der klügsten. Natürlich will er Erfolg auf der Bühne haben, aber sein Hauptfokus ist, es abseits davon zu schaffen. Für ihn ist das Wettkampfbodybuilding ein Mittel zum Zweck, anstatt ein Zweck an sich. Der Sport ist ein Geschäft und er sieht sich selbst als eine Marke. Dan nahm diesen professionellen


Denkansatz an, noch bevor er Profi war, und vor drei Jahren wählte er den ungewöhnli- chen Schritt, ein Medienteam zu engagieren, um ihn zu promoten. Es war eine mutige Entscheidung für einen jungen Kerl, der über Deutschland hinaus kaum bekannt war, aber es funktionierte. Er ist jetzt ein international


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bekannter Name, der einen Sponsor-Vertrag mit der Sporternährungsfirma Multipower Professional hat; er hat mehr als 60 Fototer- mine in den letzten zwei Jahren absolviert; er hat zwei DVDs produziert und seine eigene Website auf die Beine gestellt - und wir meinen nicht die billige, selbst designte Variante, sondern eine sehr professionelle Site mit Gratis- und kostenpflichtigem Inhalt. Man muss nicht viel Zeit in Dans Gesellschaft verbringen, um zu entdecken, dass er ein kluger Kopf ist. Er beteiligt sich nicht an den üblichen Hetztiraden über Kampfrichter oder verunglimpft seine Profi-Kollegen. Stattdessen spricht er ruhig und höflich und sieht immer das große Bild. „Mein Sport ist ein Geschäft und deshalb


wird das Geschäft mein Sport“, sagt er. „Ich liebe das Bodybuilding. Es ist meine Leidenschaft, aber es geht nicht nur darum, der beste Kerl auf der Bühne zu sein. Arnold war nicht nur wegen seines Körpers der beste Bodybuilder. Er war es auch, weil er Arnold ist. Das Bodybuilding ist auch eine Show und viele Menschen vergessen das.“ Dan wurde in Frankfurt am Main geboren, verbringt jetzt aber mehr als die Hälfte des


Jahres in Los Angeles, Kalifornien. Er fühlt sich in der Englisch und Deutsch sprechen- den Welt wohl. Sein Englisch ist perfekt - beide Eltern sind Englisch-Lehrer. Sein Nachname hört sich sogar nach einem englischen Namen an, aber Dan korrigiert dieses Missverständnis schnell. „Es ist eigentlich ein alter deutscher Name“, sagt er. „Also haben Menschen in England, die ‚Hill’ heißen, einen deutschen Namen.“ Er ist nicht immer muskulös gewesen. Er fing ursprünglich mit 14 Jahren mit dem Training an, um etwas Fett loszuwerden, machte aber nur Cardio und sein Gewicht fiel von 74 kg auf 53 kg. Bei einer Größe von 1,83 m war er ein richtig dünner Teenager. „Ich bin extrem in allem, was ich tue“, sagt er. „Sobald ich mich entschied, Fett zu verlieren, machte ich das in fast ungesundem Ausmaß.“ Ein Foto von Arnold zeigte ihm, dass es noch einen Weg gab, also fing er mit dem Gewichtstraining an und gab sich abermals nicht mit halben Sachen zufrieden. „Mit 16 fing ich ernsthaft damit an“, sagt er. „Ich stand um 4 Uhr auf und ging morgens vor der Schule ins Studio, absolvierte dann ein zweites Workout, bevor ich nach Hause ging,


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