Liegendes Kurzhantel-Seitheben für die hinteren Deltas
Konzentrationscurls
in Los Angeles und den Rest in Frankfurt. Amerika passt zu seinen professionellen Ambitio- nen, aber nicht notwendi- gerweise zu seinen sportlichen. „Ich liebe Amerika und die Möglichkeiten, die man dort hat“, sagt Dan. „Aber sie haben ihren Preis. In LA muss man pro Monat 4.000 bis 5.000 Dollar verdienen, um zu überleben. Man muss viel
rung im Geiste schon vorgenommen“, sagt er. „Ich habe nie gedacht, dass ich auf der Amateurbühne stand - ich dachte, ich bin in der Bodybuildingbranche. „Natürlich will ich gewinnen und einen optimalen Körper präsentieren, aber ich bin nicht allzu besessen vom Gewinnen. Ich will durch das Bodybuilding ein gutes Leben haben. Es geht nicht nur um Trophäen; es geht darum, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Viele Bodybuilder vergessen das und diese Fehleinschätzung erzeugt viel von der Frustration, die sie spüren.“ Dans Streben nach seinem Traum hat ihn denselben Weg über den Atlantik von Europa nach Amerika geführt, den Arnold vor 40 Jahren gegangen ist und dem viele andere seitdem gefolgt sind. Er ist nicht auf gut Glück geflogen, in der Hoffnung, Arbeit zu finden. Er machte auf sich aufmerksam, bevor er ging, und stellte sicher, dass, wenn er ankam, er die Unterstützung von einigen einflussrei- chen Figuren in dem Sport mit Gold´s Gym Ruhm hat, wie Ed Connors. Er verbringt jetzt ca. acht Monate im Jahr
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härter arbeiten und das bringt einen weg vom Dasein als Athlet. Man ist wahrscheinlich ein besserer Athlet, wenn man in Europa bleibt und die Ablenkungen meidet. Aber man wird nicht dieselben Chancen erhalten.“ Dan tat sich kürzlich mit einem anderen deutschen Bodybuilder, der nach Amerika gezogen ist, zusammen - dem legendären Günter Schlierkamp. Multipower Professio- nal nahm das Paar unter Vertrag, um seine Professionelle Produktreihe zu bewerben, und die beiden scheinen gut zusammenzu- passen - der alte und der neue Profi aus Deutschland, die den amerikanischen Lebensstil angenommen haben. Günter teilt auch Dans zupackende Einstellung und positive Lebenseinstellung, agiert als sein Mentor. „Ich habe eine Legende an meiner Seite, die mich jetzt coacht“, sagt Dan. „Das kann mir nur helfen.“ Die beiden Männer arbeiten an einem Internet-Projekt namens „Der Weg zum Erfolg“, in dem sie zusammen trainieren und abhängen, den Sport als spaßigen und begehbaren Weg bewerben. „Spaß“ ist ein Wort, das Dan und Günter viel verwenden - sie glauben, dass er dem Sport geraubt wurde und dass das Bodybuilding jetzt als Domäne von knurrenden Freaks gesehen wird, was die allgemeine Öffentlichkeit von dem abschreckt, was ein gesunder und attraktiver Lebensstil sein kann.
„Es geht darum, den Traum zu leben“, sagt
Dan. „Die meisten Menschen haben Fotos von Arnold gesehen, auf denen er am Strand mit schönen Frauen lächelt. Sie sehen aus, als würden sie zu einem goldenen Zeitalter gehören. Jetzt scheinen wir nur böse aussehende Freaks zu haben. Wir wollen positive Bilder erschaffen. „Ich bin nicht beeindruckt von Bodybuil- dern mit großen Muskeln. Ich bin beein- druckt von der Art, wie sie mit Menschen interagieren und der Aura, die sie haben. Viele Bodybuilder sind arrogant und behandeln andere Menschen als den Feind. Das ist in meinen Augen völlig falsch. Eine Firma heuert dich nicht wegen deiner Muskeln an, sondern weil du ihre Einstellung und Werte repräsentierst.“ Dans freundliche und intelligente
Persönlichkeit macht ihn sicherlich zu einem guten Botschafter. Aber natürlich haben viele Kerle diese Eigenschaften, aber sie haben nicht seinen Körper. Er hat Muskeln mit super schwerem, hochintensivem Training wie der sechsfache Mr. Olympia aus England, Dorian Yates, aufgebaut. Er trainierte früher jeden Tag, manchmal zweimal pro Tag, aber er hat das jetzt etwas reduziert, trainiert fünf- oder sechsmal pro Woche und nicht die ganze Zeit allzu schwer.