Masse für dieses Wettkampfniveau. McGrath ver- liert zusammen mit Evgeny Mishin den Kampf um die Top 15, während die Veteranen Johnnie Jackson und Craig Richardson ihre Stärken nutzen und es erneut in diesen Kreis schaffen. Johnnie Jacksons obere Hälfte kombiniert mit Richardsons unterer Hälfte würde einen Top-6-Platz ergeben. VORLETZTER VERGLEICH Von links nach rechts: Martinez, Wolf, Greene und Dexter Jackson. Es ist schwierig, den wandelnden Rorschachtest Dennis Wolf, 122 kg, einzuschätzen. Er gewinnt die Doppelbizeps Vorderseite und die Latissimus von vorn, ist aber in den seitlichen Posen aufgrund sei- ner schwachen Beinbizeps unterlegen. Und von hinten bietet er ein zweigeteiltes Bild: Die Breite seines Oberkörpers löst Staunen aus, aber das Fehlen von Linien und Kurven weiter unten ent- täuscht. Ich sehe ihn mit Greene im Rennen um den dritten Platz. Genau wie die Beurteilung von Wolfs Körper vom Auge des Betrachters abhängt, ist auch Greenes frappierende Ansammlung von Kör- perpartien Auslegungssache. Er hat mehr als genug Masse für eine Sandow und ich favorisiere ihn in der seitlichen Brustpose (in erster Linie wegen seinen starken Beinen) und der Latissimus Rückenseite (wegen seiner Dichte von oben bis unten), aber seine Chancen auf eine Sandow wären am besten, wenn er 10-15 Pfund leichter antreten würde und mit einem Netz aus Streifen zusätzlich zu seiner schockierenden Muskelmasse. Die beiden Veteranen, Martinez (Zweiter des
Mr. O 2007) und Jackson, Mr. Olympia 2008, sind beide nicht in Bestform, aber auch nicht so weit von ihr entfernt, um außerhalb der Top 6 zu lan-
cher) gewesen. Nach einem sechsten Platz letztes Jahr ist der 103 kg schwere Ronny Rockel mit einem Mangel an Furchen in der Rückansicht, verschwom- menen Bauchmuskeln und insgesamt weniger Masse die Enttäuschung des Wettkampfs. Ich sehe den 39-Jährigen Deutschen nicht in der Top 10. Free- man, 45, erzielt dank seiner überragenden Breite seine höchste O-Platzie- rung in drei Jahren. Und der Japaner Yamagishi ist zwar der schmalste Athlet der Gruppe, zeigt aber in der so wesentlichen Doppelbizeps Rückenseite genügend Vertiefungen, um im dritten Jahr hintereinander die Top 10 zu knacken. DRITTER VERGLEICH Der Athlet, dem ich statt „The Rock“ einen Platz in den Top 10 geben würde, steht zusammen mit fünf anderen Männern in diesem Vergleich und rückt am Samstag einen Platz nach vorn auf Rang 12: Ed Nunn. Er ist nah dran an seiner Spitzenform, bringt eine fabelhafte X-Sta- tur, sein Markenzeichen, auf die Bühne sowie die besten Bauchmuskeln des Wettkampfs. Allerdings ist sein Rücken schwächer als der aller anderen Teil- nehmer, was ihn davon abhält, weiter nach oben zu klettern. Wie in den zwei- ten werden auch in diesen Vergleich zwei Rookies geholt: der Südafrikaner Marius Dohne und der Kanadier Frank McGrath – beide benötigen mehr