WETTKÄMPFER 22 Vielleicht was? Egal. Vergessen Sie die ersten 21 Männer. So stark ist die Wirkung von Heath, als er in die Mitte der Bühne stampft und eine entspannte Haltung einnimmt. Version 1.0 (98 kg) wurde bei der USA 2005 gezeigt, während wir bei der Ironman Pro 2008 zum ersten Mal mit der Version 2.0 (105 kg) konfrontiert wur- den. Jetzt präsentiert sich Heath genau zum richtigen Zeit- punkt vollkommen neu. Die Version 3.0 wiegt 113 kg, nur zwei Pfund mehr als letztes Jahr, aber weil er definierter und muskulöser antritt, ist der Unterschied unübersehbar. IMAX-Dimensionen mit 3D-Dichte und hochauflösenden Details – der erste durch und durch moderne Körper des 21. Jahrhunderts, der neue Prototyp für Exzellenz im Body- building. „Ich war in der Lage, meine Schwächen in Stär-
ken zu verwandeln“. Diese Worte stammten von ihm, und jetzt liefert er den Beweis. Sein Schlüs- selbein wird immer schmal sein, aber dank beeindruckender Deltas merkt man das kaum. Seine Brustmuskeln, einst flach, zählen nun zu den tiefsten der Welt. Genauso seine Lats: früher
eine Schwäche, gehören die zwei Posen von hinten nun zu seinen Highlights. Andererseits ... jede seiner Posen ist ein Highlight. Wettkämpfe basieren auf Vergleichen und jeder Athlet sieht für sich allein besser aus. Als der 31-jährige Heath nacheinander seine Pflicht-
posen absolviert und die Zuschauer staunen, vor Schock die Köpfe schütteln und dann, wenn er eine Pose fixiert, in ohrenbetäubendes Jubeln ausbrechen, ist der Wettkampf entschieden. Sogar einige Legenden gestehen eine Gänse- haut ein, als Heath in seiner Doppelbizeps Rückenseite und Most Muscular mit den Händen vor dem Körper absolut überzeugt. Die Zukunft hat begonnen.
WETTKÄMPFER 14 Nach Wettkämpfer Nummer 1 (Wolf) schafft es das Dutzend, das folgt, nicht, den Zuschauern anhaltende Beifallskundgebungen zu entlocken, obwohl die Nummer 7 (Victor Martinez) und die 10 (Dexter Jackson) hörbar auf Gefallen stoßen. Dann setzt sich Greene zur Mitte der Bühne in Bewe- gung und löst ein Donnern aus. Er sieht aus, als hätte jemand einen typischen Olym- pia-Teilnehmer genommen und überall 30 zusätzliche Pfund draufgepackt. Der visuelle Schock, den so viel schiere Muskelmasse erzeugt, kann eine Reizüberflu- tung zur Folge haben, was speziell für seinen Rücken und seine Beine gilt, die wie die einer Cartoonfigur wirken. Doch als der Schock verebbt, wird klar, dass Greene mit 123 kg nicht die Ansammlung feiner Details besitzt, die seinen Körper in Bestform kennzeichnen. Sein Vastus lateralis ist gestrichelt, aber seine obere Hälfte etwas verschwommen. Trotzdem, wenn er seine tief hängenden Lats oder die Querstrei- fen in seinen Beinbizeps oder seine scheinbar bis zur Decke aufragenden Bizeps in Szene setzt, denken viele im Zuschauersaal, na ja, vielleicht ... aber nur vielleicht.