dezu unglaubliche Härte auf die Bühne brachte – es gibt noch viel zu tun. Dabei muss er sich vor allem seine für einen so schweren Athleten geradezu sensationell schmale Taille erhalten. Der Rücken kann zwar im oberen Bereich mit jedem mithalten, aber im unteren Bereich und beim „langen“ Lat muss er nachlegen. Die Oberschenkel dürfen auf Kosten geringerer Teilung nicht noch mächtiger werden, der Bizeps muss an Höhe gewinnen und was die Waden betrifft, hilft nur eines – das Arnold Programm! Es ist nachzulesen in Arnold’s Büchern und in vielen Fachartikeln. Nur mit dieser „Arnold-Einstellung“ (Arnolds Waden waren zu Beginn wirklich sehr, sehr schwach) wird Dennis diese deutli- che Schwäche beheben können und vielleicht, wie sein Vorbild Arnold, eine Stärke daraus machen. Großar- tig war wieder einmal Dennis’ klassisches Posing. Perfekt choreografiert und ideal auf seinen Körper abgestimmt. In manchen Phasen des Wettkampfes und in mehreren Vergleichen war Dennis der absolute „eyecatcher“ und besser als es sein 5. Platz ausweist. Das Wichtigste war allerdings, dass er sich bereits
DENNIS WOLF SCHWERER UND BESSER DENN JE
Die skandierenden Rufe nach „Beef“ waren in den letzten Jahren zwar nicht mehr so häufig zu hören, aber beim Mr. Olympia geht es vor allem darum – Masse. Genauer gesagt, geht es um größtmögliche Muskelmasse bei bestmöglicher Symmetrie und tiefen Einschnitten bei Superhärte. Fasern und Adern in mächtiger Aktion – das macht die Faszination Mr. Olympia aus. Einer, der das zurzeit mit am besten „drauf hat“, kommt aus Deutschland – na ja, nicht mehr so ganz, denn seit einiger Zeit lebt er ja nicht mehr in NRW, sondern in L.V. – DENNIS, den sie in
USA seit den ersten Erfolgen „BIG BAD WOLF“ nennen. „Bad“ ist in diesem Fall ein Kompliment, denn er macht es seinen Gegnern nicht nur nicht einfach, er will auch zubeißen, sprich: den Titel gewinnen. Nach 2007 als potenzieller Gewinner der Sandow-Statue gehandelt, ging’s 2009 nahezu senkrecht abwärts. Ungewollt war es für Dennis der „freie Fall“. Im letzten Jahr kam er wieder “Big“ und „Bad“ zurück – Finale. Dennoch waren sich viele nicht sicher, ob er das auch 2011 nochmals so hinbekommen würde. Dennis hielt nicht nur dem Druck stand, er übermittelte mit seinem sicheren Auftritt in absoluter Bestform Konkurrenten und Fans eine klare Botschaft: Ich will es wissen, und das ist erst der Anfang. So muss Dennis auch denken und handeln; denn obwohl er schwerer denn je war und dafür eine gera-
für 2012 qualifiziert und seinen Platz gehalten hat. Und „BIG BAD WOLF“ bereichert die Profiszene in hohem Maße.
...und gleich drauf mit Handschlag
Ein wahrhaft mächtiger Vergleich v.l.: Kai Greene, Dexter Jackson, Victor Martinez, Dennis Wolf