kurz: 1. Bezüglich Symmetrie und Proportionen kann nur Victor Martinez mit ihm mithalten. 2. Eben dieser Martinez war 2011 zwar besser als die Jahre vorher, aber Ronny in Bestform hätte ihn wieder gepackt. 3. Kai Greene hat nur eine Chance auf den Titel, wenn er wirklich in überragender Form erscheint. 2011 war das definitiv nicht der Fall. 4. Jay Cutler in USA zu schlagen, ist zwar äußerst schwer, aber Ronny in überragender Form hätte diese Sensation 2011 durc- haus schaffen können. Cutler war weit, weit weg von seiner Bestform und der 2. Platz äußerst schmeichel- haft. 5. Bleibt noch die Frage, wie sich „Super-Ronny“ gegen Dennis geschlagen hätte? Er hätte ebenso seine Chance gehabt wie sie Martinez hatte und nutzte. Martinez war in punkto Härte Dennis weit unterlegen, aber seine außergewöhnliche Symme- trie brachte ihm schließlich den 4. Platz. Alle anderen Olympia Teilnehmer 2011 sehe ich gegen „Bestform- Ronny“ nicht als ernsthafte Gegner. Bei einigen zumindest noch nicht.
174 FLEX
Jetzt hat es Ronny mit dem 9. Platz „erwischt.“ Zwar
nicht „ganz brutal“, aber immerhin so, dass man von einem „Weckruf“ reden kann. Es ist eine Lektion in mehrfacher Hinsicht. Er war eindeutig um 2-3 kg zu schwer und konnte das restliche Wasser nicht aus dem Körper bringen. Wir reden hier wirklich um absolute Höchstleistungen und um Nuancen, die eine ent- scheidende Rolle spielen. Ich bin ziemlich sicher, dass es die vielen Wettkämpfe alleine in 2011 waren und
die 40 Wettkämpfe seit 2003 insgesamt, die zu irgen- deinem Zeitpunkt zu dem Ergebnis führen wie wir es bei Ronny in Las Vegas am 15. und 16. September gesehen haben. Schlussfolgerung: Ronny hat es immer noch drauf, er braucht nur eine längere Regenerations- phase, vielleicht sogar ein ganzes Jahr. Für ihn wäre dies, gemäß seinem bisherigen Karriereverlauf, fast schon eine „Ewigkeit“. Ronny könnte dann aber besser denn je zurückkommen und den Jusup-Rekord knacken.