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938 | WEEK 22-23 27 MEI 2020


Neue Meldepflicht Mosel ab Juli 2021


DUSSELDORF Die Mosel-Kommission hat die Einführung ihres neuen elektronischen Meldesystems vertagt. Wegen der Coronakrise konnte das Personal nicht rechtzeitig dafür geschult werden.


Eigentlich sollte das neue Meldesystem ab dem 1. Juli dieses Jahres angewendet werden. Es betrifft Verbände und einige Fahrzeuge, die bis jetzt noch keiner Meldepflicht unterlagen. Im November 2018 war eine Änderung der Moselpolizeiverordnung angenommen worden, die eine Meldung auf elektronischem Wege auch für neue Meldestrecken und


Stellen vorwies. Nun wurde der Start um ein Jahr verschoben. Bis zum 1. Juli 2021 gelten für die Schiffer weiter die zur Zeit gültigen Meldeverpflichtungen. Die Mosel- Kommission hat die neuen Regelungen in einer Broschüre “Elektronisches Melden auf der internationalen Mosel” auf Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch bekanntgegeben. Sie behalten vorläufig ihre Gültigkeit. Technisch wäre die Anwendung einsatzbereit, aber das Personal in den Schleusen und Revierzentralen konnte wegen COVID-19 nicht an Schulungen teilnehmen.


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PASSAGIERSCHIFFE FAHREN WIEDER IG RiverCruise hat Hygiene-Leitfaden aufgestellt


BASEL Die Interessengemeinschaſt der Flusskreuzfahrt-Reedereien IG RiverCruise hat einen Katalog von Hygienemaßnahmen beschlossen. Sie machen die Wiederaufnahme der Flusskreuzfahrten wieder möglich.


JUDITH STALPERS


Der Leitfaden, den die Mitglieder der IG RiverCruise dieser Tage verabschiedet


haben, regelt den Betrieb an Bord der schwimmenden Hotels gemäss den allgemein empfohlenen Schutzmassnahmen. Sie sollen sowohl für die Gäste an Bord, wie auch für die Crew die Ansteckungsgefahr praktisch ausschliessen.


Es geht um Sicherheitsabstände, Hygiene in allen Räumlichkeiten des Schiffes und den Umgang mit Erkrankungen. “Klares Ziel der Maßnahmen ist es, dass das Schiff ein für


Gäste und Crew ungefährlicher Aufenthalts- und Arbeitsplatz bleibt”, schreibt die IG RiverCruise in ihrer Veröffentlichung. Die Maßnahmen sollen für alle Mitglieder der IG gelten, und auch den Geschäſtspartnern aus z.B. Busunternehmen als Empfehlung vorgelegt werden.


Die schwer angeschlagene Branche will mit Hilfe dieser Maßnahmen den Betrieb wieder so schnell wie möglich aufnehmen.


Einige Reedereien haben angekündigt, wieder Fahrten anzubieten. Die A-ROSA will schon vor Pfingstern die ersten Fahrten durchführen. Scylla beginnt ab sofort mit sogenannten Mini-Kreuzfahrten auf Main und Rhein.


Laut Scylla geht es dabei um kurze Reisen mit weniger Gästen und mit einem Arzt an Bord. Auch Viva Cruises will ab Juni sein angepasstes Reiseangebot aktivieren.


Imperial verkauſt auch österreichische Binnenreederei Multinaut


HAMBURG Imperial Logistics International hat bekannt gegeben, nun auch seine 90%-Beteiligung an der österreichischen Multinaut Donaulogistik an den geschäſtsführenden Gesellschaſter, Peter Jedlicka, zu verkaufen.


Jedlicka hielt einen Anteil von 10 Prozent, den er 2008 behalten hatte, nachdem er


den Großteil seiner Reederei an Imperial verkauſt hatte. Multinaut Donaulogistik betreibt eine Flotte mit 25 Schiffen, die mit meist Massengut Rhein, Main, Donau und ihre Nebengewässer befahren. Die Reederei bietet auch Dienstleistungen in den Bereichen Projektlogistik, Vor- und Nachtransporten sowie Umschlag an.


Imperial Logistics International hatte Anfang Mai fast seinen ganzen europäischen Binnenschifffahrtsanteil an die Häfen und Güterverkehr Köln AG verkauſt. Das südafrikanische Unternehmen erklärt, sich auf andere Geschäſtsbereiche konzentrieren zu wollen. Die Binnenschifffahrt passe nicht mehr in die neue Ausrichtung, die sich auf die Bereiche Automobilen, Gesundheits- und


MASSENGUT STARK REDUZIERT; CONTAINER STABIL Umschlag der Basler Häfen schrumpſt


Aber auch der Bereich Eisen, Stahl und NE- Metallen schrumpſte im gleichen Zeitraum um 48 Prozent. Hier zeigt sich eine der Folgen des Lockdowns wegen der Corona-Epidemie in der Schweiz. Weniger Verkehrsmobilität und Bau- und Industrieaktivitäten haben die Nachfrage nach Brenn- und Rohstoffen drastisch reduziert.


Der Containerumschlag hat in den Basler Häfen zwar einen viel kleineren Stellenwert als das Massengut. Auffällig ist allerdings,


dass der Umschlag im April im Vergleich zum Vorjahr nur einen geringen Rückgang von 1,4 Prozent aufwies. Im März wurde eigentlich gar kein Rückgang verzeichnet (s. Grafik). Die große Mengenverringerung als Folge der Coronakrise fand in Basel im Februar statt, als die Mengen der containerisierten Frachtgüter im Jahresvergleich um 15 Prozent zurückfielen. Dieser Rückgang war wahrscheinlich eher auf den Lockdown in China zurückzuführen, da dort der Export quasi zum Erliegen kam.


Konsumentengüter, Chemikalien und Industriegüter sowie auf das internationale Frachtmanagement konzentriert.


Auch fokussiert das Unternehmen zunehmend auf afrikanische Märkte. Jedlicka gab an, mit Multinaut auf lange Sicht den gewohnten exzellenten Service mit seinen alten und bewährten Partnerschaſten fortzusetzen.


Die Schweizerischen Häfen in Basel zeigen für April einen Rückgang im Umschlag von 18 Prozent. Betroffen ist vor allem der Massengutbereich. Im Containerumschlag sind die Zahlen relativ stabil.


Mengenmäßig waren Mineralöl und Mineralölprodukte sowie Steine, Sand und Baustoffen die großen Verlustbringer in der April-Statistik. Der Umschlag ging im Vergleich zu April 2019 um 16 bzw. 45 Prozent zurück.


Häfen Basel – Verlauf Containerumschlag 2020.


Foto PoS


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