MehrWERT: Klimaschutz
bis 2030
bis 2065
bis 2100
Erwartung des Weltklimarats: In den nächsten Jahrzehnten wird es wahrscheinlich wärmer.
Rica ein Jahr später. Costa Rica bezieht schon jetzt 90 Prozent seines Stroms aus Wasserkraft, Wind und Geo- thermie. Nun sollen Biomasse und Sonnenstrom dazu- kommen. „Das Projekt weist ganz Mittelamerika den Weg zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft“, kom- mentieren Wissenschaftler vom Worldwatch Institute in Washington die Ziele Costa Ricas. „Wir brauchen solche Vorreiter, die zeigen, wie es ohne Öl und Kohle geht“, betont Christoph Bals von Germanwatch. „Die bringen neuen Schwung in die Klimaverhandlungen.“ Denn dann sehen diejenigen, die im Moment noch zaudern, was möglich ist – und im besten Fall die Vorteile: eine geringere Abhängigkeit von Ölimporten, kalkulierbare Energiepreise, zumeist sogar neue Arbeitsplätze und Exportchancen. Auch die Wirtschaft versucht, ihren Teil zu einer welt- weiten Energiewende beizutragen. Unternehmen liefern
Von Kyoto bis Doha Am 31.12.2012 endet das Kyoto-Protokoll, am 1. Januar beginnt die zweite Phase. Noch stehen die Ziele der teilneh- menden Industrieländer nicht fest. Japan und Kanada sind ausgestiegen, die USA wieder nicht dabei, Russland ist ein Wackelkandidat. Bis 2015 soll – jenseits des Kyoto-Protokolls – ein Klima- Abkommen geschlossen werden, das alle Staa- ten der Welt einbindet. Letztlich geht es aber neben der Verringerung der Klimagase auch um viel Geld. Bis 2020 haben die Industrielän- der zugesagt, den Entwicklungs- und Schwel- lenländern jährlich 100 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen, um die Folgen des Klima- wandels abzumildern und selbst Klimaschutz zu betreiben. Nur: Es wurde bisher nicht festge- legt, wer wie viel geben soll.
die notwendig Technik, damit Effizienz und erneuer- bare Energien zum Erfolgsmodell werden. Immer mehr Firmen gehen inzwischen aber einen Schritt weiter. Sie lassen ihren ökologischen Fußabdruck berechnen und die Klimafolgen ihres Handels. Sie erstellen CO2
-
Die Deutsche Post bietet ihren Kunden an, Briefe und Pakete klima-
neutral zu versenden, und die deutsche Bahn ihren
Reisenden CO2 -freie Fahrten
Bilanzen ihrer Produkte, versuchen den Einsatz fossiler Energien weitgehend zu verringern und den Teil, den sie noch nicht vermeiden können, mit CO2
-Zertifikaten zu
kompensieren. Das Prinzip ist dabei immer gleich: An anderer Stelle
auf der Welt wird mit diesen Zertifikaten etwas unter- nommen, das die Atmosphäre entlastet und das eigene Handeln neutralisiert. Das können Solarkocher sein, die Gasbrenner ersetzen, oder Wind- und Wasserkraft- werke, die Kohlestrom vermeiden, oder neu gepflanzte Bäume. Der sogenannte „Gold Standard“ als weltweit strengster Zertifizierungsstandard garantiert am besten, dass tatsächlich etwas erreicht wird. Die Deutsche Post zum Beispiel bietet ihren Kunden
an, Briefe und Pakete klimaneutral zu versenden, und die Deutsche Bahn ihren Reisenden CO2
-freie Fahrten.
„Wir müssen Klimaschutz zu einem Geschäftsmodell machen“, sagt Bahnchef Rüdiger Grube. „Dafür muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“ Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist die unter-
nehmerische Antwort auf die Untätigkeit der meisten Politiker. Immer mehr Firmenchefs werden sich ihrer Verantwortung für künftige Generationen bewusst. Sie zeigen, was möglich ist, und ermutigen damit Politiker, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen .
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Grafik: IPCC
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