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Editorial Clevere Wagenlenker Ilona Jerger, Chefredakteurin


Wer sagt eigentlich, dass die Welt von miesepetrigen Menschen verän- dert werden muss? Schaut man Leo Pröstler beim Kochen zu, dann sieht das nach Lebensfreude aus. Was ihn trotzdem nicht hindert, messer- scharf zu analysieren, was mit unserer Wirtschaft falsch läuft. Natür- lich werden die Fondsgelder, mit denen er in Costa Rica aufforsten lässt, nicht die Welt retten. Aber dieses Projekt gehört zu einer Vielzahl von Initiativen, die sich den großen Krisen mit Taten entgegenstellen. Nicht trotzig, sondern selbstbewusst und guten Mutes. Ganz offensichtlich macht es mehr Freude, etwas zu wuppen, als den depressiven Satz zu äußern, man könne ja eh nichts ändern. Menschen wie Pröstler, also Entrepreneure und Querdenker, hören bei


den Worten Krise und Katastrophe nicht weg, sondern gründen Firmen, initiieren Projekte. Sie machen das, was ein erfahrener Wagenlenker im antiken Griechenland getan hat: Sie nehmen die Zügel in die Hand und steuern den Karren angesichts einer gefährlichen Kurve so geschickt, dass er nicht umkippt, es zu keiner Katastrophe kommt, katá (= nach unten) stréphein (= Kurve, Wendung). Angesichts der nächsten Kurve ging es also nie darum, den Karren zum Stillstand zu bringen, sondern ihn clever zu steuern. Ein Wagenlenker, der siegen will, würde wohl kaum bei der Aufkleber-Werkstatt.de in der Rubrik „Coole Sprüche von und für Hei- zer“ einkaufen. Zum Beispiel: „Mein Auto fährt auch ohne Wald.“ Eine der Kurven, in der es nicht zur Katastrophe kommen darf, heißt


Erderwärmung. Auf die Frage, ob er angesichts des Klimawandels für Ver- zicht plädiert, meint der Wirtschaftsprofessor und Wachstumskritiker Niko Paech: „Das Wort Verzicht existiert in meinen Konzepten nicht. Mir geht es darum, Ballast abzuwerfen, sich von Abhängigkeiten zu befreien. Befreiung ist kein Verzicht. Es geht darum, Wohlstandsschrott loszuwerden, der unser Leben verstopft und obendrein die Ökosphäre schädigt.“ Doch was, wenn die Politik es einfach nicht richten will? Weil sie


mit der Sicherung von Privilegien und dem Austausch mit Lobbyisten beschäftigt ist? Wenn Politiker aus Leuchtturmprojekten keine Schlüsse ziehen und neue Rahmenbedingungen setzen, dann leuchten Projekte wie BaumInvest einsam. Und verglühen. Damit es so nicht kommt, braucht es landauf, landab Erzähler, braucht


es Geschichten. Habt ihr schon gehört? So könnte man es auch machen! Mit diesem Magazin erzählen wir von einem, der vor fünf Jahren auszog, in Costa Rica Bäume zu pflanzen und MehrWERT zu schaffen für die Menschen vor Ort, für das Klima und für die deutschen Investoren. Viel Freude beim Lesen wünscht


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Foto: Claus Strigel | Cover: Illustration: Michael Berwanger/tausendblauwerk.de | Fotos: Fotolia (2) | Sigrid Umiger (1)


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