MehrWERT: Wirtschaftsfaktor Wald
Der Wert des Regenwalds. Dass der tropische Regenwald von unersetzlichem Wert ist, sagt sich leicht. Könnte man es vielleicht etwas genauer ha- ben? Forscher der Universität Utrecht versuchten kürzlich, den Wert des Regenwalds am Beispiel des Amazonaswalds zu berechnen. Nicht nur den Wert des Holzes oder der Früchte des Waldes, sondern auch Phänomene wie den Erosi- onsschutz, die Speiche- rung des Kohlendioxids oder die Bestäubungs- leistung der Insekten. Diesen Werten stellten die
Forscher die kurzfristigen Er- löse etwa durch Rinderzucht oder Sojaanbau gegenüber. Ihr Fazit ist ernüchternd: Den Re- genwald abzuholzen lohnt sich im Augenblick noch – leider. Das Problem ist nämlich, dass für die immateriellen bzw. die langfristigen und schwieriger zu beziffernden Werte im Mo- ment noch niemand zu zahlen bereit ist. Erst wenn beispiels- weise die Abholzung Strafe kosten oder die Speicherung des Kohlenstoffs Geld einbrin- gen würde, dann könnte sich die Situation ändern.
Teurer Baum. Holz ist die Basis für vielerlei Produkte. Das edelste davon, das zugleich in größerer Masse herge- stellt wird, ist hochwertiges Furnier. Die Einkäufer der Furnierwerke müs- sen einem Stamm schon im Wald, di- rekt nach dem Schlagen, ansehen, was in ihm steckt – und entsprechend ihr Gebot abgeben. Für den teuersten be- kannten Stamm Europas, einen soge- nannten Riegelahorn aus Frankreich, bezahlte eine fränkische Firma über 60000 Euro. Der Stamm ergab mehr als 5500 Quadratmeter Edelfurnier.
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