Komposition nach dem Vorbild der Natur: Almendro, Cebo und Roble Coral sind nebeneinander gepflanzt worden.
Schatten optimal an das Wachstum der Bäume ange- passt sind, sondern auch die Baumarten an die Bedin- gungen in der Landschaft. Zum Beispiel Roble Coral. Die Art kam früher in ganz Mittelamerika vor, war aber wegen ihres fein gemaserten und widerstandsfähigen Holzes heiß begehrt, sodass mehr von dem Holz genutzt wurde, als der Art guttat. „Roble Coral haben wir be- sonders an den Hängen gesetzt, weil der Baum dadurch etwas trockener steht“, erklärt Stefan Pröstler, „während der Almendro eher in flacheren Abschnitten gedeiht.“ Schädlinge und Wetterkapriolen haben es auf diese Weise schwerer. Komponist Pröstler hat das Baum-Ensemble auf in-
zwischen neun Arten erweitert. Baum um Baum wird der neue Wald damit an Zwischentönen reicher und die Vielfalt größer. Unter dem Blätterdach entfalten sich mittlerweile
aber auch die feinen Untertöne. Denn zwischen den Stämmen gedeihen Maniok, Koriander, Tiquisque und Ingwer. Bald wird es auch Kakao sein. Begehrte Kräuter und Gemüse erweitern jedoch nicht nur den Speiseplan der Mitarbeiter, sie reichern auch organisches Material im Boden an und sorgen so dafür, dass ständig neuer Humus gebildet wird. Darüber hinaus helfen die Wald- bauern mit biologischen Abfällen aller Art nach, um die Nährstoffsituation in den Böden zu verbessern.
Universitäre Begleitung BaumInvest feilt seit fünf Jahren an seinem Aufforstungskonzept. Auf der Suche nach der ökologisch sinnvollsten Methode wird das Projekt von der forstwissenschaftlichen Fakultät der Tecnológico de Costa Rica (TEC) unterstützt. Die Forscher beraten nicht nur in Fragen der Pflanzenauswahl, sie sind auch die Garantie dafür, dass die hohen ökologischen Ansprüche erfüllt werden. So sind bereits 250 Hektar des Bestandes als „High Conservation Value Forest“, als besonders schützenswert, klassifiziert worden. Demnächst soll die Zu- sammenarbeit auf Forstfakultäten in Freiburg und Eberswalde erweitert werden.
Zum Rauschen der Blätter und Hacken der Bauern
mischt sich noch Grunzen und Gackern in die Sym- phonie dieses neuen Regenwaldes. Denn unter seinem Schirm tummeln sich inzwischen sogar Schweine und Hühner. Auch in Deutschland gehörte die Waldweide lange zum guten Ton. Hier auf den Fincas ist sie mitt- lerweile festes Orchestermitglied. Und für einen laut- starken Schlussakkord sorgen Brüllaffe & Co.
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