chenbar. Gnos: „Du musst an diese Tätigkeit mit viel Fingerspitzenge- fühl herangehen, denn wenn der Standplatz aus Eis und Schnee nicht wirklich tragfähig ist, kann die Maschine abrutschen, im schlimmsten Fall sogar umkippen. Allerdings haben wir die extra breiten Gletscher- ketten mit den herausragenden Spikes, die viel Halt geben.“
Schon greift der Ausleger die nächsten Eisbrocken und wirft sie zur Seite. Unter dem meterhohen Schnee und Eis zeigt sich eine schma- le Öffnung – eine Gletscherspalte. Die legt Florian Gnos jetzt frei, um sie sofort im Anschluss zu verfüllen. Dazu greift er inzwischen heran- geschafftes hartes Material und befördert es in die nun weit klaffende Öffnung. Vorsichtig bewegt er den Raupenbagger auf der schon vorhandenen Sondierspur. Die breiten Raupenplatten mit den tief in das Eis greifenden Spikes verleihen dem schweren Gerät dabei si- cheren Halt. „Es ist eine schöne Arbeit“, sagt Florian Gnos begeistert, „hoch in der Alpenlandschaft mit Blick auf ein einmaliges Panorama“. Auch ich genieße das Panorama. Allerdings gleite ich mit meiner schweren Fotoausrüstung nicht halb so komfortabel über die vereis- te Piste wie der längst in der Sonne strahlende gelbe Volvo-Bagger. Hinzu kommt ein mulmiges Gefühl im Magen. Für mich Flachlandtiro- ler sind die innerhalb kurzer Zeit erreichten mehr als 3.000 Meter Höhe eben sehr gewöhnungsbedürftig.
In einer Pause steigt Florian Gnos aus dem EC380DL und lädt mich zur Fahrt mit einer Pistenraupe an den höchsten Punkt des Skigebiets auf: „Da kommen wir auf rund 3.600 Meter.“ Es öffnet sich ein un- glaubliches Panorama. Im Dunst liegt nach Süden die Oberitalieni- sche Tiefebene verborgen. Nach Norden und Nordwesten aber bli- cken wir bis zum Aletschgletscher und den drei Majestäten des Berner Oberlands, Eiger, Mönch und Jungfrau. Nach dem Blick über die traumhafte Bergwelt bringt mich Gnos zur Bergstation, von wo aus ich mit der Metro Alpin und der Seilbahn mit einer der in dieser Zeit wenigen, für Wartungspersonal durchgeführten Fahrten zurück ins Tal gelange.
Die Mitarbeitenden der Saastal Bergbahnen AG arbeiten derweil weiter an der Wartung ihrer technischen Einrichtungen sowie der Vorbereitung der Pisten. Denn schon bald beginnt die nächste Ski- saison. Dann werden wieder Tausende Wintersportler die von Florian Gnos und seinem Volvo-Bagger EC380DL gut gesicherten Pisten in der Bergwelt um Saas-Fee genießen. ■
10 DER KUBIKMETER
Der Transport des Baggers ins Hochgebirge
Der Transport des 40 Tonnen schweren Raupenbaggers EC380DL in das 1.800 Meter hoch gelegene Saas-Fee erfolgte mit einem Volvo FH16- 700 (6x4) und einem vierachsigen Tieflader der Toggenburger AG. Das hohe Gewicht und die Abmessungen der Ladung mit 11,13 Meter Länge, 3,35 Meter Breite und 3,80 Meter Höhe erforderten eine aufwändige Streckenplanung. Aufgrund eines Tunnels waren 4,2 Meter Gesamthöhe einzuhalten. An einigen Stellen in Saas-Fee war die Durchfahrt so eng, dass Gebäudeteile wie Dachabläufe oder Regenrinnenheizungen ab- montiert werden mussten. An einer Kuppe mussten Fahrer Thomas Ludescher und Beifahrer Andy Manhard mitgeführte Bohlen zum Niveau- ausgleich unterlegen, um passieren zu können. Nur dank des Geschicks der Lastwagenbesatzung und der guten Zusammenarbeit mit den Walliser Behör- den konnte dieser Transport reibungslos gelingen. Von der Talstation der Bergbahn fuhr der Raupen- bagger dann auf steilen Geröllpisten zur weit über 3.000 Meter gelegenen Bergstation Allalin.
Das Arbeiten auf Schnee und Eis erfordert viel Feingefühl.
Page 1 |
Page 2 |
Page 3 |
Page 4 |
Page 5 |
Page 6 |
Page 7 |
Page 8 |
Page 9 |
Page 10 |
Page 11 |
Page 12 |
Page 13 |
Page 14 |
Page 15 |
Page 16 |
Page 17 |
Page 18 |
Page 19 |
Page 20 |
Page 21 |
Page 22 |
Page 23 |
Page 24 |
Page 25 |
Page 26 |
Page 27 |
Page 28 |
Page 29 |
Page 30 |
Page 31 |
Page 32 |
Page 33 |
Page 34 |
Page 35 |
Page 36 |
Page 37 |
Page 38 |
Page 39 |
Page 40 |
Page 41 |
Page 42 |
Page 43 |
Page 44 |
Page 45 |
Page 46 |
Page 47 |
Page 48 |
Page 49 |
Page 50 |
Page 51 |
Page 52