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AUTOR SERGIO NIÑO FOTOGRAFIE ARTIST COURTESY


mixmag germany


SHERMANOLOGY FAMILY FREQUENCIES


Shermanology hat sich nie wie ein Projekt angefühlt, das um ein bestimmtes Konzept herum aufgebaut wurde. Es trägt die Wärme von etwas, das älter ist als der Dancefloor – etwas, das durch Familie, Bewegung und gemeinsame Erinnerungen entstanden ist, lange bevor daraus eine globale House-Identität wurde. Andy und Dorothy Sherman bringen einen ganz eigenen Rhythmus in den öffentlichen Raum, und genau dieser Rhythmus verleiht dem Projekt seine außergewöhnliche emotionale Direktheit.


Was das Projekt nachhaltig macht, ist die Tatsache, dass es diesen menschlichen Kern nie verloren hat. Selbst wenn die Tracks für große Räume geschaffen sind, wirken sie weiterhin verspielt, warm und authentisch. In den Hooks steckt Persönlichkeit, in den Harmonien Familiengeschichte, in den Rhythmen karibischer und surinamischer Einfluss – und gleichzeitig die Weigerung, die Musik so stark zu polieren, dass ihr Charakter verloren geht. Shermanology ist größer geworden, aber die emotionale Grundlage bleibt intim.


„Der Grund, warum sich diese Verbindung so echt anfühlt, ist eigentlich ganz einfach: Wir waren schon immer unglaublich eng miteinander verbunden. Wir hatten als Kinder, als Teenager und sogar als Erwachsene denselben Freundeskreis. Wir haben denselben Musikgeschmack und denselben Humor. Ein großer Teil dieser Verbindung wurde noch stärker, als wir im Alter von 12 und 14 Jahren nach Curaçao gezogen sind. Wir ließen unsere Familie und unsere Freunde zurück und kannten dort zunächst kaum jemanden. In dieser Zeit wurden wir noch enger, weil wir wirklich nur uns hatten.


Nicht lange danach fanden wir neue Freunde und waren wieder Teil desselben Freundeskreises. Musik hat uns noch näher zusammengebracht.


Als wir


etwa 15 und 17 Jahre alt waren, gründeten wir mit unserem Cousin eine R&B-Gruppe namens Triple S. Wir traten in Clubs auf, waren in TV-Shows zu sehen und sangen gemeinsam Background-Vocals. Wir


Persönlichkeit zu führen, bis sie ihren Humor, ihre Wärme, ihr Gespür und ihren Groove in sich trägt. Das Ergebnis kann verspielt oder düster, nostalgisch oder klar auf den Club ausgerichtet sein – aber es muss sich menschlich anfühlen, bevor es sich richtig anfühlt.


wussten immer, dass wir


irgendwann zusammen Musik machen würden. Ich glaube, genau das können die Menschen heute in unserer Musik hören und spüren. Man hört unsere Vergangenheit, aber auch unsere Zukunft darin.“


Diese Vergangenheit


Musik weiter. Sie zeigt sich darin, wie Shermanology


lebt in der Rhythmus


als etwas Gemeinschaftliches verstehen, Vocals als etwas, das eingebettet statt hinzugefügt wird, und Humor als ernstzunehmendes kreatives Werkzeug betrachten.


Der Begriff, den sie für diesen Prozess verwenden, sagt viel aus: „Shermanize“.


Gemeint ist, eine Idee durch die eigene


„Wir achten sehr bewusst darauf, dieses Gefühl zu bewahren.


Ich


glaube, das kommt daher, dass wir


wirklich machen wollen.


scherzen immer darüber, wie man einen Song ‚Shermanized‘.


die Musik machen, die wir Wir


Wir


versuchen, unsere Persönlichkeiten in alles einfließen zu lassen, was wir kreieren. Zum Beispiel haben wir einen Song namens ‚Pop That‘, und das ist ein echter Andy-Song. Als unsere Freunde und Familie ihn gehört haben, mussten sie so lachen, weil er Andys Humor perfekt widerspiegelt. Dann gibt es ‚Boyz N Da Club‘, und das ist ein typischer Dorothy-Song, weil er Dorothys Persönlichkeit und ihren Humor widerspiegelt.


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