mixmag germany
Er
beschreibt die Beziehung
zwischen Generationen als etwas Gegenseitiges und nicht als reine Weitergabe von Wissen.
„In unserem Alter lassen wir uns von Musik inspirieren, die von Menschen gemacht wurde, die halb so alt sind wie wir. Glei- chzeitig können wir aber auch ein Stück unseres musikalischen Wissens mit ihnen teilen – durch Platten, die entstanden sind, lange bevor diese Kids geboren wurden. In einer Szene wie dieser zu leben und sich auf diese Ge- genseitigkeit zu konzentrieren, schafft eine kulturelle Bedeu- tung und einen Wert, der über das bloße Spielen guter Musik für Tänzer:innen hinausgeht.“
Amsterdam bleibt ein zentraler Punkt dieses Austauschs. Die Stadt hat sich zu einem der wi- chtigsten Ziele für elektronische Musik in Europa entwickelt, doch Maarten glaubt, dass ihre Stärke weniger aus ihrem Ruf entste- ht, sondern aus den Standards, die Menschen dort voneinander erwarten.
„Amsterdam hatte schon immer eine unglaublich starke Musi- kszene. Von Clubs über Festivals bis hin zu Musiker:innen ist die Stadt wirklich zu einem der Orte geworden, auf die Menschen aus der ganzen Welt für Nachtleben schauen. Es gibt eine unglaubli- che Menge an Talent, eine große Vielfalt an Clubs und eine hohe Qualität bei den Festivals, die wir veranstalten.“
Er glaubt, dass diese Kultur ein Maß an Verantwortung scha- fft, das nur wenige andere Orte erreichen.
„Nachtleben liegt uns im Blut, und wenn etwas in einem Venue, auf einem Festival oder bei ei- nem Promoter nicht ganz stim- mt, merkt man sofort, dass die Szene das nicht akzeptiert. Der Standard ist einfach zu hoch. Das ist definitiv etwas, das an- dere Städte lernen können.“
Außerhalb des Studios finden beide Künstler weiterhin Ins- piration an sehr unterschiedli- chen Orten. Für Lars entsteht ein großer Teil dieser kreativen
Energie bei RadioRadio, wo Clu- bkultur, Radio und Community weiterhin ineinandergreifen.
„Ich genieße meine Rolle bei Ra- dioRadio wirklich und was wir dort als Club, Radiosender und Community Space schaffen. Ich hoffe, dass ich so etwas auch über RadioRadio hinaus ma- chen kann. Gleichzeitig ist Mu- sikproduktion weiterhin der Ort, an dem mein Herz liegt, und ich kann mir nichts vorstellen, was ich lieber tun würde.“
Für Maarten ist Inspiration zune- hmend mit seinem Familienleben verbunden.
„Ich bin ein Familienmensch mit einer großartigen Frau und drei coolen Kindern, die in einem Alter sind, in dem ich ihnen beibringen kann, wie man auflegt und wel- che Rolle Musik in ihrem Leben spielen kann.“
„Vor Kurzem habe ich zu Hause an einem Song gearbeitet, als mein ältester Sohn nach Hause kam und angefangen hat, lusti- ge Sounds zu machen – einfach, weil ihn der Song inspiriert hatte. Am Ende habe ich ihn auf dem Track gesampelt, was unglau- blich viel Spaß gemacht hat und gleichzeitig eine schöne Erin- nerung daran war, wie inspirie- rend es sein kann, spielerisch zu bleiben.“
Es ist eine überraschend ein- fache Geschichte, um ein Ges- präch abzuschließen, das Labels, Clubs, Communities und mehr als hundert Veröffentlichungen umfasst. Doch vielleicht sagt sie alles über Dam Swindle aus. Nach all diesen Jahren steht die Neugier noch immer an erster Stelle.
House Music bleibt etwas, das man teilen, weitergeben und immer wieder neu entdecken kann – egal, ob die Inspiration aus einer vergessenen Platte, ei- nem vollen Dancefloor oder der spontanen Fantasie eines Kindes kommt, das ins Studio läuft.
054
Page 1 |
Page 2 |
Page 3 |
Page 4 |
Page 5 |
Page 6 |
Page 7 |
Page 8 |
Page 9 |
Page 10 |
Page 11 |
Page 12 |
Page 13 |
Page 14 |
Page 15 |
Page 16 |
Page 17 |
Page 18 |
Page 19 |
Page 20 |
Page 21 |
Page 22 |
Page 23 |
Page 24 |
Page 25 |
Page 26 |
Page 27 |
Page 28 |
Page 29 |
Page 30 |
Page 31 |
Page 32 |
Page 33 |
Page 34 |
Page 35 |
Page 36 |
Page 37 |
Page 38 |
Page 39 |
Page 40 |
Page 41 |
Page 42 |
Page 43 |
Page 44 |
Page 45 |
Page 46 |
Page 47 |
Page 48 |
Page 49 |
Page 50 |
Page 51 |
Page 52 |
Page 53 |
Page 54 |
Page 55 |
Page 56 |
Page 57 |
Page 58 |
Page 59 |
Page 60 |
Page 61 |
Page 62 |
Page 63 |
Page 64 |
Page 65 |
Page 66 |
Page 67 |
Page 68 |
Page 69 |
Page 70 |
Page 71 |
Page 72 |
Page 73 |
Page 74 |
Page 75 |
Page 76