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„Ich glaube wirklich, dass Musik viel größer ist als die Orte, an denen wir sie normalerweise erleben. Das Ziel dieser Projekte war nie, einfach nur ein DJ-Set an einem spektakulären Ort zu filmen.
Es ging darum, eine völlig neue Beziehung zwischen Musik, Umgebung und Publikum zu schaffen.
EINE VERBINDUNG ZWISCHEN MUSIK, LANDSCHAFT UND DEN MENSCHEN
Diese Idee hat das Projekt in- zwischen weit über
klassis-
che Nachtleben-Kontexte hinausgetragen. Die 4 THE PEOPLE-Performances in Is- land und der Wüste Utahs wir- kten eher wie Filmproduktionen, Land-Art-Projekte oder Perfor- mance-Kunst als traditionelle DJ-Sets. Die Orte dienten dabei nicht bloß als Kulisse. Sie verän- derten die Beziehung zwischen Musik, Landschaft, Körper und Betrachter vollständig. Die Na- tur wurde selbst Teil der Kompo- sition.
Gleichzeitig offenbarten die-
se Projekte den Ernst hinter dem Spektakel. Technik durch Schnee zu transportieren, Ge- neratoren durch die Wüste zu bringen, schwieriges Gelände zu überwinden und fernab jeder Club-Infrastruktur
Lösungen
zu finden, all das bleibt im fer- tigen Bild unsichtbar. Doch ge- nau diese Anstrengung verleiht den Projekten ihr Gewicht. Das Ziel ist nicht, elektronische Mu- sik größer wirken zu lassen. Das
Ziel ist, ihr denselben kulturellen Stellenwert zu geben, den andere Kunstformen längst genießen.
„Ich glaube wirklich, dass Mu- sik viel größer ist als die Orte, an denen wir sie normalerweise erleben. Das Ziel dieser Projekte war nie, einfach nur ein DJ-Set an einem spektakulären Ort zu filmen. Es ging darum, eine völlig neue Beziehung zwischen Mu- sik, Umgebung und Publikum zu schaffen.
Ich habe immer geglaubt, dass gute Musik eine Naturgewalt sein kann. Sie kann verändern, wie Menschen fühlen. Sie kann inspirieren, trösten und Mens- chen miteinander
verbinden.
Deshalb fühlte es sich natürlich an, diese Musik in Umgebungen zu platzieren, die dieselbe Kraft ausstrahlen. Genau deshalb ha- ben wir Orte wie Island und die Wüste Utah ausgewählt.
Diese Orte sind wunderschön, aber sie sind auch unberechen- bar, einschüchternd und manch- mal sogar gefährlich. Die Natur
interessiert sich nicht für deine Pläne. Sie zwingt dich dazu, dich anzupassen. Ich glaube, Kreati- vität funktioniert ganz ähnlich. Wir wollten etwas erschaffen, an das sich Menschen auch Jahre später noch erinnern. Nicht nur wegen des Ortes, sondern weil sie elektronische Musik dadurch auf eine völlig neue Weise erle- ben konnten.“
Im Zentrum all dessen steht Rave-Kultur als Form emotio- naler Befreiung. Natte Visstick Musik ist oft chaotisch, intensiv und kompromisslos, doch un- ter dieser Oberfläche liegt eine Verletzlichkeit, die dem Projekt seine menschliche Kraft verlei- ht. Selbst die härtesten Trac- ks transportieren Emotionen. Selbst die größten Momente funktionieren nur, weil sie auf gemeinsamen Gefühlen basie- ren. Aus seiner Sicht bewegt sich die Kultur genau deshalb in diese Richtung, weil Menschen heute mehr denn je nach Verbindung suchen.
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