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mixmag germany


„Auf eine Art veröffentlichen wir meistens eher die uplifting Tracks, während viele der düsteren Songs auf unseren Computern bleiben. Deshalb haben wir beschlossen, dass es Zeit ist, alle Seiten von Shermanology zu zeigen.


trieren, die uns einzigartig ma- chen, anstatt zu versuchen, das zu tun, was alle anderen machen.“


Auf der Bühne verändert Wir


schreiben immer entsprechend unserer aktuellen Stimmung – und glaubt uns, wir haben viele dunklere Tracks. Das ist definitiv etwas, das wir dieses Jahr noch viel stärker erkunden werden. Das bedeutet nicht, dass wir uns von uplifting Musik entfernen – ganz und gar nicht. Aber in letzter Zeit genießen wir eine dunklere Stim- mung auf dem Dancefloor sehr, und ich glaube, dass wir diesen Weg weitergehen werden.“


Die Szene um sie herum hat sich stark verändert. Shermanology entstand in einer organischeren Ära der House-Kultur, bewegt sich heute aber in einer Industrie, die von Algorithmen, Social-Me- dia-Druck und kurzen Aufmer- ksamkeitsspannen geprägt ist. Sichtbarkeit ist inzwischen Teil des Jobs – auch für Künstler, de- ren Stärke eher im Gefühl als in Content-Strategien liegt.


„Das ist die hundertprozentige Wahrheit: Das kommt für uns ni- cht natürlich. Wir müssen wirklich tief graben, um einen Weg zu fin- den, es auf eine authentische Art und Weise zu machen. Wir glau- ben, dass wir eine Richtung ge- funden haben, die für uns funk- tioniert, aber es ist weiterhin ein Lernprozess.


Es gibt definitiv Teile daran, die wir genießen. Social Media gibt uns die Möglichkeit, unsere Per- sönlichkeiten und unseren Humor zu zeigen und sogar über einige unserer Herausforderungen


zu


sprechen. Wir wollen nicht dra- matisch klingen, aber tatsächlich steckt sehr viel Planung dahinter, wenn wir Content für Social Me- dia erstellen.


Das Gleichgewicht zwischen si- chtbar bleiben und uns selbst treu bleiben zu finden, ist etwas, woran wir weiterhin arbeiten. Für uns ist es wichtig, Social Me- dia von unseren künstlerischen Instinkten zu trennen. Wir sehen diese Dinge als zwei völlig unter- schiedliche Bereiche, und diese Trennung hilft dabei, den Prozess weniger stressig zu machen. Am Ende glauben wir, dass es besser ist, sich auf die Dinge zu konzen-


die


Größe des Raumes die Psycho- logie der Verbindung. Für Dorothy kann das Singen in einem kleine- ren Raum sogar intensiver wirken als ein Auftritt vor Tausenden von Menschen.


„Ehrlich gesagt glaube ich, dass es einfacher ist, vor einer großen Menge aufzutreten als vor einer kleinen. Für mich persönlich, Do- rothy gesprochen, fühlt es sich bei einem kleineren Publikum viel intimer an, weil das Singen viel persönlicher wird.


„Der Grund, warum wir das Label gegründet haben,


ist, dass wir


uns als Künstler oft so gefühlt haben, als würden viele Labels lieber auf Nummer sicher gehen. Labels bevorzugen zum Beis- piel häufig Tracks mit bekannten Samples oder Sounds, von denen bereits bewiesen wurde, dass sie funktionieren. Und wir verstehen das aus geschäftlicher Sicht. Sie führen ein Unternehmen und mö- chten natürlich in Musik investie- ren, von der sie glauben, dass sie schnell erfolgreich sein kann.


Ich bin eher


schüchtern, also wenn du mich fragen würdest, ob ich lieber vor fünf Menschen oder zehntau- send Menschen auftreten würde, würde ich definitiv zehntausend Menschen wählen.


Was die stärkste Verbindung zu den Menschen schafft, ist mei- ner Meinung nach unsere Energie. Ich habe gehört, dass Menschen sie als nostalgisch beschrieben haben, und ich liebe das. Ener- gie ist alles. Wir glauben wirklich, dass wir positive Energie haben und dass unsere Musik ebenfalls uplifting und positiv ist. Ich glau- be,


die Menschen können das spüren, wenn sie uns live erleben.“


Diese menschliche Verbindung bildet auch die Grundlage ihres Labels D’EAUPE. Das Projekt entstand aus der Frustration über eine Industrie, die oft auf Nummer sicher geht – beson- ders bei der Auswahl von Mu- sik. Shermanology verstehen die geschäftliche Logik hinter be- kannten Samples und bewährten Formeln, wissen aber auch, dass einige der spannendsten Songs außerhalb dieser Berechnungen entstehen.


D’EAUPE existiert, um Musik zu veröffentlichen, an die sie glau- ben – egal, ob sie nostalgisch, futuristisch, deeper, ungewöhn- lich oder einfach dope klingt. Das Label schützt ihren kreati- ven Instinkt vor einer Industrie, die Künstler oft dazu bringt, die sicherste Version ihrer selbst zu produzieren.


Aber manchmal nimmt das weg, worum es bei Musik eigent- lich geht. Dadurch werden viele künstlerischere,


kreativere oder


ungewöhnlichere Tracks niemals veröffentlicht. Also dachten wir: Warum nicht ein Label gründen, bei dem das wichtigste Kriterium einfach ist, ob wir die Musik dope finden? Wir veröffentlichen Mu- sik, weil wir an sie glauben – ni- cht, weil sie Trends folgt oder in Erwartungen der Industrie passt. Wenn es ein deeper Track mit Throwback-Vibe ist, veröffent- lichen wir ihn. Wenn er futuris- tisch klingt, veröffentlichen wir ihn ebenfalls. Wir wollen uns ni- cht davon begrenzen lassen, was gerade als angesagt gilt. Genau deshalb haben wir D’EAUPE ge- gründet.“


Ihre kommende Dokumentation erzählt die Geschichte von Sher- manology auf eine deutlich ver- letzlichere Weise. Nach zwanzig Jahren in der Industrie fühlen sie sich bereit, nicht nur über Erfolge, sondern auch über die Heraus- forderungen dahinter zu spre- chen. Für Künstler von einer Insel, auf der globaler Erfolg oft weit entfernt wirken kann, wird das Erzählen der vollständigen Ges- chichte zu einer Form von Ehrli- chkeit und Verantwortung.


„Wir fühlen, dass es Zeit ist, un- sere Geschichte zu erzählen. Wir sind seit zwanzig Jahren in der Musikindustrie, und wir kommen von einer


Insel, auf der Erfolg


manchmal unerreichbar wirken kann. Wir möchten unsere Ges- chichte teilen, um andere zu ins- pirieren, aber auch, um über die schwierigen Teile dieser Reise zu sprechen.


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