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WACHSTUM IST EINE FOLGE, KEIN ZIEL
Je größer das Projekt wird, desto wichtiger wird der Schutz seiner Grundidee. Dabei geht es nicht da- rum, Erfolg abzuwehren, sondern die Mechanismen zu kontrollieren, die Erfolg mit sich bringt. Wenn ein Projekt schnell wächst, beginnen Algorith- men, Erwartungen, Branchenmechanismen, Publi- kumsdruck und wirtschaftliche Interessen Einfluss auf die kreative Umgebung zu nehmen. Für Natte Visstick besteht die Antwort nicht darin, Wachs- tum zu vermeiden, sondern darin, Wachstum nie- mals zum eigentlichen Ziel werden zu lassen.
Dieser Unterschied ist entscheidend. Wenn ein Projekt auf Freiheit, Neugier und Instinkt basiert, muss die Infrastruktur um das Projekt herum ge- nau diese Werte schützen, statt sie zu ersetzen. Sein Manager Narcisse Ndeke und das gesamte Team hinter dem Projekt sind Teil dieses Schutz- mechanismus. Sie schaffen die Bedingungen, unter denen die Arbeit weiterhin aus einem ehrlichen Im- puls heraus entstehen kann.
„Ehrlich gesagt glaube ich, dass der beste Weg, etwas zu schützen, darin besteht, nicht ständig auf das Wachstum selbst zu schauen. Wachstum ist nicht das Ziel. Wachstum ist die Konsequenz. Mein Fokus lag immer auf dem Erschaffen. Dort beginnt alles.
Ich habe großes Glück, Menschen um mich zu ha- ben, die die Vision verstehen und die Strukturen darum aufbauen. Mein Manager Narcisse Ndeke war maßgeblich daran beteiligt, diesen Weg mitzu- gestalten, und mittlerweile haben wir außerdem ein neues Booking-Team aufgebaut, das die langfristi- ge Vision des Projekts vollständig versteht.
Ich bin überzeugt davon, dass das Wachstum die- ses Projekts nie dadurch entstanden ist, dass wir Erfolg gejagt haben. Es entstand, weil wir die Frei- heit geschützt haben, genau das zu erschaffen, was sich ehrlich und aufregend anfühlt. In dem Mo- ment, in dem man hauptsächlich für Algorithmen, Erwartungen oder Branchendruck produziert, ver- liert man genau das, was die Menschen ursprün- glich berührt hat. Die Leute spüren, ob etwas echt ist oder künstlich hergestellt wurde.
Für mich geht es also nicht darum, Ehrlichkeit di- rekt zu schützen. Es geht darum, die Umgebung zu schützen, die Ehrlichkeit überhaupt erst möglich macht. Solange ich neugierig, inspiriert und frei bleibe, das zu erschaffen, was sich richtig anfühlt, wird das Projekt automatisch authentisch bleiben.“
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