search.noResults

search.searching

saml.title
dataCollection.invalidEmail
note.createNoteMessage

search.noResults

search.searching

orderForm.title

orderForm.productCode
orderForm.description
orderForm.quantity
orderForm.itemPrice
orderForm.price
orderForm.totalPrice
orderForm.deliveryDetails.billingAddress
orderForm.deliveryDetails.deliveryAddress
orderForm.noItems
álvaro medina


Heute reicht Jazzy weit über Ma- drid hinaus. Doch anstatt Ex- pansion um ihrer selbst willen zu verfolgen, spricht Medina über das Projekt als eine Sammlung von Communities, die durch Mu- sik miteinander verbunden sind. Die bevorstehende Jubiläumstour spiegelt genau diese Haltung wi- der. Statt lediglich große Märkte abzudecken, orientiert sich die Route an Orten, die über die Jahre Teil der Geschichte von Jazzy geworden sind. Viele dieser Desti- nationen besitzen eine emotiona- le Bedeutung, die weit über Tic- ketverkäufe oder Besucherzahlen hinausgeht.


„Wir bereiten eine Welttour durch Clubs, Partys und Festivals vor, die für uns sehr wichtig sind. Einige davon sind zu Traditionen gewor- den. Medellín ist einer der beson- derssten Orte, weil wir dort jedes Jahr ein Charity-Event in Comu- na 13 organisieren, bei dem wir Spielzeug und Schulmaterialien an lokale Kinder spenden. Dann gibt es Orte wie Whynot in Sansibar, Fabric in London, La Casona de Camaná in Lima, La Cale in Rabat und die unglaubliche Community rund um SinxCensura in Puerto Escondido. Jede Stadt hat ihre ei- gene Persönlichkeit, aber alle sind Teil der Jazzy-Familie geworden.“


Diese Verbindung zur Communi- ty ist kein Zufall. Lange bevor er Promoter wurde, war Medina ein leidenschaftlicher Raver, dessen Verständnis von Clubkultur durch einige der einflussreichsten Par- tys der 2000er geprägt wurde. Besonders Ibiza hinterließ einen bleibenden Eindruck. Während mehrerer Sommer auf der Insel erlebte er aus erster Hand jene Energie und Freiheit, die Events wie Circoloco und Cocoon legen- där machten. Diese Erfahrungen beeinflussen bis heute seine He- rangehensweise an Musik und Events.


„Bevor ich überhaupt mit dem


DJing angefangen habe, waren die Partys, die mich am meis- ten geprägt haben, Circoloco im DC10 und Cocoon im Amnesia zwischen 2005 und 2009. Damals verbrachte ich die Sommer auf der Insel, versuchte meinen Le- bensunterhalt zu verdienen und entdeckte, was einige der besten Partys meines Lebens werden sollten. Diese Jahre haben verän- dert, wie ich Musik, Dancefloors und Community verstanden habe. Wenn ich heute zurückblicke, mer- ke ich, wie sehr diese Erfahrungen noch immer was ich tue.“


alles beeinflussen,


Musikalisch reichen Medinas Ein- flüsse weit über House und Tech- no hinaus. Sein Geschmack wurde bereits durch Hip-Hop, Funk und R&B geprägt, lange bevor er in die Underground-Electronic-Szene eintauchte. Mit der Zeit verban- den sich diese Einflüsse mit einer tiefen Wertschätzung für Chica- go House, Minimal und einige der prägenden Figuren, die den Sound der 2000er definierten. Ebenso wichtig waren Clubs, Labels und Communities, die zeigten, wie elektronische Musikkultur


auf


Werten statt auf Hype aufgebaut werden kann.


„Eine der musikalischen Bewe- gungen, die mich am meisten beeinflusst haben, waren Hip- Hop, Funk und R&B aus den 80ern, 90ern und 2000ern. Danach ka- men natürlich Chicago House und die Minimal-Bewegung mit Künstlern wie Luciano, Ricardo Vi- llalobos, Richie Hawtin, Steve Bug und Cajmere. Die frühen Jahre von Fuse und das, was Slapfunk heute geworden ist, waren wahrschein- lich meine größten Einflüsse. Sie haben mir gezeigt, wie mächtig eine echte Community sein kann, wenn sie auf Musik als Fundament aufgebaut ist.“


Ein weiteres prägendes Kapitel begann während seiner fast ze- hnjährigen Residency bei Replay Sunset Parties in Madrid. Diese Erfahrung ermöglichte es ihm, mit vielen Künstlern, die er bewunder- te, die Booth zu teilen und glei- chzeitig die Realität der Under- ground-Szene kennenzulernen. Noch wichtiger war jedoch, dass er eine Zeit hautnah miterlebte, die viele noch heute als eine der lebendigsten Epochen der Madri- der Clubkultur betrachten. Diese Jahre verwandelten ihn von ei- nem begeisterten Musikliebhaber in einen vollwertigen Künstler und Promoter.


„Ich war fast zehn Jahre Resident bei Replay Sunset Parties und hatte die Möglichkeit, mit Künst- lern wie Loco Dice, Tini, Apollonia, Mathew Jonson, Seth Troxler und Nicolas Lutz zu spielen. Es war eine Zeit, die unglaubliche Erin- nerungen hervorruft. Die Under- ground-Szene in Madrid fühlte sich damals deutlich lebendiger an und hat mir unglaublich viel beigebracht – nicht nur als DJ, sondern auch als Promoter. Diese Erfahrungen haben die Grundlage für alles geschaffen, was danach kam.“


Die Landschaft hat sich seit- dem stark verändert. Social Me- dia, Personal Branding und Con- tent Creation spielen heute eine größere Rolle als je zuvor und zwingen Künstler:innen häufig dazu, ihre Aufmerksamkeit zwis- chen Kreativität und Selbstver- marktung aufzuteilen. Medina erkennt diese Realität offen an. Wie viele Künstler seiner Genera- tion hat er manchmal das Gefühl, dass Musik selbst nicht mehr im Mittelpunkt der Industrie steht. Trotz dieser Frustrationen findet er seine Motivation weiterhin dort, wo sie immer war.


„Ehrlich gesagt wird es immer schwieriger, weil Musik sich an- fühlt, als würde sie in den Hinter- grund rücken. Man muss ständig in den sozialen Medien präsent sein, gleichzeitig PR-Mensch, Grafikdesigner, Content Creator und Community Manager sein. Aber dann setze ich mich ins Stu- dio und verliere mich stundenlang darin. Wenn ich diese Tracks im Club teste und Menschen dazu tanzen sehe oder wenn Künstler, die ich bewundere, meine Musik spielen, ist das ein Gefühl, das keinen Preis hat. Genau das hält mich am Laufen.“


Die erste Hälfte des Jahres 2026 brachte mehrere Momente, die diese Leidenschaft erneut bestä- tigten. Besonders sein Debüt bei SinxCensura in Puerto Escondido zählt für ihn zu den bedeutends- ten Erlebnissen des Jahres. Um- geben von Dschungel und getra- gen von einem Publikum, dessen Energie alle Erwartungen über- traf, hinterließ das Event einen bleibenden Eindruck. Es erinnerte ihn daran, dass einige der kraf- tvollsten Dancefloor-Erlebnisse oft weit entfernt von den tradi- tionellen Zentren der entstehen.


Industrie


„Ich kannte Puerto Escondido ni- cht, bevor ich dort gespielt habe, und ehrlich gesagt habe ich mich sofort verliebt. Die Party fand mit- ten im Dschungel statt, mit einem unglaublichen


Soundsystem und Lichtdesign, aber was mir wirklich geblieben ist, war die Atmosphäre und die Energie der Menschen. Ich habe sofort eine Verbindung zu diesem Publikum gespürt. Es war eine die- ser Nächte, in denen einfach alles zusammenpasst. Ich zähle die Tage, bis ich zurückkehren kann.“


027


Page 1  |  Page 2  |  Page 3  |  Page 4  |  Page 5  |  Page 6  |  Page 7  |  Page 8  |  Page 9  |  Page 10  |  Page 11  |  Page 12  |  Page 13  |  Page 14  |  Page 15  |  Page 16  |  Page 17  |  Page 18  |  Page 19  |  Page 20  |  Page 21  |  Page 22  |  Page 23  |  Page 24  |  Page 25  |  Page 26  |  Page 27  |  Page 28  |  Page 29  |  Page 30  |  Page 31  |  Page 32  |  Page 33  |  Page 34  |  Page 35  |  Page 36  |  Page 37  |  Page 38  |  Page 39  |  Page 40  |  Page 41  |  Page 42  |  Page 43  |  Page 44  |  Page 45  |  Page 46  |  Page 47  |  Page 48  |  Page 49  |  Page 50  |  Page 51  |  Page 52  |  Page 53  |  Page 54  |  Page 55  |  Page 56  |  Page 57  |  Page 58  |  Page 59  |  Page 60  |  Page 61  |  Page 62  |  Page 63  |  Page 64  |  Page 65  |  Page 66  |  Page 67  |  Page 68  |  Page 69  |  Page 70  |  Page 71  |  Page 72  |  Page 73  |  Page 74  |  Page 75  |  Page 76