DEULA
LERNEN DURCH BEGREIFEN
Die DEULA Westfalen-Lippe GmbH bildet unter anderem in Land- und Maschinentechnik Garten- und Landschaftsbauer aus.Kompaktmaschinen von Volvo CE dienen als „Ausbilder“.
ter und stellvertretender Schulleiter der DEULA Westfalen-Lippe GmbH. Seit 1950 ist das gemeinnützige Unternehmen und die Tochter der Landwirtschaftskam- mer NRWin der Jugend- und Erwachse- nenausbildung tätig. In insgesamt neun Fachbereichen wie Land- und Bauma- schinentechnik, Garten- und Landschafts- bau, aber auch Schweißtechnik und Land- wirtschaft unterrichten 30 festangestellte sowie 30 freiberufliche Trainer. Angebo- ten werden neben der überbetrieblichen Ausbildung auch Umschulungen, Weiter- bildungen sowie Training und Fahrprüfun- gen in der hauseigenen Fahrschule. Ne- ben diesen Einrichtungen verfügt die DEULA Westfalen-Lippe über eine Abtei- lung für Bildungsberatung: „Wir stehen Un- ternehmern bei allen Fragen rund um die Ausbildung und Qualifikation ihrer Mitar- beiter beratend zur Seite. Anhand von maßgeschneiderten Konzepten können die Unternehmen ihre individuellen Vor- stellungen verwirklichen“, erläutert Ge- schäftsführer Karsten Mensing.
L 120 Betten in der zum Betrieb gehö-
renden Unterkunft, helle und moderne Se- minarräume und viel Platz für praktische Übungen stehen auf dem Gelände der DEULA zur Verfügung. „Wir haben hier jährlich rund 8.500 Seminarteilnehmer, die wir in etwa 450.000 Stunden unterrich- ten“, erklärt Karsten Mensing. In den Se-
38 DER KUBIKMETER
ERNEN DURCH BEGREIFEN – so lautet unser Motto“, berichtet Rudolf Horstmann, Lehrgangslei-
minaren geht man konkret auf die indivi- duellen Bedürfnisse der Teilnehmer ein, so dass sich vorhandene Wissenslücken schnell füllen lassen. Gemäß dem Slogan „Lernen durch Begreifen“ wird der Unter- richtsstoff den Lehrgangsteilnehmern vor allem in praktischen Übungen näherge- bracht. „Hierbei steht im Vordergrund, dass die Schüler die Arbeitsabläufe im wahrsten Sinne des Wortes ‘begreifen’. Die Problemlösung soll erarbeitet werden und dies dann auch mit den entsprechen- den Maschinen. Die Maschinen sollen so- wohl im Einsatz als auch in deren techni- scher Funktion begriffen werden“, erläutert Rudolf Horstmann.
So werden in der Ausbildung der Land-
und Baumaschinenmechaniker komplette Werkstattbesuche simuliert. „Die Schüler werden mit annähernd realen Situationen konfrontiert. Die Maschine wird in dieWerk- statt gebracht, weil sie nicht mehr fährt, der Motor nicht mehr rund läuft oder die Hydraulik nicht mehr richtig arbeitet. Zu dieser Übung gehört es dann, Kundenge- spräche zu simulieren, die Reparatur zu planen und auch die Ersatzteile anhand einer digitalen Datenbank zu bestellen“, erklärt Rudolf Horstmann. „Versuchska- ninchen“ für die zahlreichen Lehrgangs- teilnehmer sind unter anderem zwei Kom- paktmaschinen: Ein L30BZX und ein EC35C stehen seit gut einem Jahr als „Ausbilder“ zur Verfügung und kommen im Bereich Bau- und Landmaschinentechnik, Garten- und Landschaftsbau, aber auch
Kommunaltechnik zum Einsatz. „Wir haben uns sehr über die Unterstützung seitens der Swecon Baumaschinen GmbH ge- freut, die uns die beiden Maschinen zur Verfügung gestellt hat. Mit Swecon arbei- ten wir seit langen Jahren erfolgreich und gerne zusammen und haben auch mit den Volvo-Maschinen seit Jahren gute Erfah- rungen gemacht“, sagt Karsten Mensing.
DIE AUSSTATTUNG der beiden stähler- nen Trainer kann sich sehen lassen: Der Kompaktbagger verfügt über einen zwei- ten Zubehörkreislauf, über den beispiels- weise ein Abbruch-Sortiergreifer betätigt werden kann. Der Hammerbetrieb ist bereits über die standardmäßigen Hydrau- likkreise gewährleistet. „Ein vierter Hydrau- likkreis und ein starrer Heckanbaurahmen erlauben die Montage von Besen und Streuern für den Einsatz im Winter- und Straßenkehrdienst. Auch der Betrieb einer Hochkippschaufel kann über diesen Steu- erkreis realisiert werden“, schildert Thomas Rehberg, Fachbereichsleiter Land- und Baumaschinentechnik. Die beiden Geräte kommen jedoch vorrangig in der Ausbil- dung der Garten- und Landschaftsbauer, der Kommunaltechnik und in der Erdbau- maschinenführerausbildung zum Einsatz. „Unsere Teilnehmer werden hier von An- fang an voll gefordert. Gräben ziehen, Pa- letten verfahren und Schüttgut transpor- tieren – jeder muss sämtliche Übungen durchführen und ist nach dem dreimonati- gen Kurs perfekt für die Praxis im Alltag ge- rüstet“, berichtet Thomas Rehberg. ■
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