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EUROPEAN SALT COMPANY


reiche zum Beispiel von Salzresten zu reinigen. Da unsere Kollegen im Kaliwerk Sigmundshall bereits erfolgreich Volvo-Ma- schinen einsetzen, kamen wir auf die Idee, das gleiche Gerät zu verwenden.“


DIE GERINGEN ABMESSUNGEN des L110F und die Kabinenhöhe von 3,36 Me- tern führen zu einer guten Rundumsicht. Die geringe Staubanfälligkeit sowie die emissionsarmen Abgaswerte passen per- fekt zu den Gegebenheiten unter Tage. Die nach oben schmal zulaufende Schaufel des Radladers ermöglicht in einem ge- wölbten Hohlraum ein problemloses Er- reichen schwer zugänglicher Stellen und der Ränder und Kanten auf dem Boden. „Wenn man hört, dass ein Radlader der 5- Tonnen-Klasse unter Tage im Einsatz ist, denken die meisten an einen Einsatz in der direkten Salzförderung. Dies ist bei uns nicht der Fall. Der L110F kommt aufgrund seiner geringen Größe für die Säube- rungsarbeiten als ‘Putzlader’ zum Einsatz – ein ‘Sauberlader’, wenn Sie so wollen“, erklärt Jeschke. „Unsere Fahrer durften mehrere Wettbewerbsgeräte testen und haben sich gemeinsam mit den Verant- wortlichen der technischen und bergmän- nischen Abteilungen mit großer Mehrheit für den Volvo entschieden, der neben sei- ner Leistungsfähigkeit auch durch diverse Extras wie eine komfortable Fahrerkabine und CDC-Steuerung überzeugen konnte. Zudem haben die Kollegen in Sigmunds- hall bereits mehrere L110E im Einsatz und sind mit diesen sehr zu- frieden.“


Nach der Ent-


scheidung waren die beteiligten Geschäfts- partner,


die


Swecon Bau- maschinen


GmbH und deren Handelspartner Mario Janßen Baumaschinen- und Fahrzeugser- vice aus Kranenburg, vor eine große lo- gistische Aufgabe gestellt, denn der Rad- lader konnte aufgrund der geringen Abmessungen des Transportschachtes nicht in einem Stück nach unter Tage trans- portiert werden. „Die Maschine musste in mehrere Einzelteile zerlegt und im Material- schacht in 750 Meter Tiefe transportiert werden. Kein einfaches Unterfangen, wenn kein Bauteil größer als 2,50 mal 2,00 Me- ter sein darf bei einer Maximallänge von acht Metern“, berichtet Swecon-Verkäufer Joachim Höfinghoff. Die Demontage über Tage und die Remontage unter Tage hat die Firma Mario Janßen Baumaschinen- und Fahrzeugservice übernommen: „Alle Bauteile, wie Achsen und Hubgerüst, Ka- bine und Haube, Antriebsstrang mit Rah- men und Steuerschieber sowie alle Räder sind durch den Materialschacht des Salz- bergwerks transportiert worden“, erklärt Geschäftsführer Mario Janßen. Hagen Jeschke ergänzt: „Der Transport nach un- ter Tage war neben der Zerlegung der Ma- schine sicher die größte Herausforderung dieses Projektes. Die Maschinenteile müs- sen zum Schachttransport über Tage senk- recht eingehängt und anschließend unter Tage wieder waagerecht ausgehangen werden.“


NACH UNGEFÄHR FÜNF Arbeitstagen hatten die Monteure der Firma Mario Jan- ßen die Maschine wieder unter Tage zusammen- gesetzt und der L110F war bereit für den ersten Ein-


satz. Die Montagetage nutzte die esco für die intensive Vorbereitung und Schulung der Mitarbeiter für den Einsatz der neuen Maschine. Nach neuem Schulungskonzept wurden die Maschinenbediener von einem firmeninternen Großgeräte-Instrukteur spe- ziell für den Einsatz des L110F geschult. Anhand eines Volvo-Schulungsvideos, einer eigens erstellten Bedienungskurz- anleitung und einer begleiteten Praxis- schulung wurden alle zukünftigen Radla- der-Fahrer eingewiesen. „Wir haben unsere Fahrer sozusagen einer internen Radlader- Führerscheinprüfung unterzogen, damit wir sicher sein können, dass die neue Ma- schine von der ersten Minute an korrekt bedient und pfleglich behandelt wird. Für die Instandhaltung und Reparatur der Ma- schine unter Tage wurden zwei Mitarbei- ter aus der Untertagewerkstatt mit einer zweiteiligen Instandhalterschulung im Volvo-Trainingscenter in Konz auf die anste- henden Reparaturmaßnahmen vorbereitet. Die Firma Mario Janßen und Joachim Hö- finghoff von der Swecon Baumaschinen GmbH stehen uns darüber hinaus mit Rat und Tat zur Seite“, betont Hagen Jeschke.


Er zeigt sich sehr zufrieden mit dem


Zusammenspiel von Mensch und Maschi- ne: „Der L110F hat uns in den ersten Ein- satzwochen mit seiner Leistungsfähigkeit und Bedienerfreundlichkeit wirklich über- zeugt“, berichtet der Technische Leiter und benennt weitere Aufgaben, die unter Ta- ge zukünftig mit dem L110F erledigt wer- den können: „Zu 90 Prozent kommt der L110F für ‘Putztätigkeiten’ zum Einsatz, es ist jedoch auch denkbar, den Radlader für zahlreiche weitere Nebentätigkeiten ein- zusetzen, zum Beispiel als Zugmaschine für Schwertransporte oder für den Fahr- bahnbau unter Tage. Auch das Schieben von so genannten Wetterwällen, die für eine reibungslose Versorgung und Steuerung von Frisch- luft in der Grube sorgen, ist eine denkbare Auf- gabe für unseren ‘Sauberlader’.“ ■


DER KUBIKMETER


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