LEONHARD WEISS GMBH &
CO.KG
Kampagne, für welche die Schwarzdecken- trupps von Leonhard Weiss nur ein klei- nes Zeitfenster hatten. Die insgesamt 150 Tonnen Mischgut für die drei Zentimeter dicke Deckschicht über einer Standard- tragschicht sowie die schon tags zuvor mit einem Haftmittel vorbehandelte Binder- schicht sollten nämlich „heiß an heiß“ ein- gebaut werden, um später eine dauerhafte Fahrbahn mit ebenflächigem, gleichmäßi- gem Straßenbild zu schaffen. Darum muss- ten für die relativ kurzen Strecken gleich zwei große Volvo-Fertiger sowie für einen kleineren Abschnitt ein weiterer kleiner Fer- tiger eingesetzt werden. Unterschiedliche Straßenbreiten von vier bis sechs Meter, eine kurvige Straßenführung sowie wech- selnde, teilweise außermittige Dachprofi- le stellten die Einbaumeister vor zusätzli- che Herausforderungen.
Aber Bauleiter Thomas Liebler zieht ab-
schließend ein positives Resümee: „Trotz ih- res großen Formates haben sich die beiden Volvo-Fertiger als vorbehaltlos stadttauglich erwiesen. Dank ihrer kompakten Konstruk- tion sowie der kurzen Einbaubohle nehmen sie wendig und präzise jede Kurve. Auch mit dem relativ zähen Mischgut kamen ihre Variobohlen bestens zurecht.“ Noch eine an- genehme Begleiterscheinung bei Einsätzen auf Kommunalstraßen: ABG-Fertiger von Volvo arbeiten laufruhig und belasten nicht
Farbiger Asphalt
fahrener Bohle, um sämtliche Reste von schwarzem Asphalt zu entfernen. Danach waren sie bereit für das Schwetzinger Heiß- mischgut mit aristokratisch vornehmer Bläs- se und schwierigem Charakter.
Ausgesprochen zäh verhielt sich näm-
lich das mit 160 Grad Einbautemperatur angelieferte Asphaltmischgut während der
Standardbitumen aus Erdölraffinerien verleiht her- kömmlichem Asphalt als Bindemittel der minera- lischen Zuschlagstoffe seine typische schwarze Färbung. Farbasphalte werden dagegen üblicher- weise mit synthetischen Bindemitteln hergestellt. Spezielle Pigmente verleihen ihnen die ge- wünschte Färbung – beispielsweise Eisenoxid für Rot und Gelb, Chromoxid für Grün, Kobaltoxid für Blau sowie Titandioxid für Weiß. Auch nahezu farb- lose Bindemittel sind auf dem Markt, die sich durch Zugabe geringer Mengen Farbpigmente ganz nach Wunsch einfärben lassen. Allerdings spielt auch die Eigenfarbe der verwendeten Mineralstoffe eine gewisse Rolle bei der Farbge- bung. Helle Gesteine bringen Vorteile, weil der gewünschte Farbeffekt schon mit geringen Men- gen Pigment dauerhaft erreicht werden kann. Nach dem Einbau kann sich die Tönung von Farb- asphalt durch Sonneneinstrahlung noch etwas verändern, durch Abnutzung kann der dünne Bindemittelfilm auf dem Asphaltbelag verschwinden. Ganz bewusst wird die Deckschicht durch das so genannte Grinding aufgeraut, wodurch die natürliche Farbe der verwendeten minerali- schen Zuschlagstoffe besonders zur Geltung kommt. Eine ansprechende Optik verändert jeden- falls nicht unbedingt die Gebrauchseigenschaften von Asphalt.
durch unnötig hohe Betriebsgeräusche die Nerven aller Beteiligten. Dafür sorgen ins- besondere die verbrauchsoptimierten und laufruhigen Volvo-Motoren, die nebenbei auch Wartungs- und Servicearbeiten an den Fertigern erleichtern, weil keine Diesel- aggregate anderer Hersteller zusätzlich durch deren eigene Servicetechniker be- treut werden müssen.
FEINSCHLIFF ZUM ABSCHLUSS – nach dem Auftragen des Farbasphaltes folgte im kurpfälzischen Schwetzingen zu guter Letzt noch das Grinding. Dabei wird die Asphaltdeckschicht angeraut und die edlen, hellen Zuschlagstoffe werden erst richtig sichtbar. Inzwischen fahren bereits wieder die Stadtbusse über den Schloss- platz. Künftig wird er jedoch als verkehrs- beruhigter Bereich gelten: Die Große Kreis- stadt Schwetzingen setzt derzeit den vom Gemeinderat im Jahre 2009 gefassten Be- schluss zum verkehrsberuhigten Bereich um. Alle Verkehrsteilnehmer sind künftig gleichberechtigt, für Fahrzeuge gilt ein Tem- polimit von 7 km/h. Außerdem haben Kraft- fahrer auf dem gesamten Platz keine Vor- fahrt. „Vollständig gesperrt wird der Schlossplatz allerdings nicht, damit auch künftig alle Bürger Schwetzingens mit ei- nem wichtigen Anliegen überall hin gelan- gen“, betont die Projekt- und Bauamtslei- terin Carola Schellhorn-Stöber. ■
DER KUBIKMETER
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