Eine Staatsstraße am Starnberger See wird in den Wald verlegt – aber nicht nur verkehrsgerecht, sondern auch umwelt- verträglich. Zukünftig sollen darauf Lkw und Pkw ungehindert fahren können, ohne dabei kreuzende Tiere zu gefährden. Die Richard Schulz Tiefbau GmbH machte zwei neue Volvo-Raupenbagger des Typs EC250D zu den Hauptakteuren beim Trassieren von Fahrbahn und Böschungen sowie beim Umschlag von Boden und Baustoffen.
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ÜR VIEL BEWEGUNG sorgt die Richard Schulz Tiefbau GmbH & Co. KG.
Bereits seit mehr als einhundert Jahren enga- giert sich die Unternehmensgruppe in ganz Deutschland für eine funktionierende Infra- struktur. Ein aktuelles Verkehrsprojekt am Starnberger See passt genau ins Programm: Die Staatsstraße von Seeshaupt nach Weil- heim wird in ein Waldstück verlegt, um einen Engpass im Güterverkehr zu beseitigen. Dabei übernimmt Richard Schulz Tiefbau als Gene- ralunternehmer nahezu sämtliche Arbeiten auf der knapp zwei Kilometer langen Strecke – vom Auskoffern bis zum Erstellen von Unterbau und Fahrbahn. Viel Bewegung von Boden und Baustoffen und daher eine gute Gelegenheit, sich die hierfür passenden Raupenbagger an- zuschaffen. Dass dabei die Wahl auf Volvo- Bagger fiel, war eine Premiere in der Nieder- lassung Großweil. Aber gute Gründe sprachen dafür, im August 2013 einen Volvo EC250D zu holen, und weil dieser so gut funktionierte, im Mai 2014 gleich noch einen zweiten.
Den Bagger ins Rollen brachte der Fahrer Markus Schleich: „Ich kannte bisher nur ande- re Marken. Aber beim Testen des EC250D habe ich mich darin sofort wohlgefühlt. Die Hydraulik spricht fein und schnell auf Steuer- befehle an, der Dieselmotor läuft ruhig und sparsam – da wusste ich schon, dass ich kei- ne andere Maschine haben will.“ Damit war auch für den Niederlassungsleiter Michael Mair die Entscheidung gefallen: „Bei Richard Schulz Tiefbau sind bereits knapp zwei Dut- zend Mobilbagger und kompakte Radlader von
Volvo im Einsatz. Unsere Niederlassung hatte bisher noch keine Volvo-Modelle. Aber mit ei- ner solchen Schlüsselmaschine muss der Fah- rer gerne arbeiten, um produktiv zu sein.“
Bauen ohne Pflock und Schnur Nach rund einem Dreivierteljahr ziehen Fahrer und Niederlassungsleiter eine positive Zwi- schenbilanz: Bisher waren keine Reparaturen notwendig – und dies bei rund 1.000 Be- triebsstunden allein im ersten halben Jahr. Der Kraftstoffverbrauch beträgt rund 15 Liter bei einem beachtlichen Einsatzmix aus Bö- schungs- und Ladearbeiten. Keine Überra- schung also, dass Michael Mair seine Ma- schinenflotte daraufhin mit einem weiteren Raupenbagger EC250D verstärkte. Diese Maschine wurde ebenfalls auf die Straßen- baustelle am Starnberger See beordert. Auf diese Weise arbeiteten Markus Schleich und sein Kollege Xaver Pössenbacher mehrere Wochen lang auf derselben Baustelle mit ihren beiden neuen, nahezu identischen Baggern.
Himmlisch genau baggern
Viele große Infrastrukturprojekte werden heute bereits ohne das begleitende Vermessen und Ab- stecken durchgeführt. Vielmehr richten sich die Fahrer von Baumaschinen nach elektronischen Planungsdaten im Bediengerät ihrer Maschinensteuerung sowie nach Positions- und Lagedaten von Baulasern oder Satellitensystemen. Bei Planierraupen und Motor-Gradern kann die Maschi- nensteuerung auch die Schildbewegungen übernehmen. Bei Raupenbaggern sind es heute jedoch noch reine Anzeigesysteme. Die Bagger-, Ausleger- und Löffelbewegung führt der Maschinist noch selbst aus. Bei der 3D-Baggersteuerung von Trimble etwa, wie Richard Schulz Tiefbau sie beim Neubau der Umgehungsstraße Seeshaupt am Starnberger See verwendet, sieht der Maschinist auf seinem Display in der Kabine genau die geplante Geländeform und kann die ebenfalls einge- blendete Löffelschneide exakt an der Soll-Linie entlangführen. Das spart Zeit und vermeidet auf- wendige Nacharbeiten durch Mehr- oder Minderabtrag. Und einen Bauhelfer mit Messlatte spart man sich obendrein gleich ganz.
DER KUBIKMETER 33
Die Betonung liegt allerdings auf nahezu identisch: Während Xaver Pössenbacher, ein stolzer Bayer mit imposantem Bart, seinen Volvo-Bagger nach klassischer Methode steu- ert, macht sein jüngerer Kollege Markus Schleich die Aushub-, Trassier- und Planierar- beiten nämlich zum filigranen Fingerspiel mit Joystick und Vierfarbdisplay. Seine Maschine hat eine satellitengestützte 3D-Baggeranzei- ge. Damit kann er trassieren und planieren, Böschungen und Kanten ziehen, ohne sich nach Pflock und Schnur richten zu müssen. Genau genommen sind auf der gesamten Bau- stelle nahezu keine Vermessungspunkte zu sehen. Die vom Staatlichen Bauamt Weilheim erstellten CAD-Planungsdaten verwandelte ein Vermesser von Schulz in maschinenlesba- re Dateien, die Markus Schleich per USB- Stick in die Recheneinheit seiner Maschinen- steuerung von Trimble überträgt. Während der Arbeit empfängt er seine genauen Positions- daten vom GNSS-Satellitensystem am Himmel sowie von einer Referenzstation am Boden.
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