Projekt
Alexej Brecht-Bergen Geschäftsführer der KARL München GmbH und Bauherr. 2014 Verkauf der eigenen Marketing-Agentur Elite Promotion. Zusätzlicher Studienabschluss in Real Estate Management.
Dr. Stephanie Brecht-Bergen Gesellschafterin der dormakaba Holding und seit 2017 Geschäftsführerin der KARL München GmbH. Sitz im Verwaltungsrat der dormakaba.
Sir David Chipperfield Weltweit renommierter Architekt mit Büros in London, Berlin, Mailand und Schanghai. Schöpfer zahlreicher global bekannter Gebäude, darunter vieler Museen. Zuletzt gestaltete der Brite den neuen Säulengang am Berliner Pergamonmuseum.
Enzo Enea Schweizer Landschaftsarchitekt und Bäumesammler. Er gestaltete Gärten unter anderem für Prinz Charles und George Harrison. In diesem Herbst hat Enea die vielbeachtete Bauminstallation „For Forest“ im Klagenfurter Wörthersee-Stadion umgesetzt.
an: „Ich höre mir alle Positionen an und entscheide im Sinne des Projekterfolgs. Dazu gehört beispielsweise auch, dass Dienstleister ausgewechselt werden, wenn es sein muss.“
Konflikte meistern
Eine erwartbare Situation ist zudem immer wieder der Konflikt zwischen Ästhetik und Kosten. Brecht-Bergen nennt die Gemengelage „Diskussion um Qualitäten“. Konkretes Beispiel: Der Innengarten bekommt ein Wasserbecken, das wiederum eine Umwälzanlage benötigt, die auf die Nebenkosten drücken wird. Nun ist es eine Abwägungsfrage, was dem potenziellen Nutzer wichtiger sein könnte. Naturgemäß gibt es im Team verschiedene Positionen – dann muss der Bauherr das letzte Wort sprechen.
Prinzipiell schätzt er aber Entscheidungen dieser Art: „Ein Objekt wie das KARL braucht starke Persönlichkeiten, um ein Erfolg zu werden.“ Und alles muss doppelt abgesichert sein, deshalb bekommt auch der Bauherrenvertreter einen Controller an die Seite gestellt. Bei Investitionssummen von deutlich mehr als 100 Mio. Euro ein üblicher Akt der Risikominimierung.
Bereits heute deutet vieles darauf hin, dass die Strategie aufgeht: Experten sorgen für Qualität, Qualität sorgt für gute Mieter, gute Mieter für die angemessene Rendite. Das KARL ist bereits in diesem Herbst vollvermietet, der Einzug eines US- Technologieunternehmens für 2021 geplant. Ansehen von Objekt und Nutzer werden sich aller Voraussicht nach gut ergänzen.
Was wiederum auf das Bauherrenpaar ausstrahlen wird. „Die Familie steht für Qualität“, betont Brecht-Bergen, der das Kunstaffine aus der eigenen Linie gewohnt ist. Und für Kontinuität. Denn mit dem KARL will er nicht nur ein langfristiges Investment schaffen, sondern auch eine klare Botschaft senden: Das KARL ist nur der Anfang – aber es setzt Maßstäbe. „Deshalb freuen wir uns, wenn das KARL mit uns in Verbindung gebracht wird. Ein gelungenes Projekt könnte es künftig einfacher machen, die Besten der Branche für weitere Entwicklungen zu gewinnen.“ Das KARL – eine Arbeitsprobe mit Strahlkraft.
Peter Lausmann
Mehr Bilder und Hintergründe zum KARL unter
www.karl-muenchen.de
Quintessenz Q3 | 2019
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