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Interview


Zielen und der Einhaltung von Compliance-Regeln. Besser ist, den Mitarbeitern praktische und alltagsbezogene Hilfestellungen zu geben, wie mit bestimmten Situationen umgegangen werden soll. Hierfür gibt es moderne Tools im Bereich Compliance- Pädagogik, die helfen, ein Verständnis der Mitarbeiter für die notwendigen Regeln aufzubauen.


Welche Aufgaben kommen dabei den jeweiligen Führungsebenen zu?


Laut der Erhebung, die das ICG zusammen mit KPMG durchgeführt hat, verpufft das Bewusstsein für die Bedeutung von Compliance oftmals auf der zweiten oder dritten Führungsebene. Wichtig ist also, dass der CEO hierzu nicht nur eine klare Haltung hat, sondern diese auch top down an seine Führungskräfte weitergibt.


Sie sind ja nicht nur Vorstandsvorsitzender des ICG, sondern auch Geschäftsführer des Energiedienstleisters ista international. Zeigen Sie doch mal an einem Beispiel aus der realen Welt: Wo hat es gehakt und welche Lösung haben Sie im Unternehmen dafür gefunden?


Wir hatten in einer unserer Landesgesellschaften einen Whistleblower-Hinweis, dass Kunden Aufträge gegen materielle Gegenleistungen an uns vergeben. Wir sind dem entschlossen nachgegangen, haben in einigen Fällen Unregelmäßigkeiten entdeckt und uns von den Verantwortlichen getrennt. Das neu zusammengestellte Team performt jetzt ohne diese ‚Hilfe‘ und unser Compliance-System ist um eine Erfahrung besser geworden.


Was war der bisher schwerwiegendste Verstoß gegen Compliance-Regeln, den Sie in der Branche beobachtet haben?


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Jeder Verstoß ist einer zu viel. Einzelne Fälle als besonders schlimm hervorzuheben, bringt aber nichts. Wichtig ist die systematische, sachliche Aufarbeitung jedes Verstoßes, egal ob vermeintlich groß oder klein. Denn gerade erhebliche Verstöße haben oft mal klein angefangen. Wehret den Anfängen, ist hier ein guter Rat. Das trägt zur Prävention bei und schärft das Bewusstsein, was in Zukunft besser gemacht werden muss.


Wie sollten Unternehmen damit umgehen, wenn bei marktüblichen Geschäftspraktiken gegen Compliance-Regeln verstoßen wird? Man will seine Kunden ja nicht vertreiben.


Die eine Frage ist, ob man Kunden haben möchte, die Praktiken fordern, die mit Rechtstreue nichts zu tun haben. Da kann man nur eine klare Haltung zeigen. Die andere Frage ist, wie man mit Verstößen umgeht. In der konkreten Umsetzung bedeutet das auch, dass alle Spielregeln für alle Mitarbeiter klar sein müssen. Themen wie zum Beispiel Geldwäsche müssen deutlich verurteilt werden, so dass jeder weiß, woran er sich zu halten hat.


Was ist der beste Schutz vor Non- Compliance?


Jedes Unternehmen muss sich klarmachen, dass die Kosten für Compliance-Systeme deutlich geringer sind als die für Fehlverhalten. Das ist natürlich kein rein ökonomischer Aspekt, sondern auch eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung, die ein Unternehmen trägt. Professionelle moderne Compliance- Managementsysteme helfen dabei. Das ICG zertifiziert diese Systeme und verleiht jedes Jahr neue Zertifikate.


Das Gespräch führte Astrid Lipsky


Quintessenz Q3 | 2019


Foto: Goran Bogicevic/Shutterstock


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