Projekt
Ein Projekt mit Strahlkraft Das KARL, der Bauherr und das Management
„Wir sind eng mit dem KARL
verbunden. Deshalb stehen wir auch mit unserem Namen für das Projekt, seine Strategie und die damit verbundenen Ansprüche.“
Es ist in diesen Tagen ungewöhnlich, dass ein Bauherr derart öffentlich und derart persönlich für seine noch entstehende Immobilie eintritt – für einen privaten Investor allemal. Doch Alexej Brecht-Bergen hat einen anderen Weg eingeschlagen. Er sagt: „Auch bei einem Investitionsvolumen von deutlich mehr als 100 Mio. Euro muss die Rendite nicht zwangsläufig an erster Stelle stehen. Meiner Frau Stephanie und mir sind als Bauherren Charakter, Identität und Nachhaltigkeit noch wichtiger, weil sie den künftigen Nutzern eine Heimat geben.“
Vor der Heimat kommt das Neuland, denn Brecht-Bergen kommt eigentlich aus der Werbebranche, hat nach dem Verkauf seiner Agentur Real Estate Management studiert, um nun als Quereinsteiger erstmals eine Neuentwicklung für seine Familie umzusetzen. Und was für eine. Rund 47.000 m² Bruttogrundfläche wird das KARL in der Münchner Maxvorstadt haben. „Als wir das ehemalige Mahag- Grundstück 2014 gekauft haben, war klar, dass wir nur dann das optimale Ergebnis bekommen, wenn wir die besten Fachleute zu einem Team formen können“, sagt Brecht-Bergen.
Heute zeichnen Sir David Chipperfield als Architekt und Enzo Enea als Landschaftsgestalter verantwortlich – große Namen mit entsprechend großen Persönlichkeiten. Brecht-Bergen muss die Balance finden: Zwischen genereller Vision und dem Fokus auf kleine Details, zwischen Vertrauen und Kontrolle, zwischen Verändern und Beharren.
Impuls für Maxvorstadt
In diesem Herbst gewinnt das KARL langsam an Profil. Fundamente und Tiefgaragen sind gegossen, der Rohbau lässt das Erdgeschoss erahnen, massive Stützbalken türmen sich meterhoch neben den Kränen. Vorsichtig balanciert
Markus Trost um die Moniereisen, die in dieser Bauphase fast überall liegen. Brecht-Bergen hat den JLL- Projektleiter schon in der ersten Phase als Bauherrenvertreter ins Team geholt. Die Rolle geht weit über die Bauaufsicht und die Koordination der Dienstleister hinaus. Absprachen mit Stadt und Nachbarn sind wichtig, um die Entwicklung der Lage über die kommenden zehn Jahre hinaus zu projizieren. „Dieser Bereich der Maxvorstadt wird sich binnen weniger Jahre grundlegend verändern“, gibt er einen Ausblick, „noch ist eine Seite des Grundstücks von einer rund 20 Meter hohen Brandmauer begrenzt, doch diese Wand wird perspektivisch verschwinden, wenn das Gelände
Quintessenz Q3 | 2019
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Visualisierung: David Chipperfield Architects
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