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Ein Treuhänder, der loslassen kann
Wer wachsen will, muss reduzieren – das Deka Immobilienmanagement im Porträt
Wer wachsen will, muss reduzieren – wer gewinnen will, muss lernen abzugeben. Ulrich Bäcker hat sichtlich Spaß an diesen scheinbaren Gegensätzen, auf denen seine Strategie der vergangenen Jahre basiert. Als er die Geschäftsführung des Deka Immobilienmanagements 2007 übernahm, standen in der Bilanz Assets im Wert von 15,7 Mrd. Euro – heute sind es rund 40 Mrd. Euro. Doch sein Büro im Frankfurter Gebäudekomplex Skyper spiegelt diese Wachstumsgeschichte kaum – keine Pokale, keine Sammlung wuchtiger Tombstones, keine überdimensionierten Bilder hinzugekaufter Immobilien. Zwei dezente Automodelle zieren ein schmales Sideboard mit Büchern. Einziger Schmuck ist der unverstellte Blick aus dem 9. Stock des Skypers auf das Frankfurter Bahnhofsviertel. Von hier aus macht Bäcker weltweit vor allem vier Dinge: bündeln und verdichten, steuern und koordinieren. Gradlinig, mit schlanken Strukturen und professioneller externer Unterstützung.
Schrittweise auslagern
Seit der 58-jährige Kölner vor zwölf Jahren die Leitung übernahm, hat er sich immer wieder mit grundlegenden Fragen befasst: „Was und wie viel muss man selbst leisten? Wo liegt die Wertschöpfung? Was können andere vielleicht besser?“ Umgesetzt hat er
Ulrich Bäcker, Geschäftsführer Deka Immobilienmanagement
die Ergebnisse dieser Überlegungen zunächst bei der Auslagerung vieler Dienstleistungen des Property- Managements zu Beginn des Jahres 2009. Das Facility-Pendant wurde bereits zur Jahrestausendwende an externe Anbieter übertragen. Ebenso laufen Teile des Vermietungsgeschäftes auch schon mehrere Jahre über Externe. „Es sind vor allem Bereiche, die dank des technischen Fortschritts auch künftig zumindest teilweise automatisiert werden können“, so Bäcker.
In den letzten Jahren ist die Deka Immobilien kontinuierlich gewachsen. Dies führte dazu, dass sich die
Quintessenz Q3 | 2019
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Foto: Deka Immobilienmanagement
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