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Foto: JLL


Trend An der Schmerzgrenze In München sind die Mieten so hoch wie noch nie


In München wird Wohnen zunehmend zum Luxusgut. Es fehlt vor allem bezahlbarer Wohnraum. Was sind die Folgen? Und gibt es eine Lösung?


Nirgendwo sind Wohnungen so teuer wie in München? Nicht ganz, aber fast. Der Ort mit den höchsten Mieten in Deutschland ist Karlsfeld, eine Gemeinde am nordwestlichen Stadtrand von München. Zumindest, wenn man den jüngsten Mietspiegelindex des Hamburger Forschungs- und Beratungsunternehmens F+B zugrunde legt. In Karlsfeld zahlen Mieter demnach 53 Prozent mehr als im deutschen Durchschnitt. München folgt knapp dahinter: Die Mieten in der bayerischen Landeshauptstadt liegen 51 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Der Index bildet die Nettokaltmieten von typischen Normalwohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage ab. Die Nettokaltmiete in Karlsfeld beträgt laut F+B im Schnitt 10,62 Euro pro Quadratmeter, 17 Cent mehr als in München.


Wenn es um die Erschwinglichkeit von Wohnraum geht, ist die bayerische Landeshauptstadt allerdings absoluter Spitzenreiter – im negativen Sinne: Nur in München können sich Mieter immer weniger Wohnraum leisten, so das Ergebnis der jüngsten Auswertung der Miet- und Einkommensentwicklung


in den 401 Kreisen in Deutschland, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführt hat. Ein Durchschnittsverdiener konnte sich 2017 demnach für 26 Prozent seines Nettolohns - der mittleren Mietkostenbelastung eines Single- Haushalts - gerade einmal 41 Quadratmeter in München leisten. 2013 waren es noch knapp 44 Quadratmeter. Allein von 2016 bis 2017 sind die Mieten für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus laut IW um 9 Prozent gestiegen.


Es fehlen 78.000 bezahlbare Wohnungen


Die Folge? Man zieht nicht mehr um, egal ob die Wohnung zu klein oder zu groß ist. „Die durchschnittliche Umzugsquote lag deutschlandweit bisher immer bei 10 Prozent. Inzwischen ist sie auf 8,5 Prozent gesunken. In München liegt sie nur noch bei 6,7 Prozent“, so Klaus Platen, Team Leader Residential Investment bei JLL in München. Diese verdeckte Wohnungsnot werde in den öffentlichen Zahlen überhaupt nicht berücksichtigt. Platen: „Beispielsweise wohnen viele alleinstehende Rentner noch in ihren Familienwohnungen, weil die Mieten niedrig sind und eine kleinere Wohnung zu aktuellen Marktmieten viel teurer wäre.“ Viele Familien könnten sich zudem keine größere


Klaus Platen Team Leader Residential Investment JLL München


Wohnung leisten, denn es mangelt vor allem an bezahlbarem Wohnraum in München. Laut Hans-Böckler-Stiftung fehlen 78.000 Wohnungen. „Als erschwinglich gelten Mieten, die im Schnitt nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens ausmachen. In München zahlen Mieter im Schnitt bereits rund 40 Prozent“, erklärt Platen. Diese Schere gehe immer weiter auseinander, weil die Mieten schneller steigen als die Einkommen. „Das ist schon sehr an der Schmerzgrenze.“


Ist Besserung in Sicht? Kaum. „2018 sind 8.100 neue Wohnungen gebaut worden. Um dem Nachfrageüberhang Herr zu werden, bräuchte man aber doppelt so viele“, so Platen. Und


Quintessenz Q1 | 2019


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