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Analyse


Die Hochhaus-Frage Noch gilt:


Nicht höher als die Frauenkirche


Seit 2004 werden in München keine Gebäude mehr gebaut, die höher als 100 Meter sind. Das könnte sich bald ändern. Gegen die Wohnungsnot hilft das allerdings nicht.


„Ich halte Hochhäuser nicht für gefährlich“, so Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter gegenüber der Münchener Abendzeitung. Mit Hochhäusern könne man mehr bezahlbare Wohnungen bauen und damit die Entwicklung der Mieten etwas dämpfen. „Wir müssen deshalb darauf schauen, dass wir bei höheren Häusern eine vernünftige Mischung hinbekommen, so dass dort auch bezahlbares Wohnen entstehen kann.“ Mit der zunehmenden Wohnungsnot (siehe auch Artikel auf Seite 3) ist auch die Hochhaus-Frage wieder ins Bewusstsein gerückt. Sie hat eine lange Tradition in der bayerischen Landeshauptstadt. Das Besondere am Münchener Hochhausbau: Seit einem Bürgerentscheid im Jahr 2004 ist bei 100 Metern Schluss.


Reiter bezog sich in seiner Aussage zunächst auch nur auf Gebäude mit einer Höhe von 60 bis 70 Metern. „Bei Häusern über 100 Meter lassen sich wirtschaftlich nur ganz schwer bezahlbare Mietwohnungen bauen“, so der Oberbürgermeister. Architektonisch könne man sich allerdings durchaus eine Auffrischung mit Hochhäusern von über 100 Metern vorstellen. Reiter:


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„Das werden dann aber Hotels sein oder noch wahrscheinlicher Büros, keine bezahlbaren Wohnungen. Natürlich nicht in der Innenstadt, aber am Stadtrand zum Beispiel könnte ich mir das vorstellen.“ Das schwarz-rote Rathausbündnis signalisiert derzeit insgesamt Offenheit, die seit rund 15 Jahren geltende 100-Meter-Marke zu kippen – die eigentlich auch nur für ein Jahr rechtlich bindend war.


Wie es dazu kam? Der Süddeutsche Verlag wollte damals im Osten der Stadt ein 146 Meter hohes Gebäude bauen und auf dem Siemens-Gelände im Süden Münchens sollten zwei 148 Meter hohe Bürotürme entstehen. Gegen diese Pläne startete der damalige Oberbürgermeister Georg Kronawitter mit der von ihm gegründeten „Initiative unser München“ den Bürgerentscheid: Um das traditionelle Stadtbild zu erhalten, sollten künftig keine Gebäude mehr gebaut werden, die die beiden je 98,57 Meter hohen Türme der Frauenkirche überragen. Zwar beteiligten sich nur rund 22 Prozent der etwa 920.000 Wahlberechtigten am Bürgerentscheid, knapp 51 Prozent davon stimmten aber dafür.


Grundsätzlich gilt ein Gebäude nach deutschem Baurecht bereits als Hochhaus, wenn der Fußboden des obersten Geschosses 22 Meter über der natürlichen Geländeoberkante liegt. Nach dieser Definition stehen derzeit


rund 1.800 Hochhäuser in München, die meisten an fünf Standorten: dem Arabellapark, der Bahnachse, dem Olympiapark, der Schneise vom Ostbahnhof stadtauswärts und am nördlichen Teil des Mittleren Rings. Nur in Frankfurt, Berlin und Hamburg gibt es übrigens noch mehr Hochhäuser als in München.


Beim Bau der Gebäude gilt die sogenannte „Münchner Linie", deren Grundlage die beiden Hochhausstudien aus den Jahren 1977 und 1995 sind. Sie analysieren, in welchen Bereichen


Quintessenz Q1 | 2019


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