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Porträt


fertig gestellten Weißenhofsiedlung in Stuttgart.


Des hundertjährigen Bauhaus- Jubiläums 2019 ist sich Gombert natürlich wohl bewusst, auch im Blick auf die Bedeutung notwendiger Typisierung in Architektur und Bau für die Erfordernisse der modernen Massengesellschaft im 21. Jahrhundert in einem Land wie Deutschland in der Mitte Europas mit all seinen Chancen und Risiken in einem globalen Wettbewerb der Kulturen und Regionen. Deswegen sieht er den besonderen, alleinstellenden Reiz im künstlerischen Impuls einer versuchten Rettung des Individuellen in Details des jeweiligen baulichen Phänotypus, im Bauhaus durch malerische Exerzitien zum pädagogischen Programm systematisiert: „Der notwendige Diskurs von Typisierung und Individualisierung ist ein besonderer Beitrag zur Weltgeschichte der Architektur, den die Deutschen im Bauhaus geleistet haben.“


Staffelei und Acrylfarben hat der an Kunst im Allgemeinen und Malerei im Besonderen interessierte Gunnar Gombert denn auch heute noch in seinem heimischen Keller, ohne seine Talente allerdings in befriedigender Art und Weise ausleben zu können: „Dazu bleibt mir keine Zeit.“


Erfüllt von seiner Aufgabe


Gombert sagt das ohne Bedauern. Denn er ist erfüllt von seiner Aufgabe, für die er sich auch durch seine analytische Begabung und sein strategisches Denken bestens gerüstet weiß, damit dem Sachlichkeitsanspruch des Bauhauses genügend. Überhaupt: Seiner Vita, so will es scheinen, liegt in punkto Qualifizierung und Berufsplanung ein hohes Maß an Rationalität zugrunde. Dem Diplom- Studium an der TU Darmstadt folgte


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ein Management-Studium zum Master of Business Administration an der Steinbeis-Hochschule Berlin, gefolgt von der Promotion zum Dr.-Ing. an der BTU Cottbus, am Lehrstuhl für Planungs- und Bauökonomie, einem der wenigen Lehrstühle in Deutschland, der das Architektonische mit dem unternehmerisch Ökonomischen verbindet. Entsprechend dieser von Gombert vollzogenen Selektion des in Deutschland in dieser speziellen Verbindung akademisch Möglichen befasste er sich in seiner Dissertation denn auch mit „Strategischen Unternehmenszielen von Architekturbüros“, darin auch das sich stetig verändernde Berufsbild des Architekten reflektierend, das selbst in unserer arbeitsteiligen, ökonomisch dimensionierten Welt noch oft geprägt sei von einem spürbaren Mangel an betriebswirtschaftlichem Know-how.


Keine Furcht vor dem „weißen Blatt“


Einer wie er hat keine Furcht vor dem berühmt berüchtigten „weißen Blatt“ am Morgen eines Tages. Der oft eine Karriere gefährdende horror vacui ist ihm fremd. Auch die der modernen Arbeitswelt oftmals angelastete „Selbstentfremdung“ lässt er für sich nicht gelten. Er ist in sich und bei sich angekommen. Nicht zuletzt dank der Methodologie systematischen Denkens, die er akribisch gelernt und konsequent verinnerlicht hat. Der an einer bauhausnahen Architekturfakultät geschulte Freigeist diszipliniert sich aus innerer Überzeugung und äußerer Notwendigkeit. Mehr noch: „Es macht mir Freude, konzeptionell und strategisch zu arbeiten. Auch große Herausforderungen schrecken da nicht.“


Quasi selbstverständlich resultiert aus diesem harmonischen Miteinander von innerer Neigung und äußerer Verpflichtung auch die Planung des eigenen


Werdegangs. Dazu gehören eben auch netzwerkende Mitgliedschaften etwa in der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung oder der Bayerischen Architektenkammer, letztere auch verweisend auf seinen ersten Schritt ins Berufsleben in 2005 in einem 200 Mann starken Architekturbüro mit Hauptsitz in Frankfurt und weiteren Büros unter anderem in China, dessen Inhabern der Berufsanfänger das Sponsoring seines MBA-Studiums dankt: „Eine Geste, die mich noch immer mit großem Respekt erfüllt.“ Heute lehrt er selbst als Dozent Strategisches Management mit dem Vorteil, für die Studenten die Theorie als Führungskraft in selbst erlebte Praxis transferieren zu können.


Quintessenz Q1 | 2019


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