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Essay


die im Stadion ausharrenden Zuschauer an jenem denkwürdigen Abend den ganz großen olympischen Traum träumen konnten, der Ulrike Meyfarth als noch immer jüngste Leichtathletik- Olympiasiegerin aller Zeiten in den Olymp Olympias erheben und Soldat und Zuschauer in einen Taumel der Glückseligkeit versetzen sollte. Wir waren Olympiasieger.


Ein apokalyptischer Albtraum


Dem glückseligen Traum folgte um 4.10 Uhr am nächsten Morgen das Böse, ein böses Erwachen,


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einem apokalyptischen Albtraum gleichend, als palästinensische Terroristen ins olympische Dorf eindrangen und die Mitglieder des israelischen Nationalteams zunächst als Geiseln nahmen und später elf von ihnen töteten. Eine Tragödie historischen Ausmaßes mit bizarren, allesamt zum Scheitern verurteilten Befreiungsversuchen völlig überforderter Polizisten und einer an Naivität und Skurrilität kaum zu überbietenden medialen Begleitung. Fraglos: ein Fiasko auf allen Ebenen und multidimensional in seinen Konsequenzen.


„The Games must go on“


Aber Geschichte ist bekanntlich ein Kontinuum, sie bleibt nie stehen. Wie hatte Avery Brundage, 1972 Präsident des IOC, pathetisch ausgerufen: „The Games must go on.“ Und die Spiele gingen weiter, begleitet von einem Wissen um ein Unfassbares in dieser Friedenswelt der Spiele, das plötzlich in den märchenhaften Traum als etwas archaisch Barbarisches eingebrochen und grausam Realität geworden war. Und das Versagen der politisch und exekutiv Verantwortlichen vor Ort, aber auch auf Landes- und Bundesebene im Zusammenhang mit den


Quintessenz Q1 | 2019


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