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LS EIN SCHIFFBAUMEISTER – mit dieser etwas artfremd wirkenden
Berufsausbildung hat Henry Forster einen Quereinstieg ins Entsorgungswesen ge- schafft. Und zwar bestens. „Es kommt häufig vor, dass Leute aus der Seefahrt bei Entsor- gungsfirmen anheuern“, erläutert er, „denn wir sind erfahrene Techniker, haben ein gutes Flottenverständnis und können improvisieren.“ Alle diese Fähigkeiten kann Henry Forster täg- lich als Geschäftsführer der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH (GOA) in Schwäbisch-Gmünd umsetzen. Dort leitet er 370 Mitarbeiter, die Haus- und Sperr- müll, Altmetall und Elektrogeräte von immerhin 130.000 Haushalten einsammeln, sortieren und verwerten. Sie erfassen auch Gewerbe- müll, Grün- und Bioabfälle, Wert- und Pro- blemstoffe, Erdaushub und Bauschutt.
Diese riesigen Stoffströme laufen an drei Standorten von GOA zusammen und werden von mehr als einem Dutzend Volvo-Maschinen ständig in Bewegung gehalten. Thomas Leber- finger, Anlagenwart am Standort Ellert in Es- singen, zählt den aktuellen Maschinenbestand auf: „Insgesamt elf Radlader und drei Bagger von Volvo CE laufen an unseren drei GOA- Standorten: in meiner Entsorgungsanlage in
Essingen, in einer weiteren Entsorgungsan- lage im benachbarten Ellwangen sowie auf einer Erdaushub- und Bauschuttdeponie in Hertikofen.“ Überall werden die Maschinen hart rangenommen und erreichen 2.000 Be- triebsstunden jährlich. Trotzdem arbeiten darunter auch einige betagte Veteranen. Aber immer wieder kommen neue Modelle da- zu: Allein in diesem Jahr wurden zwei neue Radlader des Typs L90G in Betrieb genom- men. Ebenfalls neu ist ein Mobilbagger EW210D mit hydraulisch hochfahrbarer Ka- bine und extralangem Verstellausleger.
Entscheidung anhand harter Fakten Der Flottenchef Henry Forster macht sich die Maschinenbeschaffung nicht gerade leicht. Denn ein schonender Umgang mit Ressour- cen – das Leitmotiv des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes – bedingt auch vorsichtige, nachhaltige Investitionen. Gerade deswegen sprechen seiner Ansicht nach harte Fakten für Volvo-Maschinen. Einer davon: Ihre sparsa- men, emissionsarmen Dieselmotoren halten die Abfallgebühren niedrig und die Umweltbe- lastung gering. Alle Neumaschinen erfüllen dank einer Kombination aus Diesel-Oxidations- katalysator und Partikelfilter die strengen Emis- sionsnormen und Vorgaben der Berufsgenos-
Abfall sammeln – flüsterleise und sparsam
Biomasse umschlagen im großen Stil – eine von vielen Aufgaben
der Volvo-Maschinen am Standort Ellert des Entsorgungsbetriebs GOA im Ostalbkreis.
Seit dem Sommer 2014 testet die GOA aus Schwäbisch-Gmünd einen Volvo FE Hybrid bei der Abfallsammlung im Ostalbkreis. Der Lkw hat einen Dieselmotor (300 PS) und einen Elektromo- tor (120 kW), die unabhängig voneinander arbeiten können: der Dieselmotor bei schnellen Streckenfahrten, der Elektromotor im langsamen Sammelbetrieb. Energie liefert eine Lithium- Ionen-Batterie, die bei Bremsvorgängen und Bergabfahrt auf- geladen wird. Das passt perfekt zum typischen Fahrzeugeinsatz beim Abfallsammeln mit häufigen Starts und Stopps. Daher erwartet GOA-Geschäftsführer Henry Forster auch eine Kraft- stoffeinsparung von 20 bis 30 Prozent. Für die Bürger in den Wohngegenden und für die Gesundheit der Müllwerker rechnet sich das Ganze ebenfalls: Im elektrischen Sammelbetrieb läuft der Lkw flüsterleise, vibrationsarm und vollständig abgasfrei. Die GOA ist übrigens nicht der einzige Entsor- gungsbetrieb mit einem Hybridfahrzeug, aber der erste Betrieb mit einem bergigen Testgelände. Auch die Göppinger Entsorgungsbetriebe ETG haben einen Volvo FE Hybrid im Testeinsatz.
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