Straßenbau selbstgemacht D
IM EINSATZ
Straßen selbst reparieren – mit ihrem jüngsten Projekt eröffnet sich die Straßen- meisterei des Landkreises Holzminden neue Perspektiven. Straßenbautechnik aus dem Hause Volvo verhilft dabei zu professionellen Ergebnissen.
AS UNTERHALTEN von Straßen zur sicheren Verkehrsabwicklung zählt
zu den Kernaufgaben der Straßenmeistereien. Die Kreisstraßenmeisterei (KSM) Stadtolden- dorf geht einen Schritt weiter und übernimmt kleinere Straßenbauarbeiten selbst. Bisher hatte man mit Bauunternehmen aus der Re- gion zusammengearbeitet. Aber das gestal - tete sich of tmals schwierig, wie Markus Schwannecke, Technischer Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei, berichtet: „Über drei Jahre hinweg hatten die Unternehmen aufgrund guter Auslastung keine Zeit für uns. Das bewog uns dazu, es einfach selbst auszuführen.“ Mit neuen Maschinen ging es ans Werk. „Das Pro- jekt entwickelte sich zum echten Highlight der Straßenmeisterei“, sagt Schwannecke. In drei Bauabschnitten führt die KSM in Eigenleistung eine „punktuelle Sanierung“ durch. Dabei sind vier Zentimeter Deckschicht abzufräsen und neu aufzubauen. Es werden Breiten von 1,80 bis 6,60 Meter bedient. Insgesamt ergeben die Baumaßnahmen eine Fläche von knapp 6.000 Quadratmetern Deckschicht mit einem Finanz- volumen von 100.000 Euro.
Bei der Suche nach einem passenden Partner für die Mietmaschinen kam man schnell auf Swecon smartrent. Bernd Lammert, einer der Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei, verfügt über zehn Jahre Erfahrung in der Schwarzko-
lonne eines Straßenbaubetriebs und hatte dort bereits ABG-Fertiger von Volvo gefahren. Die Wahl fiel letztlich auf das kleinste Modell, ei- nen ABG2820, sowie auf eine 2,5-Tonnen- Tandemvibrationswalze des Typs DD25.
Kompakter Allrounder Der ABG2820 ist ein Kettenfertiger für kleine- re bis mittelgroße Einbauprojekte, der mit Merkmalen größerer Asphaltfertiger aufwartet. Durch die kompakte Bauweise bietet er beste Übersichtlichkeit für den Fahrer. Der umwelt- freundliche, leise Dieselmotor verbraucht we- nig Kraftstoff und gestattet in Verbindung mit der hohen Tankkapazität ein längeres Arbeiten ohne Nachtanken. Für hohe Zugkraft und op- timale Mobilität sorgt ein elektronisch gesteu- erter Fahrantrieb. Das moderne Bedienpult mit elektronischem Fertigungsmanagement (EPM) bietet hohen Komfort mit intuitiver Bedienung und Datenspeicherung zur späteren Analyse. Eine leistungsstarke Mischgutförderanlage mit 6-Tonnen-Kübel und Hydrostatantrieben er- möglicht ein höchst effizientes Arbeiten.
„Auch bei nicht vorhandenen Vorkenntnissen kann der Bediener den Fertiger nach kurzer Einweisung sicher beherrschen. Die Einbau- geschwindigkeit von drei bis vier Metern pro Minute haben wir problemlos erreicht“, bestä- tigt Markus Schwannecke. Auch die Tandem-
vibrationswalze DD25 bringt alle Vorausset- zungen für besonders wirtschaftliches und präzises Arbeiten mit. Mit 360-Grad-Rundum- sicht, bearbeiteten Bandagen und wählbarer Frequenz lassen sich auch kleinere Verdich- tungsprojekte schnell erledigen. Die Intervall- berieselung für beide Bandagen ist exakt steu- erbar, sodass seltener Wasser nachgetankt werden muss. Das spart Zeit und verhindert, dass Asphalt an der Bandage kleben bleibt. „Der Fahrer hält mit der DD25 das vorgegebe- ne Walzenschema ein und sorgt so für eine präzise Asphaltverdichtung und ein gleichmä- ßiges Arbeitsergebnis“, sagt Schwannecke.
„Mit dieser Maschinenkombination erzielen wir jetzt richtige Spitzenergebnisse“, berichten die Straßenwärter begeistert. Die Eigeninitiative bringt der Kreisstraßenmeisterei neben einer deutlichen Zeitersparnis auch Einsparungen beim Materialeinkauf. Schwannecke kann sich eine Ausweitung der Eigenleistung gut vorstel- len, etwa beim Radwegebau, der für den Tou- rismus im Landkreis eine zunehmende Rolle spielt. Die Tatsache, dass man mit Swecon smartrent einen sehr kompetenten Partner bei der Maschinenstellung an seiner Seite hat, gibt zusätzliche Sicherheit und stimmt zuver- sichtlich im Hinblick auf weitere Projekte: „Swecon hat sich von der Vorbereitungsphase bis zur Realisierung sehr angenehm mit seiner Erfahrung eingebracht, das lässt sich gut fort- setzen“, betont Schwannecke. Der Straßenbau in Eigenleistung hat bei der KSM Stadtolden- dorf offensichtlich Zukunft. n
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