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RENEWABLE Erneuerbarer Flugtreibstoff aus Luft


Im Mai 2019 unterzeichnete ein europäisches Konsortium unter Leitung der EDL Anlagenbau Gesellschaft mbH (EDL) mit dem Flughafen Rotterdam Den Haag eine Kooperationsvereinbarung über eine Studie für die Entwicklung einer Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Flugtreibstoff aus Luft. Diese Anlage wird weltweit die erste ihrer Art sein, die erneuerbaren Flugtreibstoff aus Luft auf den Markt bringt. Dieser Treibstoff weist im Vergleich zu konventionellem Kerosin aus fossilen Brennstoffen eine wesentlich geringere CO2


-Bilanz sowie eine geringere


und der Luftverkehr nimmt weiter zu. Auch am Flughafen Rotterdam Den Haag erhöhen sich die Passagierzahlen stetig. Allerdings können Flugzeuge im Gegensatz zu Straßenfahrzeugen nicht kurzfristig auf Elektro- oder Wasserstoffantrieb umgestellt werden.


Feinstaubemission auf. Die Luftfahrtindustrie stößt CO2


Daher ist der Flughafen Rotterdam Den Haag stolz darauf, die Realisierung und Inbetriebnahme dieser Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Flugtreibstoff aus Luft zu initiieren.


Der Weg zur Herstellung von erneuerbarem Flugtreibstoff aus Luft Die Studie wird das Konzept und das Basic Engineering für die lokale Produktion von erneuerbarem Flugtreibstoff aus Luft am Flughafen Rotterdam Den Haag festlegen. Außerdem wird die Studie eine Kostenschätzung für den Bau der Anlage und den Treibstoff ermöglichen, was für die weitere Projektentwicklung entscheidend sein wird.


Der Flughafen Rotterdam Den Haag ist aufgrund seiner Größe und Organisation der ideale Standort für diese Studie. Die Royal Schiphol Group, die


Muttergesellschaft des Flughafens, ist über ihren Schiphol Innovation Vorstand einer der Partner, die dieses Projekt ermöglichen.


Nach Abschluss der Studie soll auf dem Gelände des Flughafens eine Demonstrationsanlage mit einer Produktionskapazität von ca. 1000 Liter pro Tag erneuerbaren Flugtreibstoff errichtet werden. Damit würde zum allerersten Mal die Herstellung von erneuerbarem Flugtreibstoff aus Luft den Labormaßstab von wenigen Liter pro Tag übersteigen.


36 aus


Innovationsstandort Die eingesetzten innovativen Technologien führen zu einer relativ kompakten Bauweise der Demonstrationsanlage. Für die architektonische Integration der Anlage hinsichtlich ihrer Größe und Ziele in den RHIA-Campus ist die in Rotterdam ansässige Fa. Urban Crossovers & Blueroom verantwortlich.


Schema für erneuerbaren Kraftstoff aus CO2


und Wasser


Dazu wird eine Reihe von hoch innovativen, erprobten Technologien miteinander verknüpft: Zunächst wird CO2


mit Hilfe der Direct-Air-Capture-


Technologie der Fa. Climeworks aus der Umgebungsluft entnommen. Das Gas wird nachfolgend über eine Elektrolyse mittels der von der Fa. Sunfire entwickelten Elektrolysezellen in Synthesegas umgewandelt. Dann wird das Synthesegas in einer Fischer-Tropsch- Synthese der Fa. Ineratec in synthetische Kohlenwasserstoffe konvertiert. Zum Schluss zeichnet EDL für den Prozess zur Umwandlung der synthetischen Kohlenwasserstoffe in Flugtreibstoff und den Gesamtprozess sowie die Anlagenintegration verantwortlich.


Der Gesamtprozess ist nachhaltig dank erneuerbarer Energie, die vorrangig mit den am Flughafen verfügbaren Sonnenkollektoren erzeugt wird.


SkyNRG, globaler Marktführer für nachhaltige Treibstofflösungen für die Luftfahrt, ist für die Vermarktungsstrategie verantwortlich.


künftig mit Hilfe dieses erneuerbaren Flugtreibstoffs zu reduzieren.


Der erste potentielle Kunde hat sich bereits gemeldet. Transavia hat die Absicht bekundet, seine CO2


www.reviewonline.uk.com -Ausstöße


Die Errichtung der Anlage wird durch die Gesellschaft Rotterdam The Hague Innovation Airport (RHIA) ermöglicht, die vom Flughafen und der Stadt Rotterdam gegründet wurde.


Zukunft


Die großtechnische Produktion von erneuerbarem Flugtreibstoff erfordert ein Upscaling und, sofern vorteilhaft, eine Integration in bestehende Raffinerien. Dies wird jedoch nicht am Flughafen erfolgen.


Stattdessen zielt dieses Projekt darauf ab, eine Lösung für die Transformation des derzeitigen, aus fossilen Quellen gespeisten, petrochemischen Komplexes im Hafen Rotterdam zu liefern.


Kleinere Anlagen zur Herstellung von erneuerbarem Flugtreibstoff können jedoch auch attraktiv sein, um dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu nutzen sowie für entfernt gelegene Verbraucher.


Das Projekt ist ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung von erneuerbarem Flugtreibstoff und unterstützt zukünftig die


Luftfahrtindustrie dabei, klimaneutral zu werden.


Um weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie bitte: Ulrike.Fischer@edl.poerner.de www.edl.poerner.de


INDUSTRIAL PROCESS REVIEW


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