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© M.KORBEL


DER KAUFMANN VON VENEDIG Schauspiel von William Shakespeare


Vorstellungen: 02.04., 08.04., 09.04., 13.04., 15.04., 17.04., 21.04., 25.04., 11.05., 13.05., 14.05. Ort: Theater Freiburg (Großes Haus)


Jüdische, muslimische und christliche Schauspieler aus dem Freiburger Ensemble kommen für diese Inszenierung von Shakespeares »Der Kaufmann von Venedig« zusammen, um gemeinsam mit dem israelischen Regisseur Avishai Milstein eine alte Geschichte neu zu erzählen und gleichzeitig der Frage nachzugehen, in welchem Verhältnis unsere Kulturen heute zu- einander stehen. »Der Kaufmann von Venedig« ist für dieses Vorhaben der vielleicht schwierigste, deshalb aber auch heraus- forderndste Text der Theatergeschichte. Zu Shakespeares Zeit, in der sich Juden in England gar nicht aufhalten durften, mar- kiert Venedig die wichtigste Außengrenze Europas. Die Stadt ist ein Zentrum des Welthandels. Hier begegnen sich Waren und Werte, Nationalitäten, Religionen und Sprachen. Kriege und Handel zwingen zur Suche nach immer neuem Kapital. Genau dafür braucht Venedig die Juden, die an diesem Ort, ständig von der Ausweisung bedroht, leben und arbeiten. Man braucht sie und ihre Geschäfte, aber man zwingt sie in ein Ghetto, mar- kiert ihre Kleidung und untersagt ihnen allen gesellschaftlichen Umgang mit den Christen.


Das ist die Welt, in der zwei Kaufleute, der Jude Shylock und der Christ Antonio aufeinandertreffen. In ihrer Auseinander- setzung begegnen sich exemplarisch die Vorurteilsstrukturen,


Wertesysteme und Rechtsauffassungen beider Kulturen und vermengen sich mit den persönlichen Empfindlichkeiten und Verletzungen aller Beteiligten.


Begleitend zur Vorstellung von »Der Kaufmann von Venedig« lädt das Theater Freiburg in Kooperation mit dem Institut für Orientalistik der Universität Freiburg und der Katholischen Akademie Freiburg zu der Gesprächsreihe »Die Angst vor dem Fremden – Brauchen wir Feindbilder?« ein. Wissenschaftlerin- nen und Wissenschaftler unterschiedlichster Forschungsrich- tungen sprechen am 07.4., 14.4. und 26.5. über den Ursprung und die vermeintliche Notwendigkeit von Feindbildern und Pro- jektionen von Fremdheit.


Inszenierung: Avishai Milstein Bühne: Dirk Becker Kostüme: Franziska Jacobsen Musik: Sven Hofmann Dramaturgie: Josef Mackert Mit: Marie Bonnet, Monica Gillette, Rebecca Klingenberg; André Benndorff, Gabriel von Berlepsch, Mathias Lodd, Orhan Müstak, Andreas Helgi Schmid, Doron Tavory, Martin Weigel


Mit Unterstützung der TheaterFreunde Freiburg Weitere Informationen unter www.theater.freiburg.de


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