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Jinmo Kang, Yin und Yang, 1997 / Ohne Titel, 1991 & Ohne Titel, 1991


Skulpturen bilden einen Schwerpunkt der Sammlung Bieder- mann, die die persönliche Handschrift der Sammlerin Margit Biedermann trägt und hochkarätige internationale Kunstwerke umfasst.


Seit zwei Jahren sind diese Arbeiten in wechselnden Ausstellun- gen im Museum Biedermann in Donaueschingen zu sehen. Das renovierte Gebäude liegt malerisch am Schlosspark, unweit der Donauquelle. Die Räume bieten viel Platz und die Möglichkeit, sich in einer besonderen Atmosphäre der präsentierten Kunst zu widmen. Neben David Nash arbeitet auch Werner Pokorny vorzugsweise mit Holz. Der in Ettlingen lebende und in Stuttgart lehrende Künstler ist 1949 in Mosbach geboren. In der Ausstel- lung werden Arbeiten aus den 80er Jahren aktuellen Arbeiten gegenübergestellt. In seinen frühen Werken gehen bearbeitete Formen aus naturbelassenen Stämmen und Ästen hervor. Seine


Skulpturen spielen mit den Gegensätzen von offenen und ge- schlossenen, stabilen und wandelbaren Elementen. Ambivalenz ist ein wichtiges Thema seiner Arbeiten. Sie basiert auf den Fra- gen, die ihn beschäftigen und dabei spielt „entweder – oder“ eine große Rolle.


Insbesondere das Motiv des Hauses ist immer wieder Gegen- stand seiner Skulpturen. Eine Metapher die sich nach Pokorny auf vieles beziehen lässt: Schutz, Enge, Individuum, Gesellschaft. „Was es nicht ist, ist Architektur, deswegen sind meine Häuser auch so einfach“, erklärt der Künstler und ergänzt: „Das Holz schwärze ich auch häufig. Es dem Feuer auszusetzen hat etwas Urtümliches und auch etwas Ambivalentes: einerseits vernich- tet Feuer das Holz, andererseits wird das Holz aber auch durch Feuer geschützt, es mineralisiert die Oberfläche. Durch das Schwarz entsteht eine gewisse Distanz, eine Kühle, im Gegen-


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