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Werner Pokorny, Stehleiter, 1981 & Schale III/08, 2008 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011


David Nash, Branch Cube III, 1988 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011


Werke von David Nash & Unen Enkh © VG Bild-Kunst & Künstler


satz zu den ursprünglichen Farben des Holzes, die eine Wärme, eine Sympathie ausstrahlen.“


Jinmo Kang beschäftigt sich stark mit der Koexistenz von Gegen- sätzen. 1956 in Korea geboren, lebt und arbeitet er in Hattingen. Das reflexive Moment der Spiegelung von Natur in Kunst ist Inhalt seines Schaffens. Seine „Porträts“ bilden natürliche Vor- bilder nach, und geben ein vielschichtiges, gebrochenes und darin umfassendes Abbild wieder. Für das Museum Biedermann hat er im Außenbereich ein filigranes Stein- und Baumporträt aus Edelstahl geschaffen. Bei seinen Arbeiten im Museumsin- neren sind es Spiegelflächen, aus denen er ebenfalls Stein- und Baumvorbilder nachbildet. Als Paare präsentiert, werden die Unterschiede von künstlich Geschaffenem und natürlich Be- lassenem hervorgehoben. Beeinflusst durch die buddhistische Philosophie, thematisiert der Künstler immer wieder das sich ergänzende Wechselspiel zwischen Yin und Yang, Sichtbar und Unsichtbar, Gestern und Heute.


Exotisch und ganz anders als das, was wir aus unserem westli- chen Kulturkreis kennen, wirken die teilweise sehr filigranen Skulp- turen von Unen Enkh. 1958 in der Mongolei geboren, studierte er in Prag und Budapest und lebt seit 1988 in Deutschland. Enkh nutzt Filz, Eisendraht, Rosshaar und Hanfschnüre und schafft aus


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diesen Materialien eigensinnige, poetische Formen und Objekte, die in ihrer Fremdartigkeit an ferne archaische Lebensformen oder auch mythische Symbole erinnern. Oft haftet den Skulpturen En- khs etwas Fragiles, Vorläufiges an und doch behaupten sie sich selbstbewusst im Raum. Beispielsweise werden zarte Schnüre und Gitterstrukturen künstlerisch so zusammengefügt, dass Au- ßen und Innen zu verschmelzen scheinen und zugleich an eine Jurte, dem Zelt der Nomaden denken lassen und somit einen Be- zug zu seiner Heimat der Mongolei herstellen.


„Back to the Roots“ meint jedoch nicht nur ein Zurück, sondern auch ein Voraussehen und Vorwärtsgehen! Die ausgestellten Objekte überraschen und faszinieren in ihrer ungewöhnlichen Materialität und Ästhetik und berühren wichtige Lebensfragen wie: „Wo kommen wir her?“ und „Was hinterlassen wir?“. Sie bringen sowohl unser Verhältnis zur Natur als auch zu unseren eigenen Ursprüngen und denen von Gesellschaft und Kultur wieder stärker ins Bewusstsein.


„Back to the Roots“ – ein Ausstellungsbesuch, der sich in vielfacher Hinsicht lohnt!


Weitere Informationen unter www.museum-biedermann.de


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