This page contains a Flash digital edition of a book.
© Rakow Akkordeonale 2011 Internationales Akkordeon Festival 10. April – 19 Uhr Ort: Reithalle Offenburg


Zum dritten Mal präsentiert der Niederländer Servais Haanen mit seinem Festival die wunderbare Welt des Akkordeons. Liebhaber des zunehmend wieder aktuellen Instruments (spätestens seit den beiden vergangenen Akkordeonale - Festivals) können hier in ge- ballter Form die stilistische Vielfalt des Akkordeons erleben. Mehr oder weniger liebevoll tituliert als Quetschkommode, Schifferklavier, Schweineorgel, Blasebalg der Hölle oder asthmatischer Wurm, be- sitzt es mindestens ebensoviel Charme, wie Namen. Wie kaum ein zweites Instrument hat sich das vergleichsweise junge Akkordeon (erfunden 1829) über Landes- und Kontinentalgrenzen hinweg in einer atemberaubenden Geschwindigkeit verbreitet. Durch massenweisen Export in die Kolonien und eingeschleppt im Handgepäck von Emigranten hat es sich einen nicht mehr wegzu- denkenden Platz in der Musik der ganzen Welt geschaffen.


Man kann eigentlich nicht von dem Akkordeon sprechen, da das Instrument immer wieder umgebaut, verändert, verfeinert und an die lokalen Bedürfnisse angepasst wurde – daraus entstanden ver- schiedene Instrumententypen, die sich durch unterschiedliche Sys- teme, Größen, Form, Tonumfang und Spieltechnik unterscheiden.


22


Welch vielseitige, facettenreiche und auch exotische Musik in diesen eigenwilligen Wunderkisten steckt, kann man auf der Akkor- deonale erleben, hören und genießen! In diesem Jahr trifft die russische Seele auf italienische Tarantella, afrikanische Tanzmusik von den Kap Verden auf Weltmusik mit deutschen Wurzeln, das ganze wie immer verbunden durch feinste Klangästhetik aus dem Land der Wassertomaten, garniert mit Cello und Perkussion.


Mit Leichtigkeit auf hohem Niveau, einem spannenden Wechsel unterschiedlichster Stiele und großer Spielfreude machen die Musiker das Festival zu einem Fest der Klänge. Den frischen globalen Wind aus den Akkordeonbälgen begleitet das Publikum bis nach Hause. Ein österreichischer Journalist hat es letztes Jahr so formuliert: „Am Ende ein Schwur – nie wieder nehme ich das plumpe Wort „Quetschn“ in den Mund, wenn mir ein Akkordeon in den Sinn kommt.“


Weitere Informationen unter www.kulturbuero.offenburg.de


© Rainer Zellner


Page 1  |  Page 2  |  Page 3  |  Page 4  |  Page 5  |  Page 6  |  Page 7  |  Page 8  |  Page 9  |  Page 10  |  Page 11  |  Page 12  |  Page 13  |  Page 14  |  Page 15  |  Page 16  |  Page 17  |  Page 18  |  Page 19  |  Page 20  |  Page 21  |  Page 22  |  Page 23  |  Page 24  |  Page 25  |  Page 26  |  Page 27  |  Page 28  |  Page 29  |  Page 30  |  Page 31  |  Page 32  |  Page 33  |  Page 34  |  Page 35  |  Page 36  |  Page 37  |  Page 38  |  Page 39  |  Page 40  |  Page 41  |  Page 42  |  Page 43  |  Page 44  |  Page 45  |  Page 46  |  Page 47  |  Page 48